Horizontalsperre Mauerwerk
Nicht alle Kunststoff-Folien sind für Abdichtungen in Mauerwerk geeignet.
Viele als Horizontalsperren am Markt angebotene Kunststoff-Folien
erfüllen, weil sie zu dünn sind, nicht die Anforderungen an
Horizontalsperren in Mauerwerksquerschnitten, die von DIN 18 195 Teil 4
gestellt werden. Dies hat das Ingenieurbüro Axel C. Rahn (Berlin) in
seinem neuesten "Bauphysik-Newsletter" festgestellt.
Das Büro schreibt, DIN 18 195 Teil 4 enthalte keine Mindestdicke für
Kunststoff-Folien. Sie führe vielmehr nur genormte Kunststoff-Folien auf
und verweise dann auf die entsprechenden Material-Normen. Gehe man diesen
Verweisen nach, so ergäben sich folgende Mindestdicken:
- DIN 16 729: ECB d = 1,5 mm,
- DIN 16 935: PIB d = 1,5 mm,
- DIN 16 937: PVC-P d = 1,2 mm,
- DIN 16 938: PVC-P d = 1,0 mm.
Aus DIN 18 195 Teil 4 ließe sich, so schreibt das Büro weiter, deshalb
herleiten, dass nur solche Kunststoff-Folien für Horizontalabdichtungen
geeignet seien, die entsprechend den in der DIN 18195 Teil 4 genannten
Normen hergestellt wurden und diesen entsprechen.
Quelle : BBG News Juli 2001
Abdichtungsfolie
Auch beim BGB-Werkvertrag liegt ein Mangel vor, wenn die Werkleistung
nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Sachlage : Die
Klägerin erwirbt von einem Bauträger eine Ferienwohnung, in der sich
Feuchtigkeitsschäden bilden. Im Zuge der Überprüfung der Schäden werden
weitere Mängel im Bereich des Abdichtungssystems des Objekts sowie eine
unzureichende Abdichtung der Wandpunkte und im Verblendmauerwerk
festgestellt.
Dort ist als Abdichtungsmaterial eine 0,3 mm dicke Kunststofffolie zur
Verwendung gelangt. Dies wird als unzureichend und mangelhaft beanstandet,
da die maßgeblichen DIN-Normen bei der Verwendung einer
Kunststofffolienabdichtung eine Materialstärke von 1,2 mm vorschreiben.
Die Klägerin verlangt für die Mängelbeseitigung einen Kostenvorschuss.
Das Landgericht entscheidet zu Gunsten der Klägerin auf der Basis des
Beweissicherungsgutachtens. Das OLG weist die Berufung des Bauträgers
zurück. Es führt aus, dass die Verwendung der 0-3 mm dicken
Kunststofffolien ein Mangel ist, da der Erwerber einen Anspruch auf eine
Abdichtung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hat, wonach
eine Materialstärke von 1 bis 1,2 mm Dicke zu verwenden ist.
Quelle : BBG News August/September 2002
nach oben
Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen
mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen
Die Bibel für alle Dachprofis mit aktuellen Normen, Verarbeitungsrichtlinien,
Detailskizzen u.v.m.
Das auf mehr als 50 Jahre Tradition zurückblickende abc der Bitumenbahnen
wurde umfangreich aktualisiert und ist mittlerweile über 200 Seiten stark. An der
Überarbeitung waren alle wichtigen deutschen Hersteller von Polymerbitumen- und
Bitumenbahnen beteiligt. Sie haben ihre Erfahrungen aus der Praxis eingebracht und
gemeinsam diese Herstellerrichtlinie erarbeitet.
Die Technischen Regeln abc der Bitumenbahnen sind auch heute noch die
zentrale Informationsschrift für alle Dachfachleute. 1951 als Mappe konzipiert, die dem
Sammeln einer technischen Heftreihe diente, wurden sie mehrfach aktualisiert und haben so
stetig an Bedeutung für Dachprofis gewonnen. Sowohl Verarbeiter als auch Architekten und
Baubehörden haben mit den Technischen Regeln ein umfangreiches
Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch. Alle Kapitel wurden redaktionell an den
Stand der Stoff- und Anwendungstechnik angepasst. Das Regelwerk wurde umfangreich
überarbeitet und mit zwei zusätzlichen Kapiteln ergänzt. So ist das gesamtheitliche
Buch eine praxisnahe Hilfe für jeden Dachprofi. , berichtet Dr. Rainer Henseleit,
Geschäftsführer des vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V.
