Heizwert, Heizwerte
Heizwert (Hu):
der Energieinhalt ohne Wasserdampfkondensation, d.h. die Wärmemenge, die bei
einer vollständigen Verbrennung frei wird, wenn das dabei entstehende Wasser
dampfförmig ist. Heizöl EL (extra leicht) nach DIN 51603 muss einen Heizwert von
mindestens 42,6 MJ/kg aufweisen, dies entspricht bei einer mittleren Dichte
einem Heizwert Hu von 10,08 kWh/l.
unterschiedliche quellen- unterschiedliche Werte:
1 Liter Erdöl hat den Heizwert von 1 m3 Erdgas
Heizöl hat einen Heizwert von 11,1 - 11,9 kWh/kg
Heizöl: 10,0 kWh/l / 11,6 kWh/kg
Erdgas: 10,1 kWh/m³
Erdgas H GP 1500 VB: 9,57 kWh/m³
Propangas: 12,87 kWh/kg / 6,88 kWh/m³
lufttrockenes Holz: 4,0 - 4,4 KWh/kg
Braunkohlenbriketts: ca. 5,6 kWh/kg
Steinkohle: ca. 8,1 kWh/kg
Brennwert (Ho):
ist der Energieinhalt einschließlich Wasserdampfkondensation, d.h. die bei
vollständiger Verbrennung frei werdende Wärmemenge einschließlich der
Verdampfungswärme, die im Wasserdampf der Heizgase enthalten ist
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Energieeinheiten-Umrechner der AG Energiebilanzen
Umrechnen von Energie-Einheiten ist keine Hexerei mehr
Programm zum Download / Größter Leistungsumfang / Regelmäßige Aktualisierung
Berlin/Köln (07.03.2008) - Mit dem aufwändigen und fehlerbehafteten Umrechnen
von Energieeinheiten ist jetzt Schluss. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
(AGEB) stellt auf ihren Internet-Seiten einen neuen Energieeinheiten-Umrechner
zur Verfügung. Es handelt sich um eines der leistungsstärksten und mit größter
wissenschaftlicher Sorgfalt zusammengestellten Programme seiner Art.
Das Programm ermöglicht nicht nur die zuverlässige und einfache Umrechnung aller
gängigen nationalen und internationalen Energieeinheiten, sondern auch die
Ermittlung der Energiegehalte für rund 100 verschiedene Energieprodukte und
Brennstoffe. „So wurden allein 27 verschiedene Arten von Biomasse hinterlegt,“
erläuterte Hans-Georg Buttermann von der EEFA GmbH & Co. KG, die das Programm
exklusiv für die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen erstellt hat.
„Wir haben die Leistungsfähigkeit des Programms bereits vielfältig getestet,“
erklärte AGEB-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Ziesing in Berlin, „es erfüllt
die Anforderungen von Wissenschaftlern, Technikern, Lehrern und normalen
Energieverbrauchern gleichermaßen.“ Als besondere Zusatzleistung verfügt der
AGEB-Energierechner über die Fähigkeit, Energiepreise je Energieeinheit in
verschiedenen Währungen auszugeben. Die Währungskurse werden beim Programmstart
online durch aktuelle Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) aktualisiert.
Der Energieeinheiten-Umrechner der AGEB arbeitet grundsätzlich unabhängig von
Online-Verbindungen und eignet sich damit auch für Nutzer ohne ständigen
Internet-Anschluss. Die Nutzung des Energie-Umrechners für PC und Mac ist
kostenfrei und an keinerlei Bedingungen oder die Übermittlung persönlicher Daten
gebunden.
AG Energiebilanzen
Pressedienst Nr. 03|08
07.03.2008
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BDEW zur sicheren Gasversorgung:
Investitionen in Gasspeicher steigen deutlich an
Zwischen 2008 und 2010 fließen knapp eine Milliarde Euro in Speicherung / 19
zusätzliche Untertage-Gasspeicher in Bau oder Planung
Berlin, 15. Mai 2009 – Die Gaswirtschaft investiert verstärkt in den Bau und die
Erweiterung von Untertage-Erdgasspeichern. Im Jahr 2008 sind nach ersten
Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft
(BDEW) rund 330 Millionen Euro in Speicheranlagen geflossen (2007: 262 Millionen
Euro). Für 2009 rechnet der BDEW mit einem Investitionsvolumen von rund 300
Millionen Euro, für 2010 mit rund 350 Millionen Euro. Damit steigen laut BDEW
die Investitionen in der Summe deutlich an: Zwischen 2000 und 2006 wurden im
Schnitt jährlich knapp 110 Millionen Euro in Speicher investiert.
