Aktuelle Heizölpreise in Deutschland
FastEnergy-Heizölpreise
Heizölpreise in Deutschland
(tecson)
Entwicklung der Rohölpreise auf dem Weltmarkt
(tecson)
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Im bundesweiten Jahresdurchschnitt
Heizöl 2009 preiswerter als Gas
Haushalte mit einer Ölheizung mussten im letzten Jahr deutlich weniger Geld
für ihren Brennstoff ausgeben als Haushalte mit einer Gasheizung. Im
bundesweiten Jahresmittel 2009 kostete eine 3000-Liter-Partie Heizöl 1622
Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh plus Grundgebühr)
mussten im Jahresdurchschnitt 623 Euro mehr, insgesamt 2245 Euro gezahlt
werden.
Bezogen auf einen Liter lag der Heizölpreis im Jahresschnitt 2009 bei 54
Cent, umgerechnet für Gas bei 75 Cent. Da Ölheizungsbesitzer mit ihrem Tank
einen eigenen Langzeit-Energiespeicher haben, konnten sie ihren
Energievorrat während des vergangenen Jahres sogar noch preisgünstiger
auffüllen. Wer beispielsweise im März 2009 tankte, zahlte pro Liter Heizöl
um die 47 Cent. Die Preisdaten basieren auf den regelmäßigen Erhebungen der
Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.
Die jüngste Jahresbilanz des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO)
bestätigt einmal mehr: Heizöl ist auch im längerfristigen Vergleich ein
preisgünstiger Brennstoff. Das zeigt ein Rückblick auf die vergangenen elf
Jahre: Insgesamt zahlte ein Haushalt mit Ölheizung in diesem Zeitraum
bundesdurchschnittlich 3131 Euro weniger als einer mit Gasheizung.

IWO Pressedienst
Nr. 171, März 2010
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BDEW zur Entwicklung der Steuern und Abgaben auf Erdgas:
Gaspreise gesunken - Staatslasten gestiegen
Staatslasten steigen auf 30 Prozent / Gaspreise im Jahresvergleich um 20
Prozent niedriger
Berlin, 16. Februar 2010 - Die Steuer- und Abgabenlast auf Erdgas ist im
Jahr 2009 erneut leicht gestiegen und beträgt aktuell rund 30 Prozent
(2008: 29 Prozent), teilte der Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW) heute in Berlin mit. Der Anteil der
Mehrwertsteuer am Erdgaspreis beträgt aktuell 16 Prozent, der Anteil der
Erdgassteuer neun Prozent. Hinzu kommen die Konzessionsabgabe (zwei
Prozent) und die anteilige Förderabgabe, die auf drei Prozent stieg
(2009: zwei Prozent). Seit 1998 hat sich der Steuer- und Abgabenanteil
an der Endkundenrechnung fast verdoppelt.
Allein im Jahr 2008 zahlten die Haushaltskunden rund 3,8 Milliarden Euro
aus Erdgassteuern und -abgaben an die öffentlichen Kassen. Seit 1998,
dem Jahr vor der Einführung der Ökosteuer, sind die Staatseinnahmen aus
Erdgasförderung und -absatz um fast 80 Prozent gestiegen.
Trotz höherer Staatslasten sind die Gaspreise im Januar 2010 laut
Statistischem Bundesamt durchschnittlich um über 20 Prozent niedriger
als im Januar 2009. Die Gasversorger hatten im vergangenen Jahr aufgrund
gesunkener Beschaffungskosten die Preise zum Teil mehrfach gesenkt, dies
auch zu Beginn der Heizperiode 2009/2010. Mittlerweile liegen die
Gaspreise in Deutschland im Durchschnitt auf dem niedrigsten Stand seit
der zweiten Jahreshälfte 2006.
Presseinformation
BDEW, 16.02.2010
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Erneuerbare Energien treiben Strompreis nicht
Deutsche Umwelthilfe widerspricht Behauptung von höheren Belastungen für
Verbraucher – Entlastende Effekte durch Zubau Erneuerbarer Energien werden
systematisch ignoriert – Wirtschaftskrise erzeugt Scheineffekt durch insgesamt
an der Börse gesunkene Strompreise
Berlin, 18. Oktober 2009: Der aufgrund der Regelungen des Erneuerbare Energien
Gesetzes (EEG) wachsende Anteil von Strom aus Wind, Sonne, Wasser und
Bioenergie führt auch in Zukunft nicht zu unkalkulierbaren Mehrkosten für
private Haushalte und Industrie. Wer die von den Netzbetreibern am vergangenen
Donnerstag veröffentlichte Prognose der EEG-Umlage für 2010 zum Anlass für eine
neue Strompreisdiskussion gegen die Erneuerbaren Energien nutze, führe die
Öffentlichkeit bewusst oder unbewusst in die Irre, erklärte die Deutsche
Umwelthilfe e. V. (DUH) in Berlin. Den steigenden Kosten für die EEG-Umlage
stünden in Wirklichkeit Entlastungseffekte in vergleichbarer Größenordnung
gegenüber. „Wer die steigenden Belastungen beklagt und die Entlastungen
verschweigt, sagt nur die halbe Wahrheit“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer
Rainer Baake.
Die rechnerische Steigerung der EEG-Umlage auf rund 2 Cent pro Kilowattstunde
(Cent/kWh) Strom setze sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zwar wachsen die
Vergütungen insgesamt wegen der erwünschten starken Zunahme von Strom aus
Erneuerbaren Energien. Die prognostizierte erhebliche Steigerung der Umlage für
2010 (gegenüber 2008 und gegenüber den Erwartungen für 2009) ist aber
zuallererst eine Folge des in der Wirtschaftskrise generell gesunkenen
Börsenpreises von Strom. Damit wird auch dem EEG-Strom ein geringerer Wert
zugemessen, mithin steigt die Differenz zwischen den gesetzlich festgelegten
Vergütungszahlungen und den Vermarktungserlösen an der Börse. Hinzu kommt, dass
die EEG-Umlage auf den in der Krise geringeren Stromabsatz aufgeteilt werden
muss. Schließlich wird wegen des kürzlich veränderten Ausgleichsmechanismus dem
Strom aus Erneuerbaren Energien insgesamt ein um 400 Millionen Euro geringerer
Marktwert zugerechnet, was die rechnerische Umlage ebenfalls entsprechend
erhöht.
Baake beklagte, dass in der öffentlichen Debatte zum wiederholten Mal
„volkswirtschaftlich oder direkt beim Stromkunden Kosten senkende Effekte des
Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Milliardenhöhe unterschlagen werden“. So
führe der wachsende Anteil Erneuerbarer Energien an der Strombörse insgesamt zu
einer Senkung der Preise, weil die am teuersten produzierenden konventionellen
Kraftwerke nicht mehr oder seltener hochgefahren werden müssen. Dieser so
genannte „Merit-Order-Effekt“ belief sich nach wissenschaftlichen
Untersuchungen 2006 auf etwa drei bis fünf Milliarden Euro, für 2007 und 2008
ergäben Schätzungen einen Preissenkungseffekt von drei bis etwas mehr als vier
Milliarden Euro. Das allein entspricht etwa der Hälfte der für 2010 errechneten
Mehrkosten durch Erneuerbare Energien von 8,2 Milliarden Euro. Auf 1,2
Milliarden Euro werde sich 2010 der Wert der durch Strom aus Erneuerbaren
Energien eingesparten CO2-Zertifikate summieren. Steigen die derzeit sehr
niedrigen Preise für die Verschmutzungsrechte, erhöhe sich dieser
Entlastungseffekt entsprechend. Hinzu kämen heute für das Jahr 2010 noch nicht
abschätzbare Nettoersparnisse, weil wegen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien
weniger Energierohstoffe nach Deutschland importiert werden müssen. Für das
Jahr 2008 wurden die Importersparnisse im Stromsektor auf 2,7 Milliarden
geschätzt.
Der mit Abstand größte Nutzen des Einsatzes von Erneuerbaren Energien ergebe
sich jedoch aus den wegen der CO2-Einsparung vermiedenen Schäden durch den
Klimawandel. Diese liegen nach wissenschaftlichen Abschätzungen mit 70 Euro pro
Tonne CO2 fünfmal höher als die Preise, die derzeit für
CO2-Emissionszertifikate bezahlt werden müssen. Diese so genannten vermiedenen
externen Kosten steigen im Jahr 2010 voraussichtlich auf rund sechs Milliarden
Euro, wobei die Schäden durch andere Schadstoffe der konventionellen
Stromerzeugung wie Schwermetalle, Stickoxide oder Feinstaub noch nicht
berücksichtigt seien. „Bei einer ehrlichen Rechnung, die die Entlastungseffekte
einbezieht, kommen wir eher auf eine dämpfende Wirkung der Erneuerbaren
Energien als eine den Preis treibende“, sagte Baake.
Die Leiterin Klimaschutz und Energiewende der DUH, Cornelia Ziehm, forderte die
Stromversorger auf, „die Mär von der Kostenexplosion durch Erneuerbare Energien
nicht noch einmal aufzutischen“. Nachweislich seien es nicht die Erneuerbaren
gewesen, die für die Preissteigerungen der vergangenen Jahre verantwortlich
gewesen seien. „Bevor die Stromversorger nun eine neue Preisrunde einläuten und
die Erneuerbaren Energien dafür verantwortlich machen, sollten sie erst einmal
die in der Wirtschaftskrise gesunkenen Börsenpreise angemessen an ihre Kunden
weitergeben“, forderte Ziehm. Sie wies darauf hin, dass die EEG-Umlage nach
allen Prognosen nur noch wenige Jahre ansteige, weil insbesondere im Bereich
der Fotovoltaik, große Kostensenkungen zu erwarten seien, während Strom aus
fossilen Brennstoffen tendenziell teurer werde.
Darüber hinaus verfolge das EEG neben klima- und energiepolitischen, auch
industrie- und arbeitsmarktpolitische Ziele. Ziehm wies auch darauf hin, dass
gerade die stromintensive Industrie in Deutschland seit Jahren vom EEG
profitiere. Ihr Anteil an der Umlage sei auf symbolische 0,05 Cent/kWh
begrenzt, während sie gleichzeitig vom Strompreis senkenden Merit-Order-Effekt
profitiere. Ziehm: „Was wir derzeit erleben, ist ein neuer Auftakt im Kampf der
traditionellen Energiewirtschaft mit ihren Atom- und Kohlekraftwerken gegen den
Ausbau der Erneuerbaren, die ihnen jedes Jahr ein Prozent Marktanteil abnehmen.
Er ist die Begleitmusik zu den Plänen der zukünftigen Bundesregierung zum
Ausstieg aus dem Atomausstieg.“
Deutsche Umwelthilfe
DUH, 18.10.2009
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Hinweis: lesen Sie den Kommentar nach dem folgenden Artikel.
EEG-Umlage steigt 2010 an
Strompreisentwicklung zeigt: Erneuerbare Energien sind keine Kostentreiber
Berlin, 16. Oktober 2009: Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben gestern
die prognostizierte EEG-Umlage für das Jahr 2010 veröffentlicht, die zum ersten
Mal nach der neuen Ausgleichsmechanismusverordnung ermittelt wurde. Danach
zahlen Verbraucher pro Kilowattstunde künftig 2 Cent für die Vergütung des
Stroms aus Erneuerbaren Energien statt wie bisher geschätzt ca. 1,2 Cent.
Gründe für die deutlich höhere Umlage im kommenden Jahr sind der Einbruch des
Börsenpreises für Strom aufgrund der Wirtschaftskrise, veränderte
Berechnungsmethoden nach der neuen Verordnung und ein schnelleres Wachstum der
Erneuerbaren Energien. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) weist die
Schlussfolgerung, die Erneuerbaren Energien trieben den Strompreis in die Höhe,
als falsch zurück.
Während die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise in den letzten zehn Jahren
um 9,3 auf 23,2 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gestiegen seien, habe sich der
Anteil der EEG-Umlage im gleichen Zeitraum lediglich von 0,2 auf 1,1 Cent pro
kWh erhöht (s. Grafik). „Das zeigt: Der eigentliche Preistreiber ist die
Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen“, sagt Björn Klusmann,
BEE-Geschäftsführer. Trotz zuletzt gesunkener Börsenpreise seien die
Strompreise für Haushaltskunden bisher nicht zurückgegangen. Die Versorger
hätten höhere Gewinne eingestrichen, statt die Entlastungen an die Verbraucher
weiterzugeben.
Grundlage für die neue Prognose der EEG-Umlage sind die Strombörsenpreise von
2009, die wegen der Wirtschaftskrise deutlich niedriger lagen als in der
Vergangenheit. „Zieht mit der erwarteten wirtschaftlichen Erholung der
Strompreis wieder an, verkleinert sich die Differenz zwischen dem Börsenpreis
und der Vergütung für Erneuerbaren Strom und damit auch die jetzt sehr hoch
angesetzte Umlage“, erläutert Klusmann. Fast die Hälfte der prognostizierten
Umlageerhöhung beruhe auf diesem Effekt. Aus dem schnelleren Ausbau der
Erneuerbaren Energien im Stromsektor resultiere nur etwa ein Drittel der
Umlageerhöhung.
Klusmann: „Das zusätzliche Geld für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist
gut angelegt. Denn die Rohstoffpreise und damit die Kosten für konventionelle
Stromerzeugung steigen in absehbarer Zeit wieder an. Erneuerbare Energien
liefern deshalb schon bald günstigeren Strom als konventionelle Quellen.
Außerdem wird die EEG-Umlage trotz des weiteren rasanten Ausbaus der
Erneuerbaren bereits ab 2015 zurückgehen.“
BEE, 16.10.2009
Kommentar:
Es gehört nicht viel dazu zu erkennen, dass die Förderung der
"Erneuerbaren" zur Preisentwicklung beiträgt. Den Rest sieht der "Verbraucher",
wie der deutsche Michel gern genannt wird, nicht. Da lassen sich dann tolle
Märchen erzählen. Da wären z.B. die hohen Investitionen in Einspeisung und
Regelung, zu denen die Netzbetreiber gesetzlich gezwungen werden. Diese Kosten
werden auf den Strompreis umgelegt. Dass die DUH in dieselbe Kerbe haut, darf
nicht verwundern. Als dreist darf man da schon den Hinweis auf den modernen
Ablasshandel, im Neudeutsch der "Umweltschützer" CO2 Zertifikate-Handel
genannt, nennen. Jeder Cent aus diesem volkswirtschaftlichen Irrsinn wird auf
die Preise umgelegt, da wird vom Michel draufgezahlt und nicht gespart.
Bezeichnend ist immer wieder das reflexartige Aufheulen und Dementieren derer,
die an irgendwelchen Tröpfen hängen, für die am Ende der Steuerzahler aufkommt.
Es war schon immer so, dass in einer Religion den Menschen Angst eingeredet
wird, um ihnen in die Taschen zu langen. So ist es auch bei der Ersatzreligion
"Klimaschutz". Ich glaube dem Wolf nicht - und wenn er doppelt so viel Kreide
frisst. Der Bock als Gärtner hat noch keine schönen Beete produziert. Da
ist unser ach so geliebter Vater Staat viel ehrlicher: er zieht uns brutal die
letzten Hemden aus - und schweigt fein still zu seiner wohl dokumentierten
Abzocke.
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Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien steigen
Starker Ausbau der Erneuerbaren Energien und Wirtschaftskrise führen zu
Anstieg der "EEG-Kosten"