Entsprechend der Neuausgabe der DIN 18195 komplett neu erarbeitet wurde das Kapitel
Bauwerksabdichtung. Während dieses Thema in der vorherigen Ausgabe der
Technischen Regeln im Anhang untergebracht war, werden nun auf 20 Seiten die
Einsatzmöglichkeiten von Polymerbitumen- und Bitumenbahnen beim Schutz von Bauwerken
gegen eindringendes Wasser dargestellt. Neben Bauteilbezogenen Ausführungsempfehlungen in
Form von sieben Tabellen ist auch das Merkblatt für kaltselbstklebende
Bitumen-Dichtungsbahnen mit Trägereinlage mit Festlegungen von Mindesteigenschaften
für diese Bahnengruppe und Verarbeitungsvorschriften für die Anwendung im
Geltungsbereich der DIN 18195 in dieses Kapitel aufgenommen worden.
Die Zusatzmaßnahmen mit Bitumenbahnen unter Dachdeckungen im Steildach erhielten Raum in
einem weiteren neu aufgenommenen Kapitel. Der Einsatz von Bitumenbahnen bei Unterdächern,
Unterdeckungen und Unterspannungen wird hier aufgegriffen und Verwendung und Verarbeitung
werden beschrieben.
Bis auf wenige Kapitel wurden die aus der vorigen Auflage übernommenen Kapitel stark
überarbeitet.
Schwerpunkt bei der Überarbeitung war unter anderem die komplette Erneuerung und
Aktualisierung sämtlicher Zeichnungen und Detailskizzen. Da insbesondere die
Detailskizzen für die Arbeit von Verarbeitern und Planern überaus wichtig sind, wurde
das Kapitel um acht neue Detailskizzen erweitert.
Neu aufgenommene Detailskizzen:
· Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen Sanierung
· Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen Mauerwerk mit
Wärmedämm-Verbundsystem
· Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen beweglich mit
Betonaufkantung
· Einfassung mit Polymerbitumenbahnen
· Türanschluss mit Polymerbitumenbahnen barrierefrei
· Dachrandanschluss mit Polymerbitumenbahnen und mehrteiligem Profil
· Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit Einfassung des
Aufsetzkranzes
· Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Rohrdurchführung mit
Klebeflansch Sanierung
Erheblich ausgeweitet wurde das Kapitel Instandhaltung. Es berücksichtigt den
Beratungsstand der DIN 18531-4 und beinhaltet detaillierte Informationen über die für
Instandsetzung und Erneuerung notwendigen Voruntersuchungen und die - abhängig vom
vorgefundenen Zustand der Dachabdichtung - erforderlichen Maßnahmen.
Weitere Schwerpunkte der Überarbeitung bildeten die Kapitel Dachbegrünung
und Regeln für die Deckung mit Bitumenschindeln.
Infolge des Inkrafttretens der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Februar 2002,
die die Wärmeschutzverordnung abgelöst hat, sind auch die Hinweise zur Bauphysik im
Anhang völlig aktualisiert.
Erstmalig fanden einlagige Abdichtungen mit Bitumenbahnen Eingang in die Technischen
Regeln. Im Kapitel Stoffe sind in einer Tabelle die Anforderungen an
Polymerbitumenbahnen für die einlagige Verlegung festgehalten. Die gegenüber der DIN
52133 wesentlich höheren Anforderungen sollen verhindern, dass einlagige Abdichtungen mit
Standardbahnen ausgeführt werden.
Die Nachfrage nach der neuen Auflage der Technischen Regeln ist enorm.
Die enge Zusammenarbeit mit den Anwendungstechnikern garantiert die
Benutzerfreundlichkeit der Technischen Regeln. So werden sie häufig sogar direkt vor Ort
zur Hand genommen., erklärt Dr. Henseleit.