Zurzeit sind in Deutschland 47 Untertage-Erdgasspeicher mit einer Kapazität von
20,3 Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas in Betrieb. 19 weitere
Untertage-Gasspeicherprojekte mit einer zusätzlichen Kapazität von 7,4
Milliarden Kubikmetern befinden sich in Deutschland in Bau oder Planung. Damit
werde nach Angaben des Branchenverbandes der Gesamtanteil der Speichervolumina
bezogen auf den jährlichen Erdgasverbrauch in Deutschland auf rund 32 Prozent
steigen.
Deutschland verfüge über die höchste Erdgas-Speicherkapazität in der
Europäischen Union. An zweiter Stelle liegt nach Angaben des BDEW Italien mit
13,4 Milliarden Kubikmetern, danach folgen Frankreich mit 11,7 Milliarden sowie
Großbritannien und Österreich mit jeweils rund vier Milliarden Kubikmetern
Speicherkapazität.
BDEW
Presseinformation
15.05.2009
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Holz als Energieträger
"Im vergangenen Winter wurden deutschlandweit 13,1 Millionen Tonnen Holz
verfeuert. Allein dadurch konnten rechnerisch mehr als fünf Milliarden Liter
Heizöl eingespart werden, was zu einer Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen
um rund zwölf Millionen Tonnen geführt hat.
...
Deutschland verfügt mit rund 3,4 Milliarden Kubikmetern über die größten
Holzvorräte in Europa. Dank einer nachhaltig betriebenen Forstwirtschaft wächst
zudem in Deutschland mehr Holz nach als verbraucht wird.
...
Feste Biomasse in Form von Holz macht heute knapp 80 Prozent der erneuerbaren
Energien aus, die in Deutschland zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Die
restlichen 20 Prozent verteilen sich auf Pflanzenöl (5,0), Biogas (3,8) und
Bio-Abfälle (5,4) sowie die Solar- (4,1) und Geothermie (2,6). Holz wird dabei
ganz überwiegend - zu 81 Prozent - von den Privathaushalten genutzt; weitere 16
Prozent benötigt die Industrie, die übrigen drei Prozent kommen in
Heizkraftwerken zum Einsatz.
...
Mit offenen Kaminen, deren Energieausbeute bei lediglich 20 Prozent liegt, haben
daher moderne Feuerstätten, die mit einem Wirkungsgrad von 75 Prozent und mehr
arbeiten, nur noch den Brennstoff gemeinsam."
aus:
CO2-neutrales Heizen mit Holz: Moderne Feuerstätten stützen Klimaschutzziele
Wärme aus Biomasse: Holz stellt knapp 80 Prozent der erneuerbaren Energien in
Deutschland
Pressemitteilungen des HKI, 12.2008 und 16.05.2009
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Was haben die Solar- und Windkapazitäten im Januar 2009 geleistet?
Die Deutsche Umwelthilfe erklärt in einer Pressemitteilung vom 13. Januar 2009:
„Braunkohle und Atomkraftwerke verstopfen zeitweise geradezu das deutsche
Stromnetz und verhindern, dass sauberer Strom aus Sonne und Wind zu 100 Prozent
eingespeist werden können.“
Hierzu erklärt der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein: Die Lehre aus den
kalten Wintertagen Anfang dieses Jahres ist erneut, dass es auf den Mix ankommt.
Zur Richtigstellung der Fakten hat der Verband eine Hintergrundinformation
erarbeitet, in der die Beiträge der einzelnen Energieträger im Strommix und ihre
Rolle, insbesondere in den kalten Wintertagen der letzten Wochen, dargestellt
werden (Anlage). Hierzu einige Kernaussagen:
- Wenn die Temperaturen sinken steigt der Verbrauch an Elektroenergie. In den
ersten beiden Januarwochen 2009 lag die Netzlast in Deutschland in einer
Bandbreite von 50 GW in den ganz frühen Morgenstunden und in einer Größenordnung
von 65 bis 75 GW im Verlauf des Tages bis in die Abendstunden. In ganz Europa
waren Verbrauchsspitzen zu verzeichnen.