Berlin, 15. Oktober 2009 – Der starke Ausbau der erneuerbaren Energien wird im
Jahr 2010 zu höheren Kosten führen, die über das gesetzlich festgelegte
Umlageverfahren von den Stromkunden zu tragen sind. Im Jahr 2010 müssen
Verbraucher 2 Cent pro Kilowattstunde für jede verbrauchte Kilowattstunde zur
Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien zahlen. Gegenüber dem für 2009
erwarteten Wert entspricht das einer Steigerung um rund 75 Prozent. Bereits
jetzt ist abzusehen, dass die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
geförderten Strommengen im nächsten Jahr um rund 21,7 Prozent gegenüber 2009
steigen werden. Deshalb werden die Vergütungszahlungen an die Betreiber von
Wind-, Solarstrom- und Biomasseanlagen von rund zehn Milliarden Euro 2009 auf
rund 12,7 Milliarden Euro im Jahr 2010 steigen, teilte der Bundesverband der
Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit.
"Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist wichtig und
richtig, hat allerdings auch seinen Preis. Das sollte ehrlich kommuniziert
werden. Wir kommen jetzt in die Phase, in der wir die erneuerbaren Energien
schrittweise in den Markt integrieren müssen", sagte Hildegard Müller,
Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW) heute in Berlin.
Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien wirkt sich nach Angaben des BDEW
auch die aktuelle konjunkturelle Lage auf die Höhe der EEG-Umlage aus: So sinkt
durch die Wirtschaftskrise der Stromverbrauch in Deutschland. Die ermittelten
EEG-Kosten müssen daher auf einen kleineren Stromabsatz aufgeteilt werden.
Zudem wirkt sich auch der durch die Wirtschaftskrise gesunkene Börsenpreis für
Strom steigernd auf die EEG-Umlage aus, denn damit sinken trotz gesetzlich
fixierter Vergütungszahlungen an die Anlagenbetreiber die Vermarktungserlöse
der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) beim Verkauf der EEG-Strommengen an der
Leipziger Strombörse EEX.
Einen wichtigen kostendämpfenden Effekt hat hingegen die im Juli 2009 vom
Deutschen Bundestag verabschiedete Umstellung des so genannten
Wälzungsmechanismus: Diese Umstellung führt zu Kosteneinsparungen und erhöht
die Transparenz des EEG deutlich. Für die Unternehmen bringt die Verordnung
darüber hinaus Effizienzsteigerungen und Planungssicherheit, denn mit der
Abschaffung der physikalischen Wälzung entfällt das Prognoserisiko, da sie
keinen hinsichtlich der Menge monatlich schwankenden EEG-Strom mehr abnehmen
müssen.
Die EEG-Umlage tritt mit der Umstellung des Wälzungsmechanismus durch die
Ausgleichsmechanismusverordnung an die Stelle der bisherigen EEG-Mehrkosten,
die die Vertriebe in ihre Preise einkalkuliert haben. Durch die jetzt
veröffentlichte EEG-Umlage steigt der bisherige Kostenbestandteil
"EEG-Mehrkosten" des Haushaltskundenpreises. Die Bildung des Strompreises für
Haushaltskunden beruht jedoch auf mehreren Faktoren: Neben den Kosten für die
Beschaffung von Strom haben auch die Netzentgelte (2009: ca. 24 Prozent) und
staatliche Belastungen (Umsatzsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und
Umlagen (2009: ca. 39 Prozent) Einfluss auf die Strompreise für
Haushaltskunden. Inwieweit die erhöhte EEG-Umlage kompensiert werden kann,
hängt von der Entwicklung der anderen Faktoren des Strompreises ab.
Presseinformation BDEW
zur Bekanntgabe der EEG-Umlage 2010
15.10.2009
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BDEW zur aktuellen Strompreisdiskussion
Beschaffung von Strom erfolgt langfristig
Verschiedene Faktoren beeinflussen Strompreis für Haushalte / Staatliche
Belastungen seit 1998 auf gut 39 Prozent gestiegen
Berlin, 6. Oktober 2009 - "Die meisten Unternehmen haben den Großteil des
Stroms, den sie heute an ihre Haushaltskunden liefern, in verschiedenen
Tranchen innerhalb der vergangenen zwei Jahre, in vielen Fällen sogar innerhalb
der vergangenen drei Jahre beschafft. So werden Risiken bei der
Strombeschaffung auf dem Großhandelsmarkt, der Börse minimiert, denn lange
Einkaufszeiträume bedeuten einen geringeren Einfluss von Preisspitzen.
Insbesondere im Jahr 2008 waren die Börsenpreise im Schnitt höher als heute",
erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur
aktuellen Diskussion um die Höhe der Strompreise.
Anders sehe dies beim Strom für Industriekunden aus: "Strom für die Industrie
wird zeitnah zum Vertragsabschluss mit dem Kunden eingekauft. Deshalb machen
sich die aktuellen Preise am Großhandelsmarkt schneller beim Industriekunden
bemerkbar, damit ist aber auch ein höheres Risiko in Bezug auf Preisspitzen
verbunden. In der Regel laufen die Verträge der Industriekunden über ein Jahr",
erklärte der BDEW.
Die Bildung des Strompreises für Haushaltskunden beruhe auf mehreren Faktoren:
Neben den Kosten für die Beschaffung von Strom an der Börse hätten auch die
Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben wie zum Beispiel die Belastungen aus dem
Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) Einfluss auf die Strompreise für
Haushaltskunden. Der BDEW unterstützt die Maßnahmen im Bereich der Erneuerbaren
Energien grundsätzlich, erwartet aber, dass die Politik auch öffentlich
Verantwortung für diesen Anteil an der Stromrechnung übernimmt.
In den vergangenen Jahren sind nach Angaben des Branchenverbandes die
staatlichen Belastungen am Strompreis für Haushalte stark gestiegen: Der Betrag
für Steuern und Abgaben auf der Stromkundenrechnung wuchs von gut zwölf Euro
auf knapp 26 Euro im Monat. Diese staatliche Belastung mache 2009 im
Bundesdurchschnitt knapp 39 (1998: 25) Prozent der Stromrechnung eines
Drei-Personen-Musterhaushalts aus.
"Der Kunde hat aber die Möglichkeit, seine Stromrechnung zu beeinflussen. Er
hat die Wahl zwischen zahlreichen Produkten und Anbietern im Strommarkt. Die
Verbraucher sollten sich informieren und sich beraten lassen, um den für sie
günstigsten Tarif wählen zu können", so der BDEW.
Presseinformation
BDEW, 06.10.2009
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Auch nach Tarifanpassungen der Gasversorger
Heizöl ist weiterhin der deutlich preisgünstigere Energieträger
Heizöl behauptet sich als vergleichsweise preisgünstiger
Wärmeenergieträger. Im Mittel der ersten fünf Monate dieses Jahres war Heizöl
bundesdurchschnittlich um rund 60 Prozent billiger zu beziehen als
beispielsweise Erdgas. Im Schnitt kostete eine 3000-Liter-Partie Heiz öl im
Zeitraum von Januar bis Mai 2009 rund 911 Euro weniger als die entsprechende
Menge Erdgas (33.540 kWh einschließlich Grundgebühr).
Auch nach den Tarifanpassungen zahlreicher Erdgasversorger im Gefolge der
Ölpreisbindung zum April und Mai erweist sich Heizöl weiterhin als die deutlich
günstigere Energie. Zum Stichtag 13. Mai 2009 waren 3000 Liter Heizöl im
bundesweiten Mittel für 1533 Euro zu haben, die äquivalente Menge Erdgas
kostete 46,5 Prozent mehr, nämlich 2246 Euro. Auf den Liter umgerechnet lauten
die Vergleichszahlen: 74,9 Cent für Erdgas und 51,1 Cent für Heizöl. Einer
Familie in einem ölbeheizten Haus blieben also bei einem Energieeinkauf im Mai
rund 713 Euro mehr in der Haushaltskasse als ihren Nachbarn mit einer
Gasheizung.
Dabei ist nicht berücksichtigt, dass Ölheizungsbetreiber aufgrund ihrer
individuellen Energiebevorratung im eigenen Tank oftmals deutlich unter den
Durchschnittspreisen einkaufen können. So haben zahlreiche Haushalte mit einer
Ölheizung den Preistiefstand Mitte März genutzt, um zum Literpreis von ungefähr
46 Cent noch einmal vollzutanken. Je nach Lagerkapazität haben sie damit schon
bis in den übernächsten Winter gut vorgesorgt.