Die Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit
Polymerbitumen- und Bitumenbahnen können kostenlos beim vdd Industrieverband
Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., Karlstraße 21, 60329 Frankfurt am Main, Tel::
069/2556-1314, Fax: 069/2556-1602 oder unter www.derdichtebau.de angefordert werden.
Quelle: vdd-Info 02/2003
nach oben
Erste mineralische, bitumenfreie
Dickbeschichtung
Mit AQUAFIN-DIC bietet SCHOMBURG die erste mineralische, bitumenfreie
Dickbeschichtung (Hybridabdichtung) an. Das innovative Produkt kombiniert
die Vorteile der flexiblen Dichtungsschlämmen wie, z. B. die
Wärmebeständigkeit und Einsatz als Horizontalabdichtung, mit den Vorteilen
der Bitumendickbeschichtung wie z. B. hohe Rissüberbrückung und einlagige
Verarbeitung. Bestätigt werden die Eigenschaften der Hybridabdichtung
durch das bauaufsichtliche Prüfzeugnis nach den Richtlinien für flexible
Dichtungsschlämme als auch durch das Prüfzeugnis nach DIN 18195-2, Tab. 9,
Pos. 1.4 - 2.6.
Nicht jeder Bauherr toleriert die üblich schwarze Bitumendickbeschichtung,
die beim Abdichten über die Kelleroberkante hochgeführt wird. Dies hat zum
Teil optische Gründe, in erster Linie ist es aber der hohe Aufwand, der
beim Aufbringen eines Sockelputzes o. ä. anfällt. Durch den Einsatz von
AQUAFIN-DIC wird hier Abhilfe geschaffen. Ohne das der Ausführende auf die
Vorteile eines dickschichtigen Systems verzichten muss, kann auf
AQUAFIN-DIC im Sockelbereich auch ein Buntsteinputz oder eine geeignete
lösemittelfreie Farbe aufgetragen werden. Flächen lassen sich so
nachhaltig gestalten. Darüber hinaus findet AQUAFIN-DIC auch Anwendung als
Horizontalsperre unter Mauerwerk.
AQUAFIN-DIC wird je nach Lastfall in einem oder zwei Arbeitsgängen, mit
oder ohne Verstärkungseinlage aufgetragen. Im Gegensatz zu
Bitumendickbeschichtungen verfügt AQUAFIN-DIC über eine höhere
Druckbelastbarkeit und ein besseres Kaltbiegeverhalten. Eine höhere Wärme-
und UV-Beständigkeit sowie die Möglichkeit der einfachen Nacharbeitung
sind weitere Vorteile, die AQUAFIN-DIC auszeichnen.
Mit der Hybridabdichtung AQUAFIN-DIC ermöglicht SCHOMBURG dem Anwender
einen weiteren Schritt zu einer handwerkergerechten Abdichtung. Erhältlich
ist AQUAFIN-DIC in Einheiten zu 25 kg.
Quelle: Pressemitteilung SCHOMBURG, 27.01.2004
nach oben
Richtlinie für die Planung und Ausführung
von Abdichtungen erdberührter Bauteile
mit flexiblen Dichtungsschlämmen
1.Ausgabe, Stand: Januar 1999
Verfasser und Herausgeber sind:
- Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel im Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V.
- Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.
- Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.
- Deutsche Bauchemie e.V.
- Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V.
Diese Richtlinie ersetzt hinsichtlich der flexiblen Dichtungsschlämmen das
ibh-Merkblatt Bauwerksabdichtungen mit zementgebundenen starren und flexiblen
Dichtungsschlämmen, Juli 1993.
Die RiLi regelt Abdichtungen von erdberührten Bauteilen mit flexiblen
Dichtungsschlämmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nichtdrückendes und drückendes Wasser.
Zusätzlich erfasst die Richtlinie die Abdichtung
gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit und gegen Spritzwasser im Sockelbereich sowie
Behälterabdichtungen.
Die RiLi dient:
- als Grundlage für die Planung von Abdichtungen mit Dichtungsschlämmen,
- der Festlegung von Grundanforderungen und Grenzwerten,
- der Erhöhung der Verarbeitungssicherheit,
- als Grundlage zur Beurteilung von ausgeführten Abdichtungen mit Dichtungsschlämmen.