- Im Zeitraum zwischen dem 5. und 11. Januar 2009 lag die Windeinspeisung in
einer Größenordnung von 0,5 bis 4,5 GW. Bezogen auf die Netzlast war das ein
verschwindend geringer Anteil.
- Glücklicherweise waren die Kapazitäten auf Grundlage Kernenergie (rd. 20 GW)
sowie Braunkohle (rd. 20 GW) ganz überwiegend rund um die Uhr verfügbar und auch
der große Park an Steinkohlekraftwerken (rd. 28 GW) sowie die Gasanlagen (rd. 22
GW) standen bereit, um den hohen Strombedarf abzudecken.
In absehbarer Zeit sind die Braunkohle- und Kernkraftwerke für die
Grundlaststromerzeugung nicht aus der Realität wegzureden. Steinkohle und Erdgas
sind gleichermaßen notwendig, um die Bedarfskurve erzeugungsseitig sicher
nachzubilden. Der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein empfiehlt mehr
Sachlichkeit, weniger Wunsch- und Klienteldenken. Vereinfacht gesprochen, mehr
Fakten, mehr rechnen und weniger behaupten.
Der richtige Mix – Gerade an kalten Wintertagen tragen Kohle, Kernenergie und
Erdgas die Hauptlast in der Stromversorgung – Der Unterschied zwischen Leistung
und Arbeit
1. Temperatur und Strombedarf
Wenn die Temperaturen sinken, steigt der Verbrauch an Elektroenergie. Die in den
Kraftwerken installierte Leistung wird von den Verbrauchern abgerufen. Die
Netzlast in Deutschland liegt an einem typischen Wintertag in einer
Größenordnung von 50 GW in den ganz frühen Morgenstunden und steigt dann recht
schnell in der Zeit zwischen fünf und acht Uhr auf eine Größenordnung von 70 GW
oder mehr (1 GW Leistung = 1.000 MW, das sind zwei Kohleblöcke je 500 MW). Eine
Spitze wird meist in den frühen Abendstunden erreicht. Eine Größenordnung von 75
GW ist für Wintertage nicht unüblich. An ganz kalten Tagen liegt die Netzlast
noch höher. Der Spitzenwert 2007 wurde am 3. Dezember, 18.00 Uhr, mit 78,5 GW
erreicht.
2. Deckung des Strombedarfs im Mix
Die Besonderheit der Stromversorgung ist, dass der Strom nicht gespeichert
werden kann. Entsprechend der von den Verbrauchern verursachten Nachfrage muss
Erzeugungskapazität verfügbar sein, die in Summe sekundengenau den Bedarf
abdeckt.
Die zur Bedarfsdeckung verfügbare Nettoengpassleistung der Kraftwerke in
Deutschland ist allerdings ein theoretischer Wert (Anlage 1). Abschläge sind
erforderlich für geplante Stillstände, Revisionen und Systemdienstleistungen.
Das Ziel der Planungen ist natürlich, dass die verfügbare Leistung immer über
der erwarteten Höchstlast liegt. In der Regel wird mit einer Sicherheitsmarge in
einer Größenordnung von 5 bis 10 % gearbeitet. Wenn man die Höchstlast
beispielsweise in einer Größenordnung zwischen 75 und 80 GW erwartet, wird man
versuchen, eine gesicherte Leistung in einer Größenordnung von 85 GW verfügbar
zu haben.
Bei der Strombereitstellung gibt es traditionell eine Arbeitsteilung zwischen
unterschiedlichen Kraftwerkstypen, die mit den Begriffen Grundlast, Mittellast
und Spitzenlast verbunden ist.
Als Grundlast bezeichnet man den Teil der Nachfrage, der rund um die Uhr
abgerufen wird. Die Bandbreite der Netzlast liegt an einem Wintertag in einer
Größenordnung zwischen 50 und 75 GW. Nimmt man den Wert 50 GW als tiefsten Punkt
für einen Tag, dann liegt die Grundlast in einer Größenordnung von etwa 40 GW.
Bezogen auf die verfügbaren Kraftwerkskapazitäten bedeutet dies, dass die
Leistung der für Grundlast besonders geeigneten Kraftwerke voll abgerufen wird.