IWO
11.06.2009
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BBU-PREISDATENBANK: ENERGIE IMMER TEURER
Fernwärme, Gas, Mieterstrom, Wasser, Müllabfuhr und Grundsteuern:
Land Brandenburg, Berlin und deutsche Großstädte im Vergleich
HEIZEN, WASSER, MÜLL MACHEN LEBEN TEUER
BBU-PREISDATENBANK MACHT VER- UND ENTSORGERPREISE VERGLEICHBAR
Wo muss für Energie, Wasser und Müll am meisten ausgegeben werden? Mit seiner
neuen Preisdatenbank mit Stand 1. Januar 2009 macht der Verband
Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) Preise und ihre
Veränderungen für bis zu 59 Städte im Land Brandenburg sowie Berlin und 18
weitere deutsche Großstädte vergleichbar. Ziel des BBU: Mehr Transparenz durch
bessere Vergleichbarkeit.
Die Berechnungen des BBU basieren auf dem durchschnittlichen Verbrauch eines
standardisierten Modellhaushalts in einem Mehrfamilienhaus mit 30 Wohnungen.
BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: „Durch die Standardisierung machen wir
die Preise und Tarife für Fernwärme, Gas, Strom, Wasser und Müll in einzelnen
Städten miteinander vergleichbar. Verbraucher können sich dadurch kritisch mit
ihren regionalen Ver- und Entsorgern auseinander setzen. Hierdurch wollen wir
als Vermieterverband einen Beitrag zu mehr Transparenz leisten.“ Für alle durch
Monopole oder Oligopole erbrachte Ver- und Entsorgungsdienstleistungen mahnte
Burkardt eine konsequente staatliche Marktaufsicht an.
Energie deutlich teurer
Im Januar 2009 waren die Preise für Haushaltsenergie in den vom BBU untersuchten
Städten deutlich höher als im Januar 2008. Besonders ausgeprägt war der
Preisauftrieb bei der Heizenergie. So wurde im brandenburgischen Durchschnitt
Fernwärme um rund 16 und Gas um 15 Prozent teurer. Dabei gab es Anhebungen um
bis zu 37 (Fernwärme) bzw. 32 Prozent (Gas). In den Groß- und Landeshauptstädten
verteuerte sich Fernwärme um knapp 19 und Gas um über 20 Prozent. Beim Strom war
die Verteuerung sowohl im Land Brandenburg als auch in Berlin und den 18
weiteren deutschen Großstädten mit rund vier Prozent geringer.
Teures Landleben
Ver- und Entsorgungsdienstleistungen sind im Land Brandenburg oft deutlich
teurer als in Berlin. Fernwärme kostet im brandenburgischen Durchschnitt rund 60
Prozent und Strom über 15 Prozent mehr als in Berlin. Am deutlichsten ist die
Preisdifferenz mit über 115 Prozent beim Müll. Im Land Brandenburg sind zudem
auch die regionalen Preisunterschiede oft eklatant. Burkardt: „Fernwärme ist in
Falkensee fast doppelt so teuer wie in Spremberg, Müllentsorgung kostet in
Hennigsdorf, Oranienburg und Zehdenick mehr als dreimal so viel wie in Bernau
oder Eberswalde. Wieso?“
Berlin schneidet relativ gut ab – außer beim Wasser
Wasser bleibt in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Millionenstädten sehr
teuer. Bei den anderen vom BBU untersuchten Ver- und Entsorgungsdienstleistungen
schneidet die Stadt hingegen vergleichsweise gut ab. „Der Senat sollte durch
Einrichtung einer von ihm unabhängigen Preisüberwachungsstelle dafür sorgen,
dass das auch so bleibt“, so Burkardt. Außerdem forderte er eine Offenlegung der
Teilprivatisierungsverträge der Berliner Wasserbetriebe (BWB).
DIE THEMEN
Land Brandenburg: Energie teurer, Wasser teilweise billiger
Berlin im Großstadtvergleich: Wasser teuer, Energie relativ günstig
Warum die BBU-Preisdatenbank?
Aufbau und methodische Grundlagen der BBU-Preisdatenbank
Tabellenteil
ANHANG
BBU: Daten und Fakten
Ver- und Entsorger
Einwohnerzahlen der untersuchten Städte
LAND BRANDENBURG: ENERGIE TEURER, WASSER TEILWEISE BILLIGER
Zwischen Januar 2008 und Januar 2009 hat sich im Land Brandenburg vor allem die
Heizenergie deutlich verteuert. Bei Wasser und Müll blieben die Preise im Mittel
stabil. In einigen Fällen – allen anderen voran Cottbus – kam es aber auch hier
zu deutlichen Aufschlägen. Die Preisdifferenzen zwischen teuersten und
günstigsten Ver- und Entsorgern bleiben groß, und haben sich im Falle der
Fernwärme sogar noch ausgeweitet.
1. ENERGIE
FERNWÄRME: PREISDIFFERENZEN AUSGEWEITET
Bei der Fernwärme sind die Preise im brandenburgischen Mittel um rund 16 Prozent
angehoben worden. Preisanhebungen gab es mit nur zwei Ausnahmen in allen vom BBU
in dieser Kategorie untersuchten 33 Städten. In Neuruppin blieben die Preise
unverändert, in Lübbenau sanken sie um fast vier Prozent, in Werder um 1,7
Prozent.
Spitzenreiter bei den Preisanhebungen waren Guben (+ 36,9 %) und Strausberg (+
34,5 %). In Falkensee, wo Fernwärme mit fast 158 Euro pro MWh am teuersten ist,
kletterte der Preis um fast 34 Prozent. Im Vorjahr hatte Falkensee im
BBU-Vergleich den zweiten Platz belegt. Auf Nachfrage des BBU wurden hier stark
gestiegene Gaspreise als Grund für die weitere Anhebung angegeben. Die
Stadtwerke Hennigsdorf – zweitteuerster Fernwärmeversorger im BBU-Preisvergleich
– teilten auf BBU-Anfrage mit, dass die Fernwärmepreise im kommenden Jahr nach
Inbetriebnahme des neuen Biomasse-Heizkraftwerks wieder sinken sollen.
Zwischen günstigster (Spremberg) und teuerster (Falkensee) Fernwärmeversorgung
liegt die Preisdifferenz je MWh bei gut 77 Euro bzw. fast 100 Prozent. In
Falkensee muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 9,6 Megawattstunden (MWh)
pro Jahr rund 743 Euro mehr für Fernwärme bezahlen als einer in Spremberg.
GAS: PREISE KRÄFTIG GESTIEGEN
Auch Gas wurde mit einer durchschnittlichen Preissteigerung um 15 Prozent
deutlich teurer. Hier gab es in allen 38 vom BBU in dieser Kategorie
untersuchten Städten Anhebungen.
Besonders auffällige Preissteigerungen gab es in Finsterwalde (+ 32,2 %) sowie
in Königs Wusterhausen, Seelow und Strausberg (+ 29,9 %). In Angermünde, wo Gas
im BBU-Vergleich im Land Brandenburg am teuersten ist, stieg der Gaspreis um
über 21 Prozent. Im Vorjahr hatte Angermünde im BBU-Vergleich noch den 20. Platz
belegt.
Die Preisdifferenz zwischen günstigster (Beelitz) und teuerster (Angermünde)
Gasversorgung beträgt rund zehn Euro oder 14,3 Prozent je MWh. In Angermünde
muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von zehn MWh pro Jahr rund 95 Euro
mehr für Gas bezahlen als einer in Beelitz.
STROM: FAST DURCHWEG ERHÖHUNGEN
Strom wurde im brandenburgischen Mittel um 4,2 Prozent teurer. Mit wenigen
Ausnahmen kletterte der Strompreis bei den lokalen Versorgern aller 59 vom BBU
in dieser Kategorie untersuchten Städte.
Spitzenreiter bei den Erhöhungen waren Frankfurt (Oder) und Oranienburg (+ 9,8
bzw. 9,7 %). In Eberswalde, im BBU-Vergleich die Stadt mit den höchsten
Strompreisen im Land Brandenburg, stieg der Preis um gut acht Prozent. Beim
Vorjahresvergleich war Eberswalde zweitteuerster Versorger im Land Brandenburg.
Die Preisdifferenz zwischen günstigster (Senftenberg) und teuerster (Eberswalde)
Stromversorgung beträgt rund 21 Prozent je Kilowattstunde (kWh). In Eberswalde
muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh pro Jahr rund 113 Euro
mehr für Strom bezahlen als einer in Senftenberg.
2. WASSER: COTTBUS + 5,3 PROZENT, WERDER - 5,0 PROZENT
Die Preise für Wasserver- und Abwasserentsorgung sind im Land Brandenburg mit
einem durchschnittlichen Anstieg um 0,5 Prozent eher stabil geblieben. In
etlichen Städten sanken die Kubikmeterpreise sogar. „Das führen wir auf den auch
wegen unserer Preisdatenbank gestiegenen öffentlichen Druck zurück“, so Burkardt.
Spitzenreiter bei den Preissteigerungen waren Cottbus (+ 5,3 %) sowie Potsdam (+
4,5 %). Deutlich gesenkt wurden die Preise hingegen in Werder (- 5,0 %), Ketzin
(- 4,9 %) und Oranienburg (-4,7 %). Beim teuersten Versorger in Luckau blieben
die Preise unverändert. Er hatte auch beim Vorjahresvergleich den ersten Platz
belegt.
Die Preisdifferenz zwischen günstigstem (WAC Calau) und teuerstem (TAV Luckau)
Ver- und Entsorger liegt je Kubikmeter bei rund vier Euro bzw. 110 Prozent. In
Luckau muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 100 Kubikmetern pro Jahr
fast 400 Euro mehr für Wasser bezahlen als einer in Lübbenau.
3. MÜLL: COTTBUS + 13,6 PROZENT, BRANDENBURG (HAVEL) - 4,6 PROZENT
Im brandenburgischen Mittel kam es zwischen Januar 2008 und Januar 2009 zu
keinen Veränderungen bei den Müllgebühren. Bei einigen Entsorgern kam es jedoch
zu deutlichen Ausschlägen. Ein Sonderfall ist hier Potsdam, wo die Gebühren
wegen Überzahlung in der Vergangenheit stark gesenkt wurden. Burkardt: „Bei der
Senkung der Gebühren um 30,5 Prozent handelt es sich aber um einen kurzfristigen
Effekt, der das Bild insgesamt verzerrt.“
Spitzenreiter bei den Erhöhungen waren Cottbus (+ 13,6 %) und Schwedt (Oder) (+
8,1 %). Deutliche Gebührensenkung gab es außer in Potsdam noch in Brandenburg
(Havel)
(- 4,6 %) sowie in Angermünde, Prenzlau und Templin, die von einem Entsorger
betreut werden (jeweils - 2,4 %).
Die Preisdifferenz zwischen günstigster (Potsdam) und teuerster (Hennigsdorf,
Zehdenick, Oranienburg) Müllentsorgung beträgt je Kubikmeter knapp 60 Euro bzw.
271 Prozent. In Hennigsdorf muss ein Haushalt bei einem Jahresmüllaufkommen von
3,12 Kubikmetern pro Jahr gut 186 Euro mehr für die Müllentsorgung bezahlen als
einer in Potsdam.
4. GRUNDSTEUERHEBESATZ
Die Grundsteuerhebesätze blieben im brandenburgischen Mittel stabil. In der
überwiegenden Mehrzahl der in dieser Kategorie untersuchten Städte gab es keine
Veränderungen.
Zu Erhöhungen kam es in Ketzin (+ 45 Prozentpunkte), Wittstock (+ 30
Prozentpunkte), Eisenhüttenstadt (+ 5 Prozentpunkte) und Frankfurt (Oder) (+ 4
Prozentpunkte). Der Hebesatz sank in Angermünde (- 35 Prozentpunkte). Potsdam
blieb die Stadt mit dem höchsten Grundsteuerhebesatz (493 %). Die Differenz
zwischen niedrigstem (Zehdenick) und höchstem (Potsdam) Hebesatz beträgt rund 64
Prozent.
BERLIN IM GROSSSTADTVERGLEICH: WASSER TEUER, ENERGIE RELATIV GÜNSTIG
Zwischen Januar 2008 und Januar 2009 sind in Berlin Gas und Müllentsorgung
teurer geworden. Preise und Tarife für Fernwärme, Strom und Wasser sind hingegen
stabil geblieben. Im Vergleich zu den anderen deutschen Millionenstädten bleibt
Wasser in Berlin am teuersten. Burkardt: „Das teure Berliner Wasser ist nicht
nur eine Bürde für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ein Standortnachteil
für Industrie und Gewerbe.“
1. ENERGIE
FERNWÄRME: IN BERLIN UM 1,8 PROZENT TEURER ALS 2008
Fernwärme kostete im Januar 2009 im Durchschnitt der vom BBU untersuchten 19
deutschen Groß- und Landeshauptstädte rund 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Die
Preise stiegen in 17 Städten.
Am stärksten verteuerte sich Fernwärme in Schwerin (+ 40,1 %) und Magdeburg (+
36,1 %). Billiger wurde sie in Leipzig (- 4,5 %) und Chemnitz (- 2,5 %).
In Berlin stieg der Preis je MWh um 1,8 Prozent. Mit 69,11 Euro je MWh bleibt
Berliner Fernwärme vergleichsweise günstig. Die Preisdifferenz zwischen Berlin
und dem teuersten Versorger (Schwerin) lag bei fast 70 Euro bzw. rund 100
Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von 9,6 MWh zahlt ein Berliner Haushalt damit
pro Jahr rund 666 Euro weniger als einer in Schwerin. Zum 1. April 2009 hat
Vattenfall in Berlin den Fernwärmepreis aber um rund zehn Prozent erhöht.
ERDGASPREIS STEIGT IN BERLIN UM 16,2 PROZENT
Im Durchschnitt der 19 untersuchten deutschen Groß- und Landeshauptstädte
verteuerte sich Gas um 19,7 Prozent. Der Gaspreis stieg in allen Städten.
Spitzenreiter bei den Erhöhungen waren Frankfurt am Main (+ 39,8 %) und Dresden
(+ 35,7 %). Am niedrigsten war die Erhöhung in Erfurt (+ 2,5 %).
In Berlin wurde Gasag-Gas bis zum 1.1.2009 um 16,2 Prozent teurer. Gas bleibt in
Berlin vergleichsweise günstig. Die Preisdifferenz zum teuersten Anbieter
(Leipzig) betrug knapp 16 Euro bzw. 23 Prozent je MWh. Bei einem Jahresverbrauch
von zehn MWh zahlt ein Berliner Haushalt damit pro Jahr rund 160 Euro weniger
als einer in Leipzig.
STROMPREIS IN BERLIN STABIL
Die durchschnittliche Strompreissteigerung lag bei 4,5 Prozent. Strom wurde in
elf der 19 untersuchten Groß- und Landeshauptstädte teurer. In acht Städten kam
es zu keiner Veränderung.
Am stärksten war die Preissteigerung in München (+ 12,5 %) und Frankfurt am Main
(+ 11,0 %).
Mit einem Preis von 0,215 Euro je kWh ist Strom in Berlin im Vergleich der 19
Städte am günstigsten. Die Preisdifferenz zum teuersten Anbieter (Leipzig) liegt
bei 0,037 Euro je kWh bzw. 17 Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh
zahlt ein Berliner Haushalt damit pro Jahr rund 93 Euro weniger als einer in
Leipzig.
3. WASSER BLEIBT IN BERLIN SEHR TEUER
Beim Trink-, Ab- und Niederschlagswasser kam es in neun von 19 Städten zu
Erhöhungen. In zwei Städten wurde der Preis gesenkt. Insgesamt blieben die
Wasserpreise in den untersuchten 19 Groß- und Landeshauptstädten mit einer
durchschnittlichen Steigerung um 1,4 Prozent relativ stabil.
Am stärksten wurden die Preise in München (+ 12,5 %) und Rostock (+ 4,3 %)
angehoben. In Chemnitz sanken die Preise (- 3,1 %).
Unter den deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern belegt Berlin
beim Wasserpreis weiterhin klar den ersten Platz. Die Preisdifferenz zum
günstigsten Millionenstadtversorger (Köln) liegt bei 1,86 Euro bzw. 57 Prozent
je Kubikmeter. Bei einem Jahresverbrauch von 100 Kubikmetern zahlt ein Berliner
Haushalt pro Jahr 186 Euro mehr als einer in Köln.
4. MÜLL: ENTSORGUNG IN BERLIN WEITERHIN GÜNSTIG
Im Schnitt der untersuchten deutschen Groß- und Landeshauptstädte blieben die
Müllgebühren stabil. In sechs Städten kam es zu Erhöhungen, in acht zu
Gebührensenkungen.
Spitzenreiter bei den Erhöhungen sind Frankfurt am Main (+ 14,3 %), Bremen (+
6,5 %) und Berlin (+ 5,5 %). Am stärksten sanken die Müllgebühren in Potsdam (-
30,5 %) und Schwerin
(- 8,7 %). In Potsdam war die Gebührensenkung Folge vorher überhöhter Gebühren.
In Berlin bleibt die Entsorgungsgebühr trotz der kräftigen Erhöhung auf 22,92
Euro je Kubikmeter weiterhin günstiger als in den anderen Städten mit mehr als
500.000 Einwohnern. Die Preisdifferenz zum teuersten Entsorger (Frankfurt am
Main) liegt bei rund 40 Euro bzw. 167 Prozent. Ein Berliner Haushalt zahlt bei
einem jährlichen Müllaufkommen von 3,12 Kubikmetern pro Jahr gut 119 Euro
weniger als einer in Frankfurt am Main.
5. GRUNDSTEUERHEBESATZ
Die Grundsteuerhebesätze sind im Jahresvergleich stabil geblieben. In 17 der 19
untersuchten Städte gab es keine Veränderungen.
Gesenkt wurde der Grundsteuerhebesatz in Schwerin (- 10 Prozentpunkte) und
Stuttgart (- 20 Prozentpunkte).
Mit 810 Prozent bleibt der Grundsteuerhebesatz in Berlin mit Abstand am
höchsten. An zweiter Stelle folgte Dresden (635 %). Die Differenz zwischen