Bei der Ausführung von Abdichtungsarbeiten mit Dichtungsschlämmen unter Einbeziehung
der VOB/B ist darauf zu achten, dass gemäß der ATV DIN 18 336
Abdichtungsarbeiten die Verwendung von Dichtungsschlämmen eindeutig und im
einzelnen in der Leistungsbeschreibung anzugeben ist.
Folgende Lastfälle werden betrachtet:
- Lastfall Bodenfeuchtigkeit
- Lastfall nichtdrückendes Wasser mit funktionstüchtiger Dränung nach DIN 4095
- Lastfall drückendes Wasser, ohne anstehendes Grundwasser, bei bindigem Boden,
ohne
funktionstüchtige Dränung
- Lastfall drückendes Wasser bei anstehendem Grundwasser
- Lastfall von innen drückendes Wasser
- Lastfall rückseitig einwirkendes Wasser
nach oben
„Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen
erdberührter Bauteile mit flexiblen Dichtungsschlämmen“
Deutsche Bauchemie e.V. präsentiert komplett überarbeitete Neuauflage des
Praxisleitfadens
Sechs Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung hat die Deutsche Bauchemie e.V. nun
die zweite, vollständig aktualisierte Auflage der „Richtlinie für die Planung
und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauteile mit flexiblen
Dichtungsschlämmen“ vorgelegt.
Die Richtlinie wurde vor allem hinsichtlich der Lastfälle mit der DIN 18195
„Bauwerksabdichtung“ abgeglichen. So werden darin die Lastfälle Boden-feuchte,
nicht drückendes und drückendes Wasser, außerdem die Abdichtung gegen kapillar
aufsteigende Feuchtigkeit und gegen Spritzwasser im Sockelbereich sowie
Behälterinnenabdichtungen beschrieben.
Der Aufzählung der einzusetzenden Stoffe folgt im nächsten Kapitel die
Beschreibung der Anforderungen an Dichtungsschlämmen und Details zu ihrer
bauaufsichtlichen Regelung. Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Richtlinie bilden
die baulichen Voraussetzungen und Einsatzbereiche für flexible
Dichtungsschlämmen. Im Einzelnen sind dies:
- vertikale und horizontale Abdichtung erdberührter Bauteile,
- Vertikalabdichtung im Spritzwasserbereich von Sockeln,
- Horizontal- und Querschnittsabdichtung in und unter aufgehenden Wänden,
- Abdichtung gegen von innen drückendes Wasser und
- gegen zeitweise von innen einwirkendes Wasser während der Bauphase.
Für jeden Einsatzbereich definiert die Richtlinie die geeigneten Untergründe in
Abhängigkeit von der vorhandenen Beanspruchung.
Detailliert beschrieben wird anschließend die Ausführung, angefangen beim
Untergrund mit den jeweiligen Besonderheiten und notwendigen Vorarbeiten, über
die eigentliche Verarbeitung der flexiblen Dichtungsschlämmen bis hin zur
Anordnung der Abdichtung, letztere anschaulich illustriert durch entsprechende
Schnittzeichnungen. Es folgen Abschnitte zur Ausführung von Durchdringungen
(z.B. Rohrdurchführungen) und zur Anordnung von Fugen, abschließend erläutern
die Autoren die Schutzmaßnahmen während der Bauzeit und die Notwendigkeit der
Schichten zum dauerhaften Schutz der Bauwerksabdichtungen.
Die Richtlinie kann per Internet gegen eine Kostenpauschale von 5 € bestellt
werden unter www.deutsche-bauchemie.de.
Deutsche Bauchemie e.V.
24.06.2006
nach oben
Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen
mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB)
Dickbeschichtungsrichtlinie
- erdberührter Bauteile - Ausgabe November 2001
"Dickbeschichtungsrichtlinie" komplett überarbeitet
Die Deutsche Bauchemie e.V. und sieben weitere Fachverbände haben gemeinsam die
"Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit
kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen – erdberührte Bauteile"
(Kurzform: "Dickbeschichtungsrichtlinie") grundlegend überarbeitet und neu
veröffentlicht.