Hierzu stehen Braunkohle (rd. 20 GW) sowie Kernenergie (rd. 20 GW) zur Verfügung
(Anlage1).
Auf die Grundlast setzt die Mittellast auf, die überwiegend durch Kraftwerke auf
Basis Steinkohle (rd. 28 GW) sowie Gas (rd. 22. GW) abgedeckt wird. Die
Spitzenlast wird überwiegend durch Gas und Speicherwasser abgedeckt. Der
richtige Mix führt zu Stabilität rund um die Uhr.
3. Zur Rolle der Erneuerbaren Energien in einer jederzeit sicheren
Stromversorgung
In Zeiten kalten Winterwetters ist typischerweise das Angebot an Laufwasser
geringer als beispielsweise in den regenreichen Monaten. Die theoretisch
verfügbaren Kapazitäten an Wasserkraft sind deswegen nur anteilig einzurechnen.
Wesentlich bedeutsamer ist allerdings die Frage, was die Wind- und Solarenergie
tatsächlich leisten können. Ende 2007 verfügte Deutschland in diesem Bereich
über eine Engpassleistung in einer Größenordnung von rd. 25 GW (Anlage 1). Dabei
ist allerdings zu berücksichtigen, dass gerade an kalten Wintertagen das
Windangebot über viele Tage sehr gering sein kann. Ein stabiles Winterhoch mit
tiefsten Temperaturen ist häufig mit Schwachwind oder sogar Windstille
verbunden. Diese Situation kennzeichnete die ersten Wochen des neuen Jahres, wie
der Verlauf der Windenergieeinspeisung in den ersten Januartagen 2009 zeigt
(Anlage 2). Die Bandbreite der verfügbaren Windleistung lag im Zeitraum zwischen
dem 5. und 11. Januar 2009 zwischen 0,5 und 4,5 GW. Bezogen auf die
angesprochene Netzlast, die zwischen 50 bis 75 GW einzuschätzen ist, war das ein
verschwindend geringer Anteil. Selbst übers Jahr gesehen ist der Wind eher ein
unzuverlässiger Geselle, was der Verlauf der Windeinspeisung in Deutschland für
das Jahr 2008 belegt (Anlage 3). Die Windeinspeisung liegt die meiste Zeit in
einer Bandbreite zwischen 2,5 und 7,5 GW, also bei einem Bruchteil der
Windkapazität von rd. 23 GW und ist dabei starken und schnellen Wechseln
unterworfen.
4. Zur Energiesicherheit
Häufig wird gefordert, dass man im Hinblick auf eine hohe Energiesicherheit die
Wind- und Solarkapazitäten schnell und entschlossen weiter ausbauen müsse.
Übersehen wird, dass selbst eine Verdopplung der Leistung an Wind- und
Solarenergie nur minimal zur Erhöhung der Energieversorgungssicherheit beitragen
würde. Denn was nutzt es, wenn an einem kalten Wintertag statt 0,5 oder 4,5 GW
wie im Januar 2009 nach Verdopplung der Kapazität 1 oder 9 GW zur Verfügung
stehen würden. Ein weiteres Element ist das sich häufig sehr schnell ändernde
Windstromangebot. Für ein sicheres Stromversorgungssystem bedeutet deswegen mehr
Windenergie die Notwendigkeit immer mehr schnell zuschaltbare Reserveleistungen
zu installieren. Rein technisch können dies am ehesten Erdgasturbinen leisten.
Hier allerdings erscheint ein neuer Pferdefuss. Gerade wenn die Temperaturen
sehr tief sind, besteht auch im Erdgasnetz Höchstlast. Würde nun gleichzeitig in
sehr viel höherem Umfang Erdgas zur Stromerzeugung abgerufen, wären Lastspitzen
im Erdgasnetz zu verzeichnen, die bisher so noch nicht beobachtet wurden. Dies
ganz abgesehen von übergeordneten Einflüssen, z. B. ein Konflikt, wie er sich
aktuell in der Ukraine abspielt.
5. Fazit
Die Lehre aus den kalten Wintertagen zu Anfang dieses Jahres ist erneut, dass
auf lange Zeit die Braunkohle- und Kernkraftwerke für die Grundlasterzeugung
notwendig bleiben. Steinkohle und Erdgas stehen hierzu nicht im Gegensatz,
sondern sind eine notwendige Ergänzung. Wichtig ist der richtige Mix (Anlage 4).