höchstem (Berlin) und niedrigstem (Erfurt) Hebesatz beträgt rund 119 Prozent.
WARUM DIE BBU-PREISDATENBANK?
Ziel der BBU-Preisdatenbank ist, die Preise für wichtige Ver- und
Entsorgungsdienstleistungen miteinander vergleichbar zu machen.
BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: „Wenn der Abnehmer sieht, dass sein
regionaler Anbieter teurer ist als andere, kann er auch nach den Ursachen dafür
fragen. Durch diese Transparenz wollen wir die Ver- und Entsorger unter
Rechtfertigungsdruck setzen."
Leitungsnetze oder gesetzliche Bestimmungen verhinderten oft, dass es bei
Energie, Wasser oder Müllentsorgung zu Wettbewerb komme. „Auf Märkten ohne
echten Wettbewerb ist es besonders wichtig, dass Staat und Abnehmer den
Dienstleistern auf die Finger schauen. Ohne diese Kontrolle ist bei den
Dienstleistern die Versuchung groß, ihre Marktmacht für überhöhte Preise
auszunutzen“, erläuterte Burkardt.
Preiskontrolle wichtig
Kontrolle könnten die Abnehmer aber nur dann ausüben, wenn die Preise für sie
nachvollziehbar und damit überprüfbar seien. Burkardt: „Das ist bei den oft sehr
komplizierten Preisstrukturen vieler Ver- und Entsorgungsdienstleistungen aber
meistens nicht der Fall. Deshalb haben wir für unsere Preisdatenbank einen
standardisierten Modellhaushalt gebildet, bei dem die Preise und Tarife
miteinander vergleichbar werden. Das schafft Transparenz.“
Mit dieser Transparenz wolle der BBU Ver- und Entsorger unter
Rechtfertigungsdruck setzen. Außerdem gebe der Verband seinen
Mitgliedsunternehmen in Berlin und Brandenburg mit der Preisdatenbank Argumente
für Preisverhandlungen mit Ver- und Entsorgern an die Hand.
Wohnungsunternehmen und Verbraucher federn Preiserhöhungen ab
Bei Heizenergie, Wasser und Müll kam es 2008 in Berlin und dem Land Brandenburg
zu teilweise deutlichen Preissteigerungen von durchschnittlich bis zu über 16
Prozent. Die Betriebskosten der rund zwei Millionen Mieterinnen und Mieter in
den Wohnungen der 364 BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin und Brandenburg dürften
im Abrechnungsjahr 2008 jedoch nur um durchschnittlich fünf Prozent steigen.
„Dass die massiven Preissteigerungen nur so gedämpft auf die Betriebskosten
durchschlagen dürften, ist Ergebnis der hohen Investitionen der
Wohnungsunternehmen in energiesparende Modernisierungsmaßnahmen. Damit sind sie
hervorragende Verbraucherschützer“, unterstrich Burkardt. Über die Investitionen
hinaus trugen u. a. das Aushandeln günstiger Rahmenverträge für den Einkauf von
Heizenergie, ein effizienteres Abfallmanagement durch die Beauftragung auf
spezialisierte Dienstleister und sparsameres Verbraucherverhalten der Mieter zur
relativen Stabilität der Betriebskosten bei.
Seit 1991 hätten die BBU-Mitgliedsunternehmen mehr als 31 Milliarden Euro in
ihre Bestände investiert. Mittlerweile seien über 65 Prozent der von ihnen
bewirtschafteten Wohnungen vollständig modernisiert.
DIE FORDERUNGEN DES BBU
Einsichtsrecht und Aufklärungsgebot: Die Tarifkalkulationen für Ver- und
Entsorgungspreise müssen den Kunden zugänglich gemacht werden. Hier sind die
Gesetzgeber der Länder Berlin und Brandenburg gefordert. Ver- und
Entsorgungsunternehmen müssen außerdem dafür sorgen, dass alle interessierten
Kunden ihre Kalkulationen nachvollziehen können.
Effizienzgebot: In das brandenburgische Kommunalabgabengesetz und das Berliner
Betriebegesetz muss ein Effizienzgebot für die Tarife aller Dienstleistungen
aufgenommen werden, die regional oder überregional von Monopolen erbracht werden
(z.B. Wasser oder Fernwärme). Die für diese Dienstleistungen berechneten Tarife
müssen sich an den durchschnittlichen Kosten eines wirtschaftlich gut geführten
Unternehmens orientieren. Alle darüber hinausgehenden Kosten dürfen nicht an den
Kunden weitergegeben werden.
Preisstandards für Wasser, Müll und Energie: Aufgrund der Preisstrukturen sind
die Preise für Strom, Heizenergie, Müll oder Wasser kaum vergleichbar. Deshalb
muss mit Unterstützung der Landesregierung ein einheitlicher „effektiver
Energie- und Wasserpreis“ eingeführt werden. Analog zum „effektiven Jahreszins“
der Finanzwirtschaft kann er die Voraussetzungen für eine Vergleichbarkeit von
Preisen und Tarifen schaffen.
Kein Vorrang für Fernwärmemonopole: Fernwärmevorrangsatzungen sichern den
Versorgern in vielen brandenburgischen Gemeinden eine bequeme Monopolstellung
und können deshalb zu überhöhten Preisen führen. Diese Satzungen müssen
überprüft und dort, wo es sinnvoll ist, abgeschafft werden.
Unabhängige Preisprüfung und Preisfestsetzung: In Berlin und dem Land
Brandenburg müssen die Stellen, die für Preisgenehmigung (Gebühren bei Wasser
und Müll) und Preisüberwachung (Energie) zuständig sind, unabhängig von Senat
(Berlin) bzw. Kommunen und Kreisen (Land Brandenburg) werden. Diese Stellen
müssen personell und materiell angemessen ausgestattet werden.
AUFBAU UND METHODISCHE GRUNDLAGEN DER BBU-PREISDATENBANK
Die BBU-Preisdatenbank gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil enthält für
kreisfreie Städte, Kreisstädte sowie weitere mittelgroße Städte des Landes
Brandenburg Angaben zu den Preisen, Tarifen und Steuersätzen zum Stichtag 1.
Januar 2009. Ausgewertet sind sie für die Leistungsarten Fernwärme, Erdgas,
Strom, Trink-, Ab- und Niederschlagswasser, Müllentsorgung sowie Grundsteuer.
Der zweite Teil vergleicht diese Preise und Gebühren für Berlin mit den größten
deutschen Städten, den Landeshauptstädten der neuen Länder sowie mit weiteren
Großstädten der neuen Länder.
Vergleich mit dem Vorjahr
Die Tabellen weisen die Veränderungen zum Vorjahr (1.1.2008) aus. Neben der
prozentualen Angabe der Veränderung zeigen rote (Anhebung) oder grüne (Senkung)
Pfeile die Veränderungen an. Gab es keine Veränderungen, steht in dieser Rubrik
ein Gedankenstrich.
Vergleichbarkeit durch Standardisierung
Die Preise in den einzelnen Städten sind für jeweils gleiche Leistungen
berechnet, ungeachtet
möglicher realer örtlicher Mehr- oder Minderverbräuche. Das heißt: Nur diese
Mischpreise sind
miteinander vergleichbar.
Sie geben allerdings nur begrenzt Aufschluss über die real entstehenden Kosten,
da die von den Wohnungsunternehmen mit den Mietern abgerechneten Betriebskosten
neben den Preisen auch auf unterschiedlichem Ausstattungsgrad der Wohngebäude
und unterschiedlichem Verbrauchsverhalten beruhen können.
Modellgebäude
Die berechneten Mischpreise gelten nur für den Verbrauchsfall des Modellhauses.
Für kleinere
oder größere Gebäude, für größere oder geringere Verbräuche ergeben sich jeweils
andere
Mischpreise. Um die Vergleichbarkeit zu sichern, wurden die Leistungen und
Verbräuche für ein Mehrfamilienhaus unter folgenden Annahmen getroffen:
30 Wohnungen, 2.000 m² Gesamtwohnfläche; zwei Personen je Haushalt
Grundstücksgröße: 2.400 qm m² mit Straßenfront von 80 m und Tiefe von 30 m.
Mischpreise und Indexbildung
Für die o. g. Leistungen und Verbräuche wurden die jeweiligen örtlichen Preise
bei den BBU-Mitgliedsunternehmen und/oder bei den Ver-/Entsorgern erhoben. Aus
den einzelnen – teilweise sehr unterschiedlichen – Preisbestandteilen wurde der
Mischpreis berechnet. Es wurde je Ort und Leistungsart eine fiktive
Jahresrechnung des Ver-/Entsorgers gebildet und dann auf die Bezugsgröße des
Modellhaushalts umgelegt. So wurde der vergleichbare Mischpreis bestimmt.
Der Mischpreis je Verbrauchseinheit enthält sämtliche Gebühren- und
Preisbestandteile, wie z.B.
Grund-, Mess-, Arbeitspreise, Servicegebühren, Zusatzleistungen wie z.B.
Behältermieten und „Komforttarife“ für längere Transportwege, etc., die von den
Ver- bzw. Entsorgungsunternehmen für ein Gebäude dieser Größe und Lage erhoben
werden. Alle Preise werden als Bruttopreise (incl. Umsatzsteuer) angegeben.
GRUNDLAGEN FÜR DIE EINZELNEN KOSTENARTEN
Den Berechnungen zu Grunde gelegt wird ein Modellhaushalt in einem
Mehrfamilienhaus mit 30 Wohnungen. Alternativrechnungen mit geringeren
Verbrauchswerten für Energie, Wasser/Abwasser und Müll zeigen, dass die
jeweiligen Mischpreise in der Regel höher sind, da die Grundkosten dann
entsprechend mehr Gewicht haben.
Fernwärme
Der Mischpreis für Wärme für Heizung und Warmwasser wird in Euro je
Megawattstunde (€/MWh) angegeben. Grundlage ist ein Anschlusswert von 160 kW,
ein Jahresverbrauch von 288 MWh bei einer Nutzungsdauer von 1.800
Vollbenutzungsstunden (144 kWh/ m² im Jahr). Diese Grundlagen sind an Erhebungen
der WIBERA Wirtschaftsberatungsgesellschaft Düsseldorf angelehnt, die
halbjährlich für die AGFW (Arbeitsgemeinschaft Fernwärme) einen Preisvergleich
der Nettopreise erstellt.
Erdgas
Der Mischpreis für Wärme für Heizung und Warmwasser wird in Euro je
Megawattstunde (€/MWh) angegeben. Grundlage ist ein Anschlusswert von 175 kW,
der Jahresenergieverbrauch wird mit 300 MWh angesetzt (150 kWh/ m² im Jahr).
Haushaltsstrom / Mieterstrom
Bezugsgröße beim Strom sind Euro je Kilowattstunde. Zugrunde gelegt wurde ein
Jahresverbrauch von 2.500 kWh je Haushalt, das entspricht dem
Durchschnittsverbrauch eines Zwei-Personen-Haushaltes. Diese Preise wurden in
die Preisdatenbank aufgenommen, da sie für Mieter eine erhebliche Kostenposition
bedeuten.
Wasser/Abwasser/Niederschlagswasser
Der Mischpreis wird in Euro je Kubikmeter (€/m³) bezogener Wassermenge
angegeben. Es wird unterstellt, dass in dem Mehrfamilienhaus mit 30 Wohnungen
pro Jahr 3.000 m³ Wasser verbraucht werden, das sind 100 Kubikmeter je Haushalt
im Jahr. Abgerechnet wird über einen Zähler des Typs Qn 6. Der Anteil des
entgeltpflichtigen Niederschlagswassers wird je Wohnung auf 15 m² Fläche (450 m²
für das Gebäude), die in die Kanalisation entwässert, festgelegt.
Müllentsorgungsgebühren
Bezugsgröße bei der Müllentsorgung sind Euro je m³ Müll. Das Müllaufkommen pro
Woche und Haushalt wird mit 60 Liter angesetzt, das sind 93,6 m³ für das Gebäude
pro Jahr. Es werden 52 Entleerungen pro Jahr berechnet. Daraus ergibt sich ein
wöchentliches Müllaufkommen von 1,8 m³. Der Abstand der Behälter zur Ladestelle
wird mit 15 m angenommen. Sofern keine wöchentliche Leerung in den Städten
durchgeführt wird, wird das Behältervolumen entsprechend dem kürzestmöglichen
Leerungsturnus erhöht. Anzahl abzurechnender Behälter bei wöchentlicher Leerung:
1 * 1,1 m³ Container und 3 * 240-Liter (sofern ein Tarif für Biomüll angeboten
wird, wird eine Tonne mit 240 Litern als Bio-Tonne berechnet).
Grundsteuer
Es wird der Grundsteuerhebesatz B angegeben.
Herkunft der Preisangaben
Die Angaben für die brandenburgischen Städte und Berlin wurden bei den
Mitgliedsunternehmen
des BBU erfragt und mit den Angaben der Ver- und Entsorger verglichen. Sofern
die Mitgliedsunternehmen in einer Stadt, wie beispielsweise bei Fernwärme,
verschiedene Preise zahlen müssen, wurde jeweils der höhere Preis dem Vergleich
zu Grunde gelegt. Die Preisangaben der anderen Großstädte beruhen auf öffentlich
zugänglichen Informationen der jeweiligen Ver- und Entsorger. Alle Ver- und
Entsorgern wurden im Zeitraum Februar bis Mai 2009 über die ermittelten Preise
informiert und erhielten die Möglichkeit, diese zu bestätigen. Die überwiegende
Mehrheit nutzte diese Gelegenheit. Bei Differenzen in den Berechnungen wurde
deren Ursache überprüft und gegebenenfalls der Mischpreis korrigiert. Einige
wenige Ver- und Entsorger gaben an, sich nicht an der Befragung beteiligen zu
wollen, da sie Preisvergleiche ablehnen.
Die BBU-Preisdatenbank wird im Jahresabstand aktualisiert.
HINWEIS
Alle Angaben sind gewissenhaft aufgrund der Rückmeldungen von
Wohnungsunternehmen, mündlichen oder schriftlichen Bestätigungen der Ver-,
Entsorger und Kommunen oder auf Grundlage von Veröffentlichungen der Ver- und
Entsorger im Internet, bzw. auf Basis der Veröffentlichungen von Gas- und
Strompreisen von Verivox erstellt worden.
Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) übernimmt
keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität
der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den BBU, welche sich
auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder
Nichtnutzung der angebotenen Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich
ausgeschlossen, sofern seitens des BBU kein nachweislich vorsätzliches oder grob
fahrlässiges Verschulden vorliegt.
Berlin, den 25. Mai 2009
Pressemappe zum Download: beim BBU
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Preisentwicklung bei Heizöl und Erdgas seit 1999
Eigener Tank macht unabhängig
Heizölkunden nutzten den Preisrückgang zur Winterbevorratung
Die Energiebevorratung im eigenen Tank hat sich für Ölheizungsbetreiber in
diesem Winter erneut als klarer Vorteil ausgezahlt. Nachdem sie die
vorausgegangene Hochpreisphase mit der Bestellung kleiner Mengen flexibel
überbrückt hatten, nutzten sie den Rückgang der Heizölpreise rechtzeitig vor der
Heizsaison, um ihren Vorrat an Wärmeenergie aufzufüllen. Viele tankten voll,
manche orderten sogar noch einmal nach, als die Literpreise in der ersten
Dezemberhälfte 2008 vielerorts die 55-Cent-Marke unterschritten. Damit waren im
Gefolge gesunkener Rohölnotierungen auch die Heizölpreise gegenüber ihrem
Höchststand im Sommer 2008 um mehr als 45 Prozent gefallen. Eine
3000-Liter-Partie war Mitte Dezember rund 1400 Euro günstiger zu bekommen als im
Sommer des vergangenen Jahres.
Unterdessen mussten die Bewohner erdgasbeheizter Häuser Mitte Dezember rund 70
Prozent mehr für ihren Brennstoff bezahlen als die Bewohner ölbeheizter. Wie aus
den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“ hervorgeht,
kostete der Liter Heizöl zum Stichtag 10. Dezember 2008 im Bundesdurchschnitt 51
Cent, die entsprechende Menge Erdgas einschließlich Grundgebühr 87,6 Cent. Auf
eine 3000-Liter-Partie bezogen, ergibt sich daraus ein Preisvorteil von rund
1100 Euro für Heizöl. Gaspreissenkungen im Zuge der Ölpreisbindung haben die
meisten Versorgungsunternehmen erst für das Frühjahr in Aussicht gestellt.
Trotz der derzeit vergleichsweise moderaten Heizölpreise warnen die
Energieexperten des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) vor falschen
Rückschlüssen: „Die Investition in effiziente Heiztechnik ist nach wie vor die
beste Absicherung gegen schwankende und vermutlich wieder steigende
Energiepreise – und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“
Öl-Brennwertgeräte mit ihrer Energieausnutzung von nahezu 100 Prozent erfüllen
die Anforderung an höchstmögliche Effizienz. Und zugleich an die Zukunft: Sie
sind problemlos mit regenerativen Energieträgern, etwa der Solarthermie oder
einem Holz-Kaminofen zu kombinieren.