Die Erstausgabe der Dickbeschichtungsrichtlinie stammt aus dem Jahre 1997 und
wurde in der Fachöffentlichkeit ein echter Renner: Weit über 100.000 Exemplare
gingen an Architekten, Planer, Bauausführende, Behörden und sonstige
Institutionen.
Wichtigster Auslöser für die Neufassung war die Veröffentlichung der
überarbeiteten Teile 1 bis 6 der DIN 18195 im August 2000. Darin wird erstmals
auch die Bauwerksabdichtung mit kunststoffmodifizierten
Bitumendickbeschichtungen (KMB) behandelt, was eine inhaltliche Anpassung der
Dickbeschichtungsrichtlinie erforderlich machte. Diese kann jetzt ergänzend zur
Norm als Basis für die Planung und Ausführung der Abdichtung genutzt werden und
damit für mehr Transparenz und Sicherheit sorgen.
Im Teil A "Allgemeine Anforderungen" werden die Lastfälle und Stoffe definiert,
Anforderungen an Planung und an die Ausführenden formuliert sowie die
notwendigen Vorarbeiten hinsichtlich verschiedener Untergründe (u.a. Beton,
Mauerwerk, verputzte Oberflächen) behandelt.
Teil B erläutert die "Ausführung der Abdichtungen gemäß DIN 18195". Die
wichtigsten Stichworte lauten hier Untergrundvorbehandlung, Verarbeitung der
Beschichtung, Anordnung der Abdichtung, Durchdringungen, Fugen, Anschlüsse und
Schutzmaß- nahmen. Kapitel über Nachbesserungen und Prüfungen zur
Qualitätssicherung runden diesen Teil B ab.
Der Anhang enthält Hinweise zur Abdichtung mit KMB außerhalb der DIN 18195,
listet die einschlägigen Normen und Regelwerke auf und bietet mit dem Formblatt
"Dokumentation" eine wertvolle Arbeitshilfe.
Beteiligt an der Überarbeitung der Dickbeschichtungsrichtlinie waren folgende
Verbände:
Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel im Bundesverband der Dt. Ziegelindustrie e.V.
Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.
Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.
Deutsche Bauchemie e.V.
Deutscher Holz- u. Bautenschutzverband e.V.
Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V.
Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.
Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerkes e.V.
Ergänzend zur überarbeiteten Dickbeschichtungsrichtlinie und zur "neuen" DIN
18195 wird derzeit die ATV DIN 18336 "Abdichtungsarbeiten" ebenfalls an die
Neufassung der Norm angepasst.
Weiterhin wurde von einem hierfür eingerichteten Ausbildungsbeirat (mit
Geschäftsführung beim Zentralverband des Deutschen Bauwesens) ein Lehrgang für
Abdichtungsarbeiten mit KMB konzipiert. Verschiedene unabhängige
Ausbildungsstätten bieten seit etwa einem Jahr die speziellen Seminare zur
Abdichtung mit Dickbeschichtungen (KMB-Lehrgänge) an.
Durch die Überarbeitung der Dickbeschichtungsrichtlinie und alle weiteren
genannten Aktivitäten wurde ein großer Schritt getan, um die sehr weit
verbreitete Bauweise mit KMB in der Planung und Ausführung noch sicherer zu
gestalten.
Einzelexemplare der neue Dickbeschichtungsrichtlinie können gegen Übersendung
eines mit 1,53 € (3,00 DM) frankierten und adressierten Rückumschlages (Format
C4) bei der Deutschen Bauchemie e.V., Karlstrasse 21, 60329 Frankfurt, kostenlos
bezogen werden.
Dt. Bauchemie
14.01.2002
nach oben
Unter Mitwirkung der Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel wurde der aktuelle
Wissenstand zur Abdichtung mit Bitumendickbeschichtungen in einer
vollständig überarbeiteten Broschüre zusammengefasst. Die Federführung lag
bei der Deutschen Bauchemie e.V.
Diese Broschüre ersetzt die 1. Ausgabe vom Juni 1997. Sie berücksichtigt
die zwischenzeitlichen Entwicklungen in der Normung, insbesondere der DIN
18195 vom August 2000.
Im Teil A werden allgemeine Grundlagen in Bezug auf die Lastfälle,
Abdichtungsstoffe und den Untergrund - hier vor allem die erforderlichen
Vorarbeiten - erläutert. Darüber hinaus wird auf Arbeitssicherheit,
Transport und Entsorgung eingegangen.