Grafik: IWO
IWO-Pressedienst Modernes Heizen
Januar 2009 (Nr. 164)
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Durchschnittserlös für Gas betrug 3,70 Cent/kWh im Jahr 2007
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, betrug im Jahr
2007 der vorläufige Durchschnittserlös (Grenzpreis) für Gas 3,70 Cent je
Kilowattstunde. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Grenzpreis
damit um 2,6% gesunken. Der Grenzpreis ist gesetzlich definiert als
Durchschnittserlös je Kilowattstunde aus den Lieferungen von Gas an alle
Letztverbraucher und wird ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Gemäß der Konzessionsabgabenverordnung dient der Grenzpreis den
Energieversorgungsunternehmen als Grundlage zur Berechnung der
Konzessionsabgaben. Das sind Entgelte, die die Energieversorgungsunternehmen den
Gemeinden für das Recht zahlen müssen, die Letztverbraucher mit Gas zu versorgen
und öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu
nutzen.
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Nr. 504 vom 29. Dezember 2008
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Heizölpreise Deutschland, 1960 - 2008


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Trotz des hohen Energiepreisniveaus
Heizöl im Vergleich kostengünstig
Heizöl behauptet sich im Vergleich zu anderen Wärmeenergieträgern regelmäßig als
einer der preisgünstigsten. Trotz allgemeiner Energieverteuerung und
gestiegener Rohölnotierungen hat sich daran auch im vergangenen Jahr nichts
geändert. 2007 war Heizöl im bundesweiten Jahresdurchschnitt erneut deutlich
preiswerter als etwa Erdgas, Fernwärme oder Flüssiggas.
Im bundesweiten Jahresdurchschnitt kostete 2007 eine 3000-Liter-Partie Heizöl
1791 Euro. Für die vergleichbare Energiemenge Erdgas (33.540 kWh) mussten
einschließlich Grundgebühr bundesdurchschnittlich 307 Euro mehr, nämlich
insgesamt 2098 Euro bezahlt werden. Die entsprechende Menge Fernwärme kostete im
selben Zeitraum im Schnitt 2096 Euro, und für eine Wärmeversorgung mit
Flüssiggas fielen 2673 Euro Brennstoffkosten an.
Unter www.oelheizung.info kann die Preisdifferenz zwischen Heizöl und Erdgas
seit 1998 nachvollzogen werden. In den vergangenen zehn Jahren zahlte ein
Ölheizer mit einem Jahresverbrauch von 3000 Litern im Schnitt rund 295 Euro pro
Jahr weniger als sein Nachbar mit einer Erdgasheizung für die entsprechende
Energiemenge Erdgas. Alle Zahlenangaben basieren auf regelmäßigen Erhebungen der
Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.
IWO Pressedienst
Ausgabe Nr. 160, April 2008

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Öl und Benzin bleiben teuer
Nach Einschätzung der Deutschen Postbank AG müssen die Verbraucher sich auf
anhaltend hohe Öl- und Benzinpreise einstellen. "Wir rechnen nicht mehr damit,
dass der Preis für Rohöl auf Jahressicht unter achtzig Dollar je Fass sinken
wird", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Postbank. Für die
Verbraucher sind das trübe Aussichten. Zwar hat der starke Euro die Wucht der
Ölpreissteigerung etwas gemildert. Dies könnte sich im weiteren Jahresverlauf
aber ändern, wenn der Euro - wie von der Postbank erwartet - gegenüber dem
Dollar abwertet. Marco Bargel: "Die hohen Energiepreise treiben die
Verbraucherpreise in die Höhe. Dies könnte zu dauerhaft hohen
Inflationserwartungen und letztlich zu einer unerwünschten Lohn-Preis-Spirale
führen."
Seit Anfang 2007 hat sich Rohöl der Sorte Brent - gemessen in Dollar - um gut 67
Prozent verteuert. Es erreichte in den jüngsten Tagen ein Allzeithoch von knapp
100 Dollar je Fass. Nach Einschätzung von Postbank Research dürfte der Preis im
zweiten Quartal zwar etwas zurückgehen, danach aber auf hohem Niveau bleiben. In
zwölf Monaten rechnet die Postbank immer noch mit neunzig Dollar je Fass.
Mit insgesamt 2,2 Prozent sind die deutschen Verbraucherpreise im Jahr 2007 so
stark gestiegen wie seit 1994 nicht mehr. Abgesehen von der
Mehrwertsteuererhöhung waren dafür vor allem kletternde Energiepreise
verantwortlich. In Deutschland hat die Haushaltsenergie zusammen mit
Kraftstoffen einen Anteil am Verbraucherpreiskorb von gut acht Prozent. Die
Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe haben sich im Zuge der
Ölpreisverteuerung im Jahr 2007 um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die
Preise für Kraftstoffe sind dabei sogar um 4,1 Prozent gestiegen.
Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands hat sich Superbenzin im Jahr 2007
durchschnittlich um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert. Den größten
Teil dieser Steigerung machen höhere Steuern aus. Gut 0,8 Prozentpunkte
entfielen auf höhere Abgabepreise der Raffinerien und knapp 0,6 Prozentpunkte
auf einen höheren Deckungsbeitrag. Während sich der prozentuale Anteil der
Steuern am Benzinpreis in den letzten Jahren aber vermindert hat, hat der Anteil
des Preises, den die Abnehmer der Raffinerie zahlen, in den letzten Jahren
zugenommen. Entfielen Anfang 2004 knapp zwanzig Prozent des Benzinpreises auf
diese Komponente, waren es im Januar dieses Jahres bereits dreißig Prozent.
Die vollständige Studie "Postbank Perspektiven" für den März und zurückliegende
Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.
Postbank
30.01.2008
nach oben
Energiekosten belasten private Haushalte
Für Energie mussten die deutschen Haushalte auch im Jahr 2007 tief in die
Taschen greifen. Insgesamt zahlten sie für Strom, Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe
gut 100 Milliarden Euro. Das sind vier Prozent weniger als im Jahr 2006, was auf
den geringeren Heizverbrauch im milden Winter Anfang 2007 zurückzuführen ist.
Die monatlichen Energieausgaben eines Privathaushalts beliefen sich im Jahr 2007
auf durchschnittlich 210 Euro. Im Jahr 1998 waren es erst 155 Euro. In einem
Zeitraum von zehn Jahren stiegen die durchschnittlichen Monatsausgaben für
Energie also um 35,5 Prozent. Maßgeblich daran beteiligt war der Preisanstieg
bei Erdgas, der sich trotz der Marktliberalisierung im Jahr 1998 fast
verdoppelte. Energiekosten belasten die Konsumausgaben der Haushalte in
Deutschland mit einem Anteil von über sieben Prozent.

Postbank,
Diagraph
vom 30.01.2008
nach oben
Postbank: Haushalte geben hundert Milliarden Euro für Energie aus
Die Verbraucher in Deutschland haben 2007 gut einhundert Milliarden Euro für
Kraftstoff, Strom, Gas und Heizöl ausgegeben. Das waren über sieben Prozent der
gesamten Konsumausgaben und dreißig Milliarden mehr als noch vor zehn Jahren. In
ihrer neuesten Studie rechnen die Volkswirte der Postbank damit, dass es noch
schlimmer kommen könnte. „Wegen des außerordentlich warmen Jahresbeginns haben
die privaten Haushalte weniger Gas und Heizöl verbraucht als in den Jahren
davor. Wenn das Jahr 2008 sich klimatisch durchschnittlich entwickelt, müssen
die Verbraucher mit Energiekosten von rund 106 Milliarden Euro rechnen“, sagt
Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Postbank.
Die Energiepreise haben 2007 weiter kräftig zugelegt. Strom hat sich im
Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent verteuert, Gas um drei Prozent und
Kraftstoffe um 2,3 Prozent. Lediglich der Preis für Heizöl ist wegen der
stark rückläufigen Nachfrage im Jahr 2007 leicht um 1,1 Prozent
zurückgegangen. Der Rückgang war allerdings von kurzer Dauer. Seit Mitte
2007 ziehen die Preise für Heizöl wieder an.
Die Liberalisierung der Strom- und Erdgasmärkte in Deutschland vor rund
zehn Jahren hat den Verbrauchern keine Entlastung gebracht. Für die
Kilowattstunde Strom müssen sie heute vierzig Prozent mehr bezahlen als
1998, und der Gaspreis hat sich beinahe verdoppelt. Noch stärker sind die
Preise für Erdölprodukte gestiegen: Heizöl kostet heute dreimal so viel
wie 1998 und der Preis für einen Liter Kraftstoff hat sich verdoppelt. In
diesen Preissteigerungen sind auch die Effekte aus der Ökosteuer und der
Mehrwertsteuererhöhung enthalten. Insgesamt sind die Preise für Energie in
den letzten zehn Jahren viermal so schnell gestiegen wie die
Lebenshaltungskosten.
Gut für die Umwelt: Die deutschen Haushalte haben auf die gestiegenen
Energiepreise mit Einsparungen beim Verbrauch reagiert und teure
Energieträger durch preiswertere ersetzt. So hat sich der Heizölverbrauch
im Jahr 2007 gegenüber 1998 halbiert. Dieser starke Rückgang resultiert
jedoch nur teilweise aus dem sparsameren Verbrauch, denn im gleichen
Zeitraum ist die Zahl der Haushalte, die mit Öl heizen, um rund ein
Viertel zurückgegangen. Auch der Kraftstoffverbrauch ist gesunken.
Preisbereinigt haben die Verbraucher im vergangenen Jahr 16 Prozent
weniger für Kraftstoff ausgegeben als 1998. Der Verbrauch an Erdgas und
Strom ist dagegen im langfristigen Trend leicht angestiegen.
Die vollständige Studie „Postbank Perspektiven“ für den Februar und
zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter
www.postbank.de/research.
Postbank, Presse-
meldung vom 30.01.2008
nach oben
EEG: Verteuerung und höherer CO2-Ausstoß
in den heutigen Nachrichten der DW wurde berichtet, dass unser Umweltminister
Gabriel erklärt habe, dass die Einbeziehung des Flugverkehrs in den
Emissionshandel die Flugpreise nur geringfügig erhöhen wird. Was von solchen
Erklärungen in der Praxis zu halten ist, mögen Sie aus dem nachfolgenden
Sachverhalt erkennen, wo Herr Gabriel mehrfach öffentlich erklärt hat, dass die
EEG-Belastung auf den Strompreis mit 1 € pro Monat unerheblich sei.
Unser Umweltminister Gabriel hätte sich, und der Umwelt seine Reise nach Bali
sparen können und sich hier vor Ort für seine Falschaussage entschuldigen
sollen, dass die EEG-Abgabe auf den Strompreis unerheblich sei, nur 1 € pro
Monat ausmache.
Ich habe vor wenigen Tagen die Jahres-Stromabrechnung meines Stromversorgers
bekommen, dort ist die EEG Abgabe mit 219,46 € und die Stromsteuer mit 462,79 €
ausgewiesen jeweils plus Mehrwertsteuer also insgesamt 811,88 €, eine
ansehnliche "Gabrielsche Errungenschaft". So hoch war vor einigen Jahren meine
gesamte Stromrechnung.
Daher werde ich wohl in Kürze meine CO2 freie Warmwasser-Nachtspeicherheizung,
die ja fast ausschließlich aus
Kernkraftwerken zur Auffüllung der Nachttäler versorgt wird, auf Erdgas
umstellen und ab dann so wie alle Gasheizungsbetreiber rd. 12 t CO2 jährlich
zusätzlich emittieren und ein kleinwenig die Erdgaspreise nochmals nach
oben treiben, da mein verursachter Gaszuwachs ja zu 100 % aus Russland kommt und
Herr Putin das Börsengesetz kennt, wonach höhere Nachfrage bei knappem Angebot
höhere Preise bedingt.
Es ist zu erwarten, dass so mit und mit alle Sozialwohnungsbewohner mit
Nachtspeicherheizungen das auch so machen werden, dann wird die CO2 Emission pro
Wohnung um rd. 10 t/a ansteigen, bei rd. 1,6 Millionen Nachtspeicherheizungen in
Deutschland macht das dann rd. 16 Millionen t CO2 mehr pro Jahr. Damit sind alle
CO2 - Einsparbemühen konterkariert.
Aber was soll`s, mit Abschaltung jedes der noch verbliebenen Kernkraftwerke
steigt die CO2-Emission ohnehin um rd.10 Mio. t pro Jahr.
Helmut Alt
21.12.2007
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Der Staat entdeckt Klimahysterie als Geldquelle
Leipziger Volkszeitung
LESERFORUM UND INTERNET
Zur Beilage Energie vom 4. Dezember
Großes Kompliment. Als alter Energiewirtschaftler verfolge ich mit großer
Aufmerksamkeit die zunehmende Versachlichung der Darstellung
energiewirtschaftlicher Probleme in Ihrer Zeitung, vor allem die objektive
Auseinandersetzung mit der aktuellen Klimahysterie. Wenn die Leute wissen, wie
unökonomisch die Stromerzeugung aus Wind und Sonne ist und sie das alles
bezahlen müssen, dann wird die Bereitschaft zur Beteiligung an den Kosten
abnehmen.
Es ist auch eine Lüge, dass erneuerbare Energien Arbeitsplätze schaffen: Wenn
ein Windrad einmal gebaut und installiert ist, benötigt es zur Stromerzeugung
keine Arbeitskraft. Gleiches gilt für die solare Stromerzeugung. Im Jahr 2005
habe ich als Projektleiter auf dem Gebiet der Analyse und Prognose des
Energiebedarfs im Institut für Energetik und Umwelt eine Studie zur summierten
Wertschöpfung bei der Stromerzeugung abgeschlossen. Ergebnis: Die Stromerzeugung
aus Braunkohle liefert die mit Abstand höchste Wortschöpfung. Wertschöpfung sind
Arbeitsplätze. Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle und des
Instituts für Energetik aus dem Jahr 2002 zur Arbeitsplatzrelevanz der
erneuerbaren Energien kam zu dem Ergebnis, dass die Nutzung erneuerbarer
Energien summiert Arbeitsplätze vernichtet. Herr Trittin ließ diese Studie
zunächst im Panzerschrank verschwinden!
Auch Herr Tiefensee sollte wissen, dass zumindest in Ostdeutschland kaum
nennenswerte Energieeinsparungen durch eine verbesserte Wärmedämmung an
bestehenden Gebäuden erzielt werden können. Nachträgliche Wärmedämmung kann
wirtschaftlich – wenn überhaupt - nur im Zusammenhang mit einer Generalsanierung
der Gebäude betrieben werden. In Ostdeutschland sind gegenwärtig mindestens 65
bis 70 Prozent der Mehrfamilienhäuser saniert.
Nur zum Zwecke der nachträglichen Wärmedämmung saniert kein Eigentümer nochmals
diese Häuser. Im Neubau dagegen kann Energie gespart werden, aber das fordert
bereits die Energiesparverordnung. Außerdem wird der Neubau sowohl bei Ein- als
auch bei Mehrfamilienhäusern immer weiter abnehmen. Das müsste eigentlich ein
Bauminister wissen.
Auch bezüglich der Nutzung der Kernenergie muss die Bevölkerung weiter
informiert werden. In aller Welt erfährt die Stromerzeugung aus Atomkraft eine
Renaissance. Nur Deutschland weiß wieder einmal alles besser.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Leipziger Volkszeitung in ihrem Bemühen zur
Versachlichung der Energie- und Klimapolitik nicht nachlässt. Energie muss
gespart werden, aber nicht, um das Klima zu retten (denn das Klima kann man
nicht retten), sondern um sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Langsam merken
die Menschen, dass Vater Staat die Klimahysterie als sprudelnde Geldquelle
entdeckt hat. Jedoch schränken ungerechtfertigte Energiekosten den Konsum der
Bevölkerung ein, was unweigerlich zu weniger Arbeitsplätzen führt.
Dr. Klaus Lindner, 04157 Leipzig
07.12.2007
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VDEW kritisiert Steuern und Abgaben:
Staatsanteil an den Stromrechnungen steigt auf 13,4 Milliarden Euro
Stromsteuer ist der größte Posten mit knapp 6,5 Milliarden Euro/
Belastungen wuchsen seit 1998 fast auf das Sechsfache
Berlin, 1. Oktober 2007 - Der Staatsanteil an den Stromrechnungen von Haushalten
und Industrie steigt 2007 auf rund 13,4 Milliarden (Mrd.) Euro. Die Belastung
ist damit sechsmal so hoch wie 1998 zu Beginn des Wettbewerbs im Strommarkt,
ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin. Die
Stromkunden zahlten damals etwa 2,3 Mrd. Euro Steuern und Abgaben.
Der größte Posten bei den staatlichen Lasten auf der Stromrechnung ist die 1999
eingeführte Stromsteuer. Sie wird dem Staat rund 6,5 Mrd. Euro im Jahr 2007
einbringen, berichtete der VDEW. Gut zwei Mrd. Euro würden auf die
Konzessionsabgaben entfallen. Diese Abgaben erhalten Kommunen dafür, dass
Straßen und Wege für den Betrieb von Stromleitungen genutzt werden dürfen,
erläuterte der VDEW. Die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung wird nach der
VDEW-Berechnung leicht sinken: von 0,8 auf etwa 0,7 Mrd. Euro.
Auf über vier Mrd. Euro schätzt der Branchenverband die Mehrkosten zur Förderung
von Ökostrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Im Vergleich zum Vorjahr ist
das eine Steigerung um rund eine Mrd. Euro. Wichtigster Grund für diesen Anstieg
ist nach VDEW-Angaben der starke Zuwachs der Stromerzeugung mit Wind und
Solarenergie. Jede Kilowattstunde Ökostrom müsse im Mittel mit rund elf Cent
vergütet werden. Diese staatlich vorgegebene Vergütung sei fast dreimal so hoch
wie der aktuelle durchschnittliche Großhandelspreis für Strom an den
europäischen Spotmärkten.
Für die privaten Haushalte ist zusätzlich noch die Mehrwertsteuer ein
Kostenfaktor. Sie dürfte die Stromrechnungen 2007 um etwa 4,2 (2006: 3,4) Mrd.
Euro verteuern, rechnete der VDEW weiter vor. "Gut 40 Prozent der Stromrechnung
eines Durchschnittshaushaltes in Deutschland entfällt inzwischen auf Steuern und
Abgaben", kritisierte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Zu Beginn des
Wettbewerbs hatte dieser Wert 25 Prozent betragen. Bei den Betrieben, für die
teilweise niedrigere Abgaben-Sätze gelten, sei der Staatsanteil von rund zwei
Prozent im Jahr 1998 auf bis zu 20 Prozent im Jahr 2007 verzehnfacht worden.
Eine Übersicht zu den Zahlen:

Belastung der Strompreise seit 1998 fast versechsfacht:
Durch den Staat verursachte Belastungen aller Stromkunden (ohne Mehrwertsteuer)
in Milliarden Euro
1) geschätzt, Stand: Juli 2007
2) seit März 2000, zuvor Stromeinspeisungsgesetz
3) KWK-G alt seit Mai 2000 und KWK-G neu seit April 2002
4) Rückerstattung an Industrie ist abgezogen
5) lt. Steuerschätzung des AK „Steuerschätzung“ vom Mai 2007
VDEW, 01.10.2007
Ergänzende Informationen:

Entwicklung des Strompreises 1998-2006
Quelle: VDEW; Fakten, September 2006
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Energieabgaben steuern auf Rekordniveau zu
Berlin – Das Aufkommen von Steuern und Abgaben auf Energie wird im laufenden
Jahr erstmals die Marke von 70 Milliarden Euro übersteigen. Nach aktuellen
Schätzungen wird das Aufkommen bei 71,2 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr lagen
die Energieabgaben bei 66,5 Milliarden Euro. Verantwortlich für den kräftigen
Anstieg sind zum einen die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte zum
Jahresbeginn, was das Steueraufkommen um rund 2 Milliarden Euro erhöhte.
Außerdem stiegen die Abgaben zur Förderung der erneuerbaren Energien, die alle
Stromverbraucher zu zahlen haben, um knapp 2,5 Milliarden Euro auf 7,7
Milliarden Euro.
Verantwortlich für diesen kräftigen Sprung sind die außergewöhnlich guten
Windverhältnisse und der Zubau neuer Anlagen in diesem Jahr. Den größten Anteil
am Energiesteueraufkommen hat die Besteuerung von Öl und Gas mit unverändert
rund 40 Milliarden Euro. Das Aufkommen aus der 1999 eingeführten Stromsteuer
wird sich 2007 leicht auf knapp 6,5 Milliarden Euro erhöhen. Die Abgaben auf die
Förderung von Öl und Gas in Deutschland liegen stabil bei einer Milliarde Euro.
Für die strategische Ölreserve müssen die Verbraucher rund 550 Millionen Euro
aufbringen.
Städten und Gemeinden fließen aus der Erhebung der Konzessionsabgabe für die
Strom- und Gasnetze rund 3,4 Milliarden Euro zu. Energieversorger mit
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erhalten in diesem Jahr eine ebenfalls von allen
Stromverbrauchern zu zahlende Beihilfe von etwa 700 Millionen Euro. Nach
vorläufigen Schätzungen wird sich das Aufkommen der Energiesteuern vornehmlich
durch den Anstieg der EEG-Abgaben weiter erhöhen. 2011 wird die Abgabe
voraussichtlich mehr als 11 Milliarden Euro betragen.

DEBRIV, Infoletter 3-07
21.08.2007
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Preisentwicklung bei Holzpellets in Deutschland
| |
Monat / Jahr |
2006 [ € pro Tonne ] |
2007 [ € pro Tonne ] |
| |
Januar |
187,30 |
262,28 |
| |
Februar |
194,13 |
234,48 |
| |
März |
194,13 |
203,86 |
| |
April |
194,06 |
194,15 |
| |
Mai |
199,67 |
188,15 |
| |
Juni |
200,78 |
184,82 |
| |
Juli |
205,72 |
183,53 |
| |
August |
222,61 |
|
| |
September |
236,11 |
|
| |
Oktober |
249,34 |
|
| |
November |
256,59 |
|
| |
Dezember |
264,73 |
|
Basis für die Preisermittlung:
Abnahme von 6 Tonnen
Umkreis 100-200 km
inkl. aller Nebenkosten (Einblaspauschale, Wiegen etc.)
inkl. Mehrwertsteuer

Quellenangabe: DEPV/Solar Promotion GmbH
Preise für Holzpellets sinken auf Vorjahresniveau
Pforzheim, 15. Mai 2007 – Holzpellets waren im April dieses Jahres so
günstig wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zu Öl und Gas
sind die Kosten für den Brennstoff Pellets damit deutlich niedriger.
Gründe sind erhöhte Produktionskapazitäten deutscher Pelletshersteller
sowie die geringe Nachfrage aufgrund des milden Winters. Diese und andere
aktuelle Marktentwicklungen diskutieren Akteure der Pelletsbranche auf der
Fachmesse Interpellets 2007, die vom 10. bis 12. Oktober in der Neuen
Messe Stuttgart stattfindet.
Holzpellets-Preise sinken im April 2007 auf Vorjahresniveau
Die Preise für Holzpellets lagen im April 2007 auf dem Niveau des
Vergleichsmonats des Vorjahres: Eine Bestellmenge von sechs Tonnen Pellets
kostete im April dieses Jahres durchschnittlich 194 Euro pro Tonne*. Das
sind 27 Prozent weniger als noch im Dezember 2006. Damals erreichten die
Preise den Höchststand von 265 Euro pro Tonne. Somit sind die Kosten für
eine Kilowattstunde Heizwärme beim Einsatz von Holzpellets mit 3,9 Cent
mehr als 30 Prozent niedriger als Heizöl. Letzteres kostete im April 2007
5,7 Cent pro Kilowattstunde. „Im Vergleich zu 7 Cent pro Kilowattstunde
bei der Nutzung von Erdgas sind Holzpellets sogar um 44 Prozent
günstiger“, kommentiert Horst Dufner, Projektleiter der Fachmesse
Interpellets 2007, die Entwicklung. „Die Gründe für diese positive
Preisentwicklung liegen insbesondere in erhöhten Produktionskapazitäten
deutscher Pelletswerke“, so Dufner weiter.
Zwei neue Produktionsstandorte mit insgesamt 190.000 Tonnen Holzpellets
Jahreskapazität sind in den letzten sechs Monaten in Betrieb gegangen: Die
German Pellets GmbH eröffnete im badischen Ettenheim ihr drittes Werk.
Nach Firmenaussagen ist die Kapazität von 160.000 Tonnen Ende 2006
realisiert worden. Im Odenwald baute die Bio-Energie Mudau GmbH & Co. KG
ein Werk, das eine Produktionskapazität von 30.000 Tonnen Pellets pro Jahr
umfasst.
Produktionskapazität für Holzpellets – Tendenz zur Verdopplung
Mitte 2006 lag die Jahreskapazität der Pelletsproduktion von 35 Werken
noch bei rund 1 Million Tonnen. Mit nun 1,2 Millionen Tonnen
Produktionskapazität könnten rund 200.000 Haushalte mit Holzpellets aus
deutscher Produktion versorgt werden. Zum Vergleich: Ende des Jahres waren
70.000 Pelletsheizungen in deutschen Haushalten installiert. Bis Ende
dieses Jahres könnten bis zu 20 geplante Pelletswerke die Kapazitäten um
weitere 1,2 Millionen Tonnen auf 2,4 Millionen Tonnen Holzpellets
verdoppeln.
Neben den erweiterten Produktionskapazitäten gibt es einen weiteren Grund
für die Preissenkung: Die Nachfrage nach Holzpellets ist aufgrund des
milden Winters 2006/2007 spürbar zurückgegangen. Die Folge: Die Lager der
Pelletslieferanten sind voll.
*Basis für die Preisermittlung bei Holzpellets:
- Verbraucherpreise für die Abnahme von 6 Tonnen Pellets, 3.000 Liter
Heizöl bzw. 33.540 kWh Gas. Bezugsgröße ist der untere Heizwert.
- Umkreis von 100-200 km
- Inkl. aller Nebenkosten (Einblaspauschale, Wiegen etc.)
- Inkl. 7% Mehrwertsteuer
Quelle: Solar Promotion GmbH/DEPV

Grafik: DIMaGB, Daten: Tabelle oben
26.07.2007
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Was kosten Dusche und Vollbad?
Was kosten Dusche und Vollbad? Heizung und Warmwasserbereitung sind die
"Energie-Großverbraucher" im Haushalt. Rund 90 Prozent des gesamten
Haus-Energiebedarfs entfallen auf sie. Während der Heizenergiebedarf der Gebäude
durch den Austausch veralteter Heizkessel und verbesserte Dämmung seit Jahren
rückläufig ist, bleibt der Energie- und Wasserbedarf für Warmwasser konstant
hoch oder zeigt sogar ansteigende Tendenz. Der Grund: Die Sanitärausstattung der
Wohnungen wird immer besser und die Lebensgewohnheiten ändern sich. Tägliches
Duschen ist heute für viele Menschen selbstverständlich. Deshalb sind Energie
sparende und kostengünstige Lösungen für die Erwärmung von Trinkwasser gefragt.
Wer über die Kosten für Warmwasser nachdenkt, sollte neben den
Anschaffungskosten für die Warmwasserbereitungs-Systeme vor allem die
Energiekosten berücksichtigen, denn sie fallen nicht einmalig an, sondern
belasten als verbrauchsgebundene Kosten kontinuierlich die Haushaltskasse. Die
ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch,
Kaiserslautern, hat nun in einem Vergleich die verbrauchsgebundenen Kosten für
eine Dusche und für ein Vollbad mit Strom und Erdgas gegenübergestellt.
Betrachtet wurden dabei die Wasser- und die Energiekosten.
Für diesen Vergleich wurden zwei gängige Warmwasserbereitungs-Systeme
ausgewählt: eine zentrale Warmwasserbereitung mit Erdgas (Speichersystem mit
indirekt beheiztem Trinkwasserspeicher) und ein mit Strom betriebener
Durchlauferhitzer. Für einen Kubikmeter Trinkwasser sind rund 1,70 Euro
(einschl. MWSt., ohne Grundpreis) zu zahlen. Daraus ergeben sich für eine Dusche
(50 Liter) Wasserkosten in Höhe von 9 Cent und für ein Vollbad (120 Liter) von
20 Cent. Als Energiebedarf wurde für das erdgasbetriebene System von 2,85 kWh
(Dusche) und von 6,82 kWh (Vollbad), beim elektrisch betriebenen System von 1,69
kWh (Dusche) und von 4,05 kWh (Vollbad) ausgegangen. Für die Energiepreise
wurden bei Strom 18,5 Cent/kWh und bei Erdgas 6,0 Cent/kWh ermittelt.
Daraus resultieren beim Vollbad Gesamtkosten in Höhe von 95 Cent bei
elektrischer Warmwasserbereitung gegenüber 61 Cent bei der Warmwasserbereitung
mit Erdgas. Beim Duschen betragen die Kosten 40 Cent (Strom) beziehungsweise 26
Cent (Gas) - das entspricht einer Ersparnis von rund 50 Euro pro Jahr für eine
Person, die täglich einmal duscht. Für Erdgas sprechen außerdem die deutlichen
Umweltvorteile: Die Verbrennung ist schadstoffarm, und Erdgas muss nicht -
anders als Strom - mit großen Verlusten in Sekundärenergie umgewandelt werden.
ASUE
25.05.2007

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Heizen mit Gas oder Heizöl jetzt gleich teuer
Erstmals seit 25 Jahren ist Heizen mit Gas oder Heizöl jetzt gleich teuer. Das
ermittelte Energiedienstleister Techem auf der Grundlage von rund 78.000
Mehrfamilienhäusern mit knapp 700.000 Wohnungen. Die jährlichen Heizkosten bei
der Versorgung mit Öl oder Gas (in kWh) sind damit identisch.
Bisher ließen sich Wohnungen mit Öl günstiger heizen. In der Heizperiode 2004/05
waren das beim Öl 54 Euro weniger (499 Euro) als beim Gas (553 Euro), ein Jahr
später gab es mit 607 Euro den Gleichstand.
Zwar lagen die reinen Energiekosten der Ölheizung immer noch geringfügig unter
denen der Gasheizung; dagegen waren die Nebenkosten (Heizungswartung,
Schornsteinfeger etc.) wie bisher etwas höher als bei Gas. Der Gleichstand kam
zu Stande durch den deutlich höheren Anstieg der Energiepreise beim Heizöl von
28,5 Prozent (Gas: 13,7 Prozent).
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: „Ob es bei der Heizperiode 2006/07 beim
Gleichstand der Preise bleibt, ist jedoch fraglich. Denn bisher zogen die
Gaspreise den Heizölpreisen regelmäßig zeitlich verzögert nach.“
19. April 2007
techem
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Energiekosten im Vergleich
Was kostet ein Liter warmes Wasser?
Wer zum Tee- oder Kaffeekochen einen Liter Wasser erwärmen möchte, zahlt dafür
unterschiedlich hohe Energiekosten. Je nach Energieträger und eingesetztem Gerät
kann sich der Kostenaufwand für die Energie verdreifachen, informiert der
Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).
Die Stiftung Warentest hat in Heft 08/2006 die Kosten verschiedener
Möglichkeiten der Wassererwärmung untersucht. Um einen Liter Wasser von 15 auf
95 Grad Celsius zu erhitzen, fallen bei einem Strompreis von 18 Cent pro
Kilowattstunde und 6 Cent für eine Kilowattstunde Erdgas minimal 1,48 Cent und
maximal 4,59 Cent an.
Am günstigsten ist laut Stiftung Warentest die Wassererwärmung mit dem Gasherd,
einem Gasbrenner (Normalbrenner, 1800 Watt). Ein Grund dafür liegt laut Aussage
des BGW darin, dass Erdgas eine Primärenergie ist, die direkt beim Verbraucher
in Wärme umgewandelt wird. Strom hingegen ist eine Sekundärenergie. So kostet
der Liter bei Kaffeemaschinen, die allerdings das Wasser nur auf 87 Grad Celsius
erhitzen, 1,82 Cent, beim Wasserkocher etwa 1,89 Cent. Dieser bringt das Wasser
am schnellsten zum Kochen. Wer seinen Tee auf der Herdplatte zubereiten möchte,
muss auf der gusseisernen Herdplatte (18 Zentimeter Durchmesser, 1.500 Watt) mit
3,06 Cent rechnen, bei einem Cerankochfeld (18 Zentimeter, 2.000 Watt) mit 3,19
Cent. Wer Wasser mit der Mikrowelle erhitzt, zahlt im Vergleich der Stiftung
Warentest mit 4,59 Cent am meisten.
Der BGW empfiehlt, warmes Wasser direkt aus dem Wasserhahn zu zapfen, wenn eine
zentrale Warmwasserbereitung vorhanden ist. Denn: Im Warmwasserspeicher wird das
Wasser ohnehin auf höherer Temperatur gehalten. Dadurch ist weniger Energie
notwendig, um Wasser zum Kochen zu bringen. Außerdem reduziert sich die Kochzeit
merklich.
BGW, 02.02.2007
Was kostet 1 Liter warmes Wasser?
Wie viel Cent sind nötig, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen?