Der Teil B beschreibt die Ausführung der Abdichtungen mit
Bitumendickbeschichtungen nach DIN 18195 mit vielen Detailskizzen zur
Anordnung der Abdichtung, Durchdringungen, Fugen und Anschlüssen. Damit
sollte die leidige Diskussion endlich beendet sein, ob diese seit 20
Jahren bewährte und nunmehr auch genormte Abdichtung den allgemein
anerkannten Regeln der Technik entspricht.
Die Ausführung sollte aufgrund der erforderlichen speziellen
Fachkenntnisse immer durch besonders qualifizierte Verarbeiter erfolgen.
Hierzu werden unter Federführung des Zentralverbands des Deutschen
Baugewerbes (ZDB) Lehrgänge angeboten. Informationen hierzu sind im
Internet unter http://www.kmb-ausbildung.de/ erhältlich.
Im Anhang 1 werden Abdichtungen mit KMB behandelt, die nicht in der DIN
18195 enthalten sind, z. B. Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser
und Anschlüsse an Bodenplatten aus wasserundurchlässigem Beton. Einführend
wird dabei ausführlich auf die korrekte Vertragsgestaltung eingegangen.
Der Anhang 3 enthält einen Vorschlag für ein Formblatt zur Dokumentation
der Abdichtungsarbeiten mit allen relevanten Gesichtspunkten.
Die Broschüre kann bei der Deutschen Bauchemie, Karlstr. 21, 60329
Frankfurt, Tel. 069-25561318 bezogen werden. Darüber hinaus steht eine
Version zum Herunterladen im Internet unter http://www.deutsche-bauchemie.de/
‚Bereich Veröffentlichungen' bereit.
aus: AMz-Bericht 5/2001
Bonn, Dezember 2001
aktuell ist: 3. Ausgabe, Mai 2010
nach oben
KMB unterliegen keiner Stoffnorm
Immer noch ist die im August 2000 erschienene DIN 18195 -
Bauwerksabdichtungen - in der Diskussion. Sowohl in der Literatur als auch
auf Fachveranstaltungen erfährt sie häufig viel Kritik und wenig Lob....
An dieser Stelle soll herausgestellt werden, dass mit der Neufassung der
DIN 18195 die Anwendung von Kunststoffmodifizierten
Bitumendickbeschichtungen (KMB) nun auch im Rahmen der
Bauwerksabdichtungsnorm
möglich ist.
Der Einfluss des verwendeten Materials auf die Qualität darf jedoch nicht
vergessen werden. Die KMB unterliegen keiner Stoffnorm! Solange es noch
keine derartige Norm für KMB gibt, ist auf die unterschiedlichen
Eigenschaften der Produkte verschiedener Hersteller zu achten.
Fazit : Bereits in der Planung muss auf die Kriterien des Herstellers der
KMB für die geplante Verwendung am Bauwerk Rücksicht genommen werden.
Quelle: BBG News Dezember 2002
nach oben
Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen nach ETAG 005
Erstmals hat die Deutsche Bauchemie e.V. einen Sachstandsbericht über
„Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen nach ETAG 005“ vorgelegt. Er wurde vom
Arbeitskreis 5.7 des Verbandes erstellt und im Fachausschuss 5 „Kunststoffe im
Betonbau“ verabschiedet.
Der Sachstandsbericht versteht sich vor allem als technischer Leitfaden für
Architekten und Planer, für ausschreibende Stellen, Behörden und Institutionen
sowie für Anwender und beschreibt die Einbindung dieser Abdichtungsprodukte in
europäische und nationale Bauregelwerke für die Verwendungsbereiche Dächer,
Balkone und Terrassen.
Im ersten Kapitel geben die Autoren einige grundsätzliche Hinweise zur
Abdichtung von Bauwerken, auch unter dem Aspekt nationaler bauaufsichtlicher
Anforderungen, und erläutern die Einsatzbereiche der nach ETAG 005 (Leitlinie
für die Europäische Technische Zulassung für flüssig aufzubringende
Dachabdichtungen) zugelassenen Bauprodukte – etwa auf Flachdächern, Balkonen,
Terrassen, begrünten Dachflächen und bei Anschlüssen oder Durchdringungen der
Gebäudeaußenhaut. Je nach Verwendungszweck wird zusätzlich unterschieden in
nicht genutzte Dachflächen und genutzte Flächen. Daraus resultieren
unterschiedliche Anforderungen an die Systeme, die im Sachstandsbericht
entsprechend beschrieben werden.
Das folgende Kapitel widmet sich den Stoffgruppen und Eigenschaften: Hier werden
reaktive Flüssigkunststoffe wie Methacrylat-, flexible ungesättigte Polyester-
oder Polyurethanharze vorgestellt, gefolgt von physikalisch trocknenden
Kunststoffdispersionen jeweils mit ihren materialspezifischen Eigenschaften und
Einsatzmöglichkeiten.
Ausführlich erläutert der Sachstandsbericht dann die Einbindung von
Flüssigkunststoffen in technische Regelwerke –europäisch über die ETAG 005 als
Grundlage einer europäisch technischen Zulassung und CE-Kennzeichnung der
Bausätze sowie national über die Bauregelliste B Teil 1 mit den dort
festgelegten Verwendungsvorschriften. Die Verzahnung der nationalen und
europäisch geltenden Anforderungen an flüssig aufzubringende Abdichtungen nach
ETAG 005 sind zudem in einer tabellarischen Übersicht zusammengefasst. Im
Schluss-Abschnitt dieses Kapitels gehen die Autoren auf das Thema
Flüssigkunststoffe in der Fachregel für Dächer mit Abdichtungen ein - die so
genannten „Flachdachrichtlinien“, wie sie der Zentralverband des Deutschen
Dachdeckerhandwerks und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Planern und
Anwendern zur Verfügung stellen.
Abgerundet wird der Sachstandsbericht durch ein ausführliches Glossar und
Quellenverzeichnis. Die Druckschrift kann im Internet unter
www.deutsche-bauchemie.de bestellt werden (Kostenpauschale 5 €).
Neuer Sachstandsbericht der Deutschen Bauchemie e.V.
09.11.2005
nach oben
Neuer Leitfaden zur Abdichtung
von Dächern, Balkonen und Terrassen mit Flüssigkunststoffen
Die Deutsche Bauchemie hat erstmals einen Leitfaden für die Planung und
Ausführung von Abdichtungen von Dächern, Balkonen und Terrassen mit
Flüssigkunststoffen nach ETAG 005 erarbeitet. Die 24seitige Broschüre wendet
sich neben Planern und Architekten auch an den professionellen Verarbeiter.
Autoren des Leitfadens sind Unternehmensexperten aus dem Arbeitskreis 5.7
(Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen) der Deutschen Bauchemie. Sie
beschreiben in der Broschüre die Verwendungsmöglichkeiten von
Flüssigkunststoffen nach ETAG 005 unter Einbeziehung der bestehenden Regeln
in den drei genannten Anwendungsbereichen.
Die Druckschrift spannt einen Bogen von der Kurzbeschreibung der relevanten
Flüssigkunststoffe über die bauaufsichtlichen Rahmenbedingungen bis zu
grundlegenden Hinweisen zur fachgerechten Verarbeitung der Produkte. Dieser
Praxisteil umfasst alle notwendigen Schritte beginnend bei der
Untergrundvorbehandlung bis zur Detailausbildung z.B. bei Lichtkuppeln,
Bewegungsfugen oder Rohrdurchführungen. Jeweils eigene Kapitel im Leitfaden
widmen sich dem Bereich Arbeitssicherheit, Transport, Entsorgung sowie den
Qualitätssicherungsmaßnahmen. Hierunter fallen z.B. die korrekte Messung der
Mindestschichtdicke und die Kennzeichnung eingebauter Dachabdichtungen.
Der Leitfaden versteht sich als Ergänzung zur Anwendungsnorm DIN 18531
„Dachabdichtung“ und zur „Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie“
des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Er ist über
die Internetseite www.deutsche-bauchemie.de/publikationen/bestellung/alle/
zu bestellen.
Dt. Bauchemie
06.07.2011
nach oben