Quelle: Stiftung Warentest (08/2006)
Energiekosten: Strom 18 ct/kWh, Erdgas 6 ct/kWh
Grafik: DIMaGB
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Prognose bestätigt: Heizkosten steigen um 21,6 Prozent
Heizkosten-Analyse von Techem zur Saison 2005/2006
Die unerfreuliche Prognose zur Entwicklung der Heizkosten in deutschen
Haushalten in der Saison 2005/2006 hat sich bestätigt: Nach der neuesten Analyse
der Eschborner Techem AG, Deutschlands führender Energiedienstleister, stiegen
die Heizkosten für eine 69 Quadratmeter große Wohnung in mit Heizöl versorgten
Mehrfamilienhäusern von 499 Euro auf 607 Euro an - und damit um durchschnittlich
21,6 Prozent!
Entscheidend dafür war der 30-prozentige Anstieg der Heizölpreise von 0,37 Euro
pro Liter (Heizperiode 04/05) auf 0,48 Euro pro Liter in 05/06. Basis für die
Techem-Analyse waren rund 781.000 Wohnungen in 83.000 Mehrfamilienhäusern.
Dass die Preisentwicklung des Heizöls nicht voll durchgeschlagen ist, verdanken
die Haushalte zwei Faktoren: Die Nebenkosten (Wartung, Strom, Schornsteinfeger
u. a.) verteuerten sich lediglich um 2,8 Prozent, zugleich ging der
Energieverbrauch um zwei Prozent zurück. Die Heizkosten werden von Energiepreis
und Energieverbrauch beeinflusst; der Energieverbrauch wiederum wird dabei von
Wohnungsgröße, Heizverhalten und Klima geprägt.
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Zwar lässt der bisher milde Winterverlauf
eher auf moderate Heizkosten für die bald auslaufende Heizperiode hoffen.
Verlassen sollte man sich darauf nicht - auch die weitere Entwicklung der
Energiepreise kann noch Überraschungen bringen. Wir können nur immer wieder
raten, nachhaltig verbrauchsbewusst und sparsam zu heizen - auch unserem Klima
zuliebe!"

Den höchsten Anstieg der Heizkosten hatten die Regionen um Freiburg (25,6
Prozent), Kassel (23,7) und Berlin (23,3). Vergleichsweise glimpflich kamen die
Regionen um Würzburg (13,8), München (16,1) und Braunschweig (18,3 Prozent)
davon.
Im Einzelnen ermittelte Techem regional diese Heizkosten: Augsburg: 523 Euro
(plus 23,1 Prozent), Bayreuth: 638 (22,2), Berlin: 593 (23,3), Braunschweig: 582
(18,3), Bremen: 598 (20,6), Düsseldorf: 594 (23,0), Essen: 601 (21,2),
Frankfurt/Main: 634 (20,1), Freiburg: 613 (25,6), Hamburg: 594 (23,2), Hannover:
586 (19,4), Kassel: 647 (23,7), Kiel: 623 (21,2), Koblenz: 616 (20,8), Köln: 577
(20,5), Mannheim: 676 (22,7), Marburg: 658 (19,6), München: 554 (16,1), Münster:
594 (18,8), Nürnberg: 589 (22,5), Rosenheim: 618 (22,4), Siegen: 620 (21,3),
Stuttgart: 619 (22,1), Ulm: 618 (21,9), Würzburg: 617 Euro (13,8).
15.02.07
techem
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VDEW kritisiert Steuern und Abgaben
Der Staat kassiert beim Strom kräftig mit
Staatsanteil an den Stromrechnungen steigt 2007 auf rund 13 Milliarden Euro/
Belastungen wuchsen seit 1998 fast auf das Sechsfache
Berlin, 28. März 2007 - "Die Stromrechnungen der Bundesbürger werden immer
stärker mit Steuern und Abgaben belastet", kritisierte Eberhard Meller,
Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.
Der Staatsanteil an allen Stromrechnungen steigt 2007 - ohne die Mehrwertsteuer
- auf rund 13 Milliarden (Mrd.) Euro. Die Belastung ist damit sechsmal so hoch
wie 1998 zu Beginn des Wettbewerbs im Strommarkt, ermittelte der
Branchenverband. Die Stromkunden zahlten damals etwa 2,3 Mrd. Euro Steuern und
Abgaben.
Allein die 1999 eingeführte Stromsteuer wird dem Staat 2007 etwa sieben Mrd.
Euro einbringen, berichtete der VDEW. Auf gut drei Mrd. Euro schätzt der
Branchenverband die Mehrkosten zur Förderung von Ökostrom nach dem
Erneuerbare-Energien-Gesetz. Im Vergleich zu 1998 ist das eine Steigerung auf
das Zwölffache: Damals betrugen die Mehrkosten 0,28 Mrd. Euro.
Gut zwei Mrd. Euro werden wieder auf die Konzessionsabgaben entfallen, zeigt die
VDEW-Berechnung. Diese Abgaben erhalten Kommunen dafür, dass Straßen und Wege
für den Betrieb von Stromleitungen genutzt werden dürfen. Die Förderung der
Kraft-Wärme-Kopplung mache etwa 0,7 Mrd. Euro aus.
Für die privaten Haushalte dürfte die Mehrwertsteuer die Stromrechnungen 2007 um
mehr als vier (1998: 2,5) Mrd. Euro verteuern, rechnete der VDEW vor. "Rund 40
Prozent der Stromrechnung eines Durchschnittshaushaltes in Deutschland entfällt
inzwischen auf Steuern und Abgaben", betonte Meller. Zu Beginn des Wettbewerbs
hatte dieser Wert 25 Prozent betragen. Bei den Betrieben, für die teilweise
niedrigere Abgaben-Sätze gelten, sei der Staatsanteil von rund zwei Prozent im
Jahr 1998 auf bis zu 20 Prozent im Jahr 2007 verzehnfacht worden.
Belastung der Strompreise seit 1998 fast versechsfacht
Durch den Staat verursachte Belastungen aller Stromkunden (ohne Mehrwertsteuer)
in Milliarden Euro

1) geschätzt, Stand: Februar 2007
2) seit März 2000, zuvor Stromeinspeisungsgesetz
3) KWK-G alt seit Mai 2000 und KWK-G neu seit April 2002
4) Rückerstattung an Industrie ist abgezogen
5) lt. Steuerschätzung des AK „Steuerschätzung“ vom November 2006
vdew, 28.03.2007
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Die Effizienz des Heizkessels muss berücksichtigt werden
Heizöl mit Brennwerttechnik ist preiswerter als Holzpellets

Neben dem Energieinhalt des Brennstoffs ist die Effizienz der jeweiligen
Heiztechnik ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Beurteilung
verschiedener Heizenergien. Insbesondere bei einem Brennstoffkostenvergleich
zwischen einer Holzpelletheizung und modernen Öl- oder Gas-Brennwertgeräten muss
nach Ansicht des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) der
unterschiedliche Normnutzungsgrad berücksichtigt werden. Der Normnutzungsgrad
ist ein nach DIN-Prüfbedingungen ermittelter Wirkungsgrad eines Heizkessels. Er
gibt an, in welchem Prozentsatz die eingesetzte Energie über das gesamte Jahr in
nutzbare Heizwärme umgesetzt wird.
Während Öl- und Gas-Brennwertkessel einen mittleren Normnutzungsgrad (bezogen
auf den Brennwert Hs) von 97 Prozent aufweisen, erreichen Holzpelletheizungen im
Mittel Nutzungsgrade von nur 78 Prozent. Aus unterschiedlichen Nutzungsgraden
aber resultieren unterschiedlich große Brennstoffmengen, um dieselbe
Nutzwärmemenge zu erzeugen.
Einer Energiemenge von beispielsweise 3000 Litern Heizöl entsprechen zwar
nominell 6171 kg Pellets, diese bringen aber in einem Kessel mit einem
Nutzungsgrad von 78 Prozent nur 25.471 kWh Nutzwärme. Um die in einem
Brennwertgerät aus 3000 Litern Heizöl erzeugte Nutzwärme von 31.093 kWh zu
gewinnen, benötigt der Betreiber einer Pelletheizung aufgrund des geringeren
Nutzungsgrades seiner Heizanlage entsprechend mehr, nämlich insgesamt 7533 kg
Pellets.
Auf Basis der bundesdurchschnittlichen Preise vom Dezember 2006 (Heizöl: 53,93
Cent je Liter laut Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“, Pellets: 260,15 Euro je
Tonne laut Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk
C.A.R.M.E.N.) ergibt sich ein Kostenvorteil für den Wärmeenergieträger Heizöl
von 342 Euro. Um den zugrunde gelegten Jahresbedarf von 31.093 kWh Nutzwärme in
einem Öl-Brennwertkessel zu erzeugen, mussten für 3000 Liter Heizöl 1618 Euro
gezahlt werden. Um dieselbe Nutzwärmemenge in einem Holzpelletkessel zu
erzeugen, waren für die benötigten 7533 kg Pellets 21 Prozent mehr, nämlich 1960
Euro fällig. Für einen Gesamtkostenvergleich verschiedener Heizsysteme müssen
neben den Energiekosten auch die übrigen Betriebskosten sowie die einmaligen
Investitionskosten berücksichtigt werden.
IWO Pressedienst
Ausgabe Nr. 154, Februar 2007
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Im bundesweiten Jahresdurchschnitt:
Heizöl auch 2006 preiswerter als Gas

Im Vergleich zu Gas war Heizöl im vergangenen Jahr der preisgünstigere
Wärmeenergieträger. Im Jahresmittel 2006 kostete eine 3000-Liter-Partie Heizöl
bundesdurchschnittlich 1790 Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh
plus Grundgebühr) mussten im Jahresschnitt 265 Euro mehr, insgesamt 2055 Euro
gezahlt werden.
Keine Eintagsfliege, wie ein langfristiger Rückblick zeigt: Allein in den
vergangenen zehn Jahren sparte ein Ölheizungsbetreiber bei den Brennstoffkosten
(Basis: 3000 Liter) zusammenaddiert durchschnittlich 2921 Euro gegenüber dem
Nachbarn mit einer Gasheizung. Und seit 1978, dem Beginn der
Vergleichsaufzeichnungen, die auf Daten des Statistischen Bundesamtes und
Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“ basieren, summiert sich die
Einsparung für diejenigen, die mit Öl statt mit Gas geheizt haben, auf insgesamt
7436 Euro.
Im Zuge der seit August 2006 nachgebenden Rohölnotierungen hatte sich die
Preisdifferenz von Heizöl zu Gas bis zum Jahresende auf 32,5 Prozent vergrößert.
Im Dezember (Stichtag 13.12.06) kostete Heizöl im Bundesdurchschnitt knapp 54
Cent, die äquivalente Menge Erdgas hingegen 71,5 Cent. Trotz
Mehrwertsteuererhöhung hielt der Abwärtstrend der Heizölpreise auch zu Beginn
2007 an. Viele Ölheizungsbesitzer nutzten die mit dem eigenen Tank verbundene
Freiheit zum relativ günstigen Brennstoffeinkauf.
IWO Pressedienst
Ausgabe Nr. 154, Februar 2007
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28% des Erdgaspreises sind Steuern und Abgaben

28% des Erdgaspreises sind Steuern und Abgaben
Quelle: BDEW (BGW)
12.2006
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Solarstrom, Investitionen und Strompreis
In Bayern wurde am 2.9.2006 das weltweit größte Solarkraftwerk - der „Solarpark
Gut Erlasee“ - mit beweglichen der Sonne nachgeführten Photovoltaikpanels, so
genannten SOLON-Movern, und einer Gesamtleistung von 12 Megawatt in Betrieb
genommen. Die Kosten der Anlage betragen 80 Mio. €, entsprechend 6.667 €/kW. Im
Vergleich dazu betragen die Kosten für den mit der Grundsteinlegung am 23.8.2006
- unter Anwesenheit unserer Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel - in Neurath
begonnene Bau der Braunkohle-Doppelblockanlage BoA2&3 mit einer Leistung von
2.100 MW 2,2 Mrd. € entsprechend 1.047 €/kW. Dabei ist die unterschiedliche
Verfügbarkeit von rd. 1.000 h im Jahr bei der Photovoltaik-Mover-Anlage
gegenüber 7.500 h bei der Braunkohleanlage für den bedarfsgerechten Betrieb von
besonderer Bedeutung. Bei 10 % Amortisation der Kapitalkosten betragen die
Stromerzeugungskosten aus der Photovoltaikanlage 66,7 Ct/kWh und aus der
Braunkohleanlage 1,4 Ct/kWh zuzüglich den
Brennstoffkosten für die Braunkohle von rd. 1 Ct/kWh, also vergleichsweise rd.
2,4 Ct/kWh. Die 3.500 Familien können sich jedoch nur ganzjährig über den
Ökostrom freuen, weil während der 7.760 h von den 8.760 h eines Jahres andere
Kraftwerke, wie z.B. Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke vorhanden sind, die
nicht vom sehr wechselhaften Dargebot der Sonne oder des Windes abhängig
arbeiten, sondern die Primärenergie von einem Vorratspeicher abrufen. Da im
Strompreis auch dieser Familien nur Stromerzeugungskosten von rd. 3 Ct/kWh
eingerechnet sind, denn sie zahlen den gleichen Strompreis wie alle andern,
sollten diese 3.500 Familien sich auch bewusst sein, dass alle übrigen rd. 20
Millionen Familien in Deutschland die auf erstere entfallende Subventionslast
von 63,7 Ct/kWh zu tragen haben. Leider bleibt diese Tatsache bei so Sprüchen
wie dem vom Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer: "Die Sonne schickt keine
Rechnung" bei den Kommentierungen vielfach außer betracht.
Leserbrief von Prof. Helmut Alt
zu „Ökostrom für 3.500 Familien“
(Der Tagesspiegel vom 2.9.2006)
Energiewirtschaftliche Bewertung von Dr. D. Ufer
PVA Gut Erlasee:
Spezifische Investitionskosten: 5.833 €/kW
Geplante Benutzungsdauer: 1.167 h/a (bei erwarteter Erzeugung von 14.000 GWh/a)
Spezifischer Flächenbedarf: 6,4 ha/MW
PVA Espenhain:
Spezifische Investitionskosten: 4.400 €/kW
Geplante Benutzungsdauer: 900 h/a
Spezifischer Flächenbedarf: 4,3 ha/MW
PVA Gut Erlasee im Vergleich zu PVA Espenhain:
- Um 32,6 % höhere spezifische Investitionskosten
- Um 29,7 % höhere Benutzungsdauer (Energieausbeute)
- Um 48,8 % höherer Flächenbedarf
Ökonomischer Effekt: NEGATIV!
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Auch in den ersten neun Monaten 2006
Heizöl ist weiterhin preisgünstiger als Erdgas
Trotz allgemein gestiegener Energiepreise hat sich Heizöl im ersten Halbjahr
2006 weiterhin als einer der preisgünstigsten Wärmeenergieträger behauptet.
Zwischen Januar und Juni kostete die 3000-Liter-Partie Heizöl
bundesdurchschnittlich 1803 Euro. Für die entsprechende Menge Erdgas (33.540 kWh
plus Grundgebühr) mussten im selben Zeitraum durchschnittlich 214 Euro mehr,
nämlich 2017 Euro bezahlt werden.
Auch im dritten Quartal 2006 hat sich der im Vergleich zu Erdgas niedrigere
Heizölpreis fortgesetzt und zwischenzeitlich nochmals verstärkt. So war der
Liter Heizöl Ende September (Stichtag 26.9.) im Bundesdurchschnitt für rund 59,5
Cent zu haben, während die äquivalente Menge Erdgas zu diesem Zeitpunkt im
Schnitt mit rund 68,6 Cent zu Buche schlug. Bei einer Lieferung von 3000 Litern
ergab sich daraus ein Energiekostenvorteil für Heizöl von gut 270 Euro.
Dass der günstigere Heizölpreis keine Ausnahme, sondern die Regel ist, zeigt ein
Zehn-Jahres-Rückblick auf die Preisentwicklung der beiden wichtigsten
Wärmeenergieträger in der Bundesrepublik, ebenfalls am Beispiel einer Menge von
3000 Litern. Zwischen Januar 1996 und Dezember 2005 musste demnach eine Familie
mit einer Ölheizung 2904 Euro weniger für ihre Wärmeenergie ausgeben als ihre
Nachbarn mit einer Gasheizung. Daraus errechnet sich in diesem Zeitraum ein
jahresdurchschnittlicher Preisvorteil für Heizöl von rund 290 Euro. Alle Zahlen
basieren auf den Daten des Statistischen Bundesamtes und den regelmäßigen
Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.

IWO Pressedienst
Ausgabe Nr. 152, Oktober 2006
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Studie untersucht Heizenergieverbrauch in
Mehrfamilienhäusern
Öl-Zentralheizung mit günstigen Betriebskosten
Trotz gestiegener Preise für fossile Energie ist die Öl-Zentralheizung im
Hinblick auf ihre Betriebskosten noch immer die günstigste Beheizungsart.“ Mit
dieser Feststellung bestätigt das Wärmedienstleistungsunternehmen Techem AG auch
in seiner siebten Ausgabe der Studie „Energiekennwerte“ die Attraktivität der
Ölheizung. Die Analyse bezieht sich auf die zuletzt abgerechnete Heizperiode
2004/2005 in Mehrfamilienhäusern.
Techem untersucht seit 28 Jahren regelmäßig Verbrauch und Kosten der Heizenergie
im Wohnungsbestand. Die 124-seitige Studie, eine in der Wohnungswirtschaft viel
beachtete Orientierungshilfe, basiert auf den Verbrauchsdaten von rund 253.000
zentralbeheizten Mehrfamilienhäusern in der Bundesrepublik. Und wie in den
Vorjahren lässt sich aus dem umfangreichen Zahlenwerk ein Indiz für die
Wirtschaftlichkeit der Ölheizung ableiten. Bei den spezifischen Heizkosten liegt
die Ölheizung laut Techem-Analyse „um rund 1,10 Euro pro Quadratmeter niedriger
als eine Gasheizung und um 0,90 Euro pro Quadratmeter niedriger als
Fernwärmeversorgung.“ Als spezifische Heizkosten erfasst Techem die
Energiekosten und die Heiznebenkosten wie Wartung, Reinigung oder Betriebsstrom.
Die Investitionskosten für eine Heizanlage sind hierbei unberücksichtigt.
Wesentlicher Faktor für die von Techem ermittelten relativ günstigen
Betriebskosten der Ölheizung sind nach Angaben des Instituts für wirtschaftliche
Oelheizung e.V. (IWO) ihre im Vergleich zu anderen Heizsystemen preiswerteren
Brennstoffkosten. Seit beinahe drei Jahrzehnten, so belegen unter anderem die
Daten des Statistischen Bundesamtes sowie die regelmäßigen Erhebungen der
Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“, kostet Heizöl im Jahresdurchschnitt weniger
als beispielsweise Erdgas. Im Mittel war Erdgas in diesem Zeitraum um gut ein
Viertel teurer als Heizöl. Mehr unter www.oelheizung.info

Seit fast drei Jahrzehnten ist Heizöl in der Bundesrepublik im
Jahresmittel günstiger zu beziehen als Erdgas. Über den gesamten Zeitraum
betrachtet, kostete Erdgas im Schnitt gut ein Viertel mehr als Heizöl. Details
unter www.oelheizung.info
IWO Pressedienst „Modernes Heizen“
Nr. 151 / August 2006
Kommentar:
Wenn man die Grafik richtig liest, scheint der "wesentliche(r) Faktor für die
von Techem ermittelten relativ günstigen Betriebskosten der Ölheizung", d.h. die
"nach Angaben des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) ihre im
Vergleich zu anderen Heizsystemen preiswerteren Brennstoffkosten" an
wesentlicher Bedeutung einzubüßen. Offensichtlich fehlt nicht mehr viel und Öl
hat Gas eingeholt.
Und man beachte: die Studie "basiert auf den Verbrauchsdaten von rund 253.000
zentralbeheizten Mehrfamilienhäusern in der Bundesrepublik"
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zum Thema Strompreise
(in Fankreich):
Ich wohne im Elsaß nähe Breisach und bezahle 7,9 Cent/kWh Atomstrom/Fessenheim.
Die Bürger auf der anderen Seite des Rheins in Freiburg zahlen an ENBW 18
Cent/kWh für genau denselben, aber importierten Strom aus dem AKW Fessenheim
Frankreich. Soviel zur Propaganda von Gabriel.
Ernst-Georg Beck
28.04.2006
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Heizkosten: seit 1999 um über 44 Prozent teurer
Techem: Verbraucher müssen sich in diesem Jahr auf massive Nachzahlung
einstellen
Heizen mit Öl hat sich seit der Heizperiode 1999/2000 für eine 69 Quadratmeter
große Wohnung um 44,2 Prozent verteuert: nämlich von 346 auf 499 Euro in der
Saison 2004/05. Schuld sind die im selben Zeitraum um 61 Prozent gestiegenen
Ölpreise, die von 0,23 auf 0,37 Euro pro Liter hochgingen. Diese Zahlen
veröffentlichte jetzt Techem, Europas führendes Dienstleistungsunternehmen bei
Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser. Basis dafür waren die
Heizkosten von rund 850.000 zentral beheizten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern
während der Heizperiode 2004 bis 2005.
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Legt man für die jetzt auslaufende
Heizperiode einen Ölpreis von etwa 50 Cent pro Liter zugrunde, würden sich die
Heizkosten um über 31 Prozent auf 654 Euro verteuern! Deshalb unser Tipp an die
Verbraucher: Die Vorauszahlungen rechtzeitig anpassen und jede Möglichkeit zum
Energiesparen nutzen!"
Die Höhe der Heizkosten wird von zwei Faktoren beeinflusst: von den
Energiepreisen und dem Energieverbrauch. Der wiederum hängt von der Größe der
Wohnung und dem Verhalten der Nutzer sowie vom Klima ab. So wird sich
beispielsweise der kalte Winter der zu Ende gehenden Heizperiode zusätzlich in
den Heizkosten bemerkbar machen.

Regional ermittelte Techem für die Saison 2004/05 diese Heizkosten: Augsburg:
425 Euro, Regensburg: 472, München: 477, Köln: 479, Berlin und Nürnberg: je 481,
Hamburg: 482, Düsseldorf: 483, Freiburg: 488, Hannover: 491, Braunschweig: 492,
Bremen und Essen: je 496, Münster: 500, Rosenheim: 505, Stuttgart und Ulm: je
507, Koblenz: 510, Siegen: 511, Kiel: 514, Bayreuth: 522, Kassel: 523, Frankfurt
am Main: 528, Würzburg: 542, Marburg: 550, Mannheim: 551 Euro.
23.03.06
techem
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Heizkosten in Deutschland 2005
Augsburg, Köln und Düsseldorf am günstigsten – Marburg, Mannheim und Bayreuth am
teuersten
Heizen mit Öl ist in der Region Marburg am teuersten: 533 Euro waren hier in der
Heizperiode 2003/2004 für eine Wohnung von 75 Quadratmetern pro Jahr
aufzuwenden. Am günstigsten kamen die Bewohner der Region Augsburg davon: Sie
zahlten 412 Euro. Im Schnitt mussten die Deutschen pro Jahr 472 Euro für ihre
warme Stube zahlen. Diese Daten ermittelte Techem, Europas führendes
Dienstleistungsunternehmen bei Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser,
aus den Heizkosten von rund 800.000 zentral beheizten Wohnungen in
Mehrfamilienhäusern.
Im Vergleich zur vorherigen Saison blieben die Werte fast unverändert.
Ausschlaggebend dafür waren neben dem geringen Energieverbrauch von rund 160
Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche die annähernd gleich gebliebenen
Heizölpreise. Dagegen stiegen die Kosten für mit Erdgas beheizte Wohnungen im
Bundesgebiet von 525 auf 540 Euro an.
Bemerkenswert: In der Region Hannover gingen die Kosten bei der Heizölversorgung
um 4,9 Prozent von 490 auf 466 Euro zurück, während die Region Würzburg mit 6,1
Prozent den deutlichsten Anstieg hatte (478 auf 507 Euro). Beeinflusst werden
die Heizkosten von Größe und Nutzung der Wohnung (Energieverbrauch) sowie von
den Brennstoffpreisen.
Für die laufende Heizperiode ist mit Rückgängen nicht mehr zu rechnen, da
inzwischen der durchschnittliche Heizölpreis um 15 Cent pro Liter gestiegen ist.
„Der Verbraucher ist mehr denn je gefordert, jedwede Einsparmöglichkeit zu
nutzen“, so Stefan Lutz, Pressesprecher bei Techem. Techem liefert mit dem
„Verbrauchs-Check“ wichtige Hinweise, wo sinnvoll gespart werden kann.
Die von Techem ermittelten Heizölkosten pro Jahr in den Regionen (steigend):
Augsburg: 412 Euro, Köln: 447, Düsseldorf: 450, Freiburg: 452, Nürnberg: 453,
Essen: 457, Bremen: 463, München: 464, Berlin: 465, Regensburg: 465, Hannover:
466, Braunschweig: 470, Koblenz: 474, Hamburg: 475, Münster: 475, Siegen: 477,
Stuttgart: 479, Ulm: 481, Rosenheim: 487, Frankfurt am Main: 497, Kiel: 503,
Kassel: 506, Würzburg: 507, Bayreuth: 517, Mannheim: 518, Marburg: 533 Euro.
21.12.05
techem
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Heizöl behauptet sich als einer der wirtschaftlichsten Wärmeenergieträger
Öl-Brennwertheizung minimiert Energieverbrauch
Der sparsame Verbrauch effizienter Öl-Brennwertheizungen kann den Anstieg der
Energiepreise abmildern. Zumal sich Heizöl trotz Verteuerung im Vergleich zu
Erdgas im vergangenen Jahr erneut als der preisgünstigere Wärmeenergieträger
erwiesen hat. Während im Jahresdurchschnitt 2005 eine 3000-Liter-Partie Heizöl
1615 Euro kostete, mussten für die gleiche Wärmemenge Erdgas (33.540 kWh)
einschließlich Grundgebühr 102 Euro mehr, nämlich 1717 Euro bezahlt werden.
2004 war der Preisabstand von Heizöl bei der gleichen Bezugsmenge mit
durchschnittlich 302 Euro noch deutlicher ausgefallen. Dennoch bestätigt auch
das jüngste Vergleichsergebnis den seit 28 Jahren anhaltenden Preisvorteil von
Heizöl. In welcher Größenordnung sich diese Preisdifferenz zwischen den beiden
wichtigsten Energieträgern im deutschen Wärmemarkt auf längere Sicht auswirkt,
vermittelt ein Rückblick allein auf die letzten zehn Jahre, ebenfalls bezogen
auf einen Verbrauch von 3000 Litern. In diesem Zeitraum musste ein
Ölheizungsbetreiber bundesdurchschnittlich insgesamt 2907 Euro weniger für seine
Wärmeenergie zahlen als der Nachbar mit einer Gasheizung. Im Mittel sparte der
Ölheizungsbesitzer gegenüber einem Gasheizungsbetreiber bei den laufenden
Brennstoffkosten also jedes Jahr fast 300 Euro. Sämtliche Zahlenangaben basieren
auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie auf den regelmäßigen Erhebungen
der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.
Auch Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher bescheinigt der Ölheizung
relativ günstige Brennstoffkosten. Obwohl die Heizölnotierungen mit den
Rohölpreisen zusammenhingen, seien sie zuletzt aber längst nicht so stark
gestiegen wie viele Verbraucher vermuten. „Der Gaspreis ist dagegen zuletzt
stetig nach oben gegangen“, erklärt Peters und fasst zusammen: „Eine Ölheizung
ist in der Anschaffung teurer, aber im Verbrauch noch immer günstiger als eine
Gasheizung.“
Das derzeitige Energiepreisniveau allerdings sollte die Betreiber älterer
Heizanlagen veranlassen, sich über den Nutzen einer Heizungsmodernisierung
beraten zu lassen, empfiehlt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO).
Denn je höher die Energiepreise, umso dringender – und lohnender – ist der
Austausch einer veralteten, ineffizienten Heizung gegen eine moderne
Öl-Brennwertanlage. Das bringt Einsparungen bei den Brennstoffkosten von bis zu
30 Prozent. Bei Heizölpreisen um 60 Cent je Liter und einem bisherigen Verbrauch
von 5000 Litern würde sich die neue Öl-Brennwertheizung in etwa neun Jahren
amortisieren. Wobei die Ersparnis von Wartungs- und Reparaturkosten, die sonst
gerade bei älteren Heizanlagen anfallen dürften, noch gar nicht berücksichtigt
ist.

IWO Pressedienst „Modernes Heizen“
Nr. 148 / Februar 2006
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