Die Erneuerbaren Energien liefern Strom – Arbeit und tragen damit in gewissem
Umfang zur Brennstoffeinsparung und zur CO2-Minderung bei. Ein kalkulierbarer
Beitrag zur Versorgungssicherheit über bedarfsorientiert abrufbare Leistung ist
das allerdings nicht.

Anlage 1: Tabelle 5, BDEW, 06.02.2008
Brutto-Stromerzeugung nach Energieträgern in Deutschland
Quellen: Statistisches Bundesamt, BDEW-PGr "Strombilanz"

Anlage 2: Täglich erzeugte Energie aus Wind
Quelle: Uni Kassel

Anlage 3: Windstromeinspeisung in Deutschland 2008
Quelle: Uni Kassel

Anlage 4: Die Kraftwerke in Deutschland 2007
Quellen: BDEW / BMU / AGEB
*) u.a. Müll
Aussender: DEBRIV
Braunkohle Informationen
13.01.2009
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Grundlastkraftwerke sind unverzichtbar
Berlin - Kernkraft und Braunkohle stellten 2007 knapp ein Drittel der deutschen
Kraftwerkskapazitäten von insgesamt 143 300 Megawatt. Die Anlagen lieferten im
Grundlastbetrieb aber nahezu die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms.
Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin
mitteilte, hatten Steinkohlekraftwerke einen Anteil von rund 19 Prozent am
Kraftwerkspark und von 22 Prozent an der Erzeugung gehabt. Gaskraftwerke
stellten 16 Prozent der Kapazität und 12 Prozent an der Erzeugung.
Pumpspeicherkraftwerke und mit Heizöl betriebene Anlagen kamen nur kurzfristig
zum Einsatz, um Verbrauchsspitzen abzudecken, berichtet der BDEW. Auf diese
Anlagen seien zwölf Prozent der Kapazität, aber nur sechs Prozent der
Stromproduktion entfallen. Wasserkraft, Biomasse und sonstige erneuerbare
Energien stellten neun Prozent der Kraftwerkskapazitäten und sieben Prozent der
Stromerzeugung. Windkraftanlagen lieferten ebenfalls sieben Prozent der
Stromproduktion, machten aber 16 Prozent der Kraftwerkskapazitäten aus, so der
BDEW. Ihr Beitrag sei von der Witterung abhängig und daher ohne geeignete
Speichermöglichkeiten nur schwer planbar. „Die Energiewirtschaft will auch
künftig die hohe Versorgungssicherheit erhalten. Dazu braucht Deutschland, neben
dem wichtigen Ausbau der erneuerbaren Energien, neue, effiziente
Kohlekraftwerke, um den Strombedarf rund um die Uhr zu sichern und eine
Importabhängigkeit zu vermeiden“, erklärte BDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard
Meller. Meller wandte sich gegen die kohlefeindliche Haltung des
Umweltausschusses des Europäischen Parlaments und forderte eine Korrektur des
laufenden europäischen Gesetzgebungsverfahrens. Besorgt zeigte sich der BDEW
auch über wachsende Widerstände gegen den Bau neuer Kraftwerke in Deutschland.
Auch in Zukunft müssten die unterschiedlichen Energieträger und
Erzeugungstechniken sachlich bewertet und kombiniert werden, um eine sichere und
umweltverträgliche Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten.

Quelle: DEBRIV, 24.11.2008
Grundleistungskraftwerke liefern 50 Prozent des Stroms
Neue konventionelle Kraftwerke für sichere Stromversorgung erforderlich /
BDEW: Versorgungsqualität nicht gefährden
Berlin, 28. Oktober 2008 - Kernkraftwerke und Braunkohleanlagen stellten 2007
knapp ein Drittel der Kraftwerkskapazitäten der deutschen Energiewirtschaft von
insgesamt 143 300 Megawatt. Die Anlagen lieferten jedoch nahezu die Hälfte des
Stroms in Deutschland, da sie rund um die Uhr für die Grundlast des
Stromverbrauchs arbeiten. Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin.
Steinkohlekraftwerke, die tagsüber für den über die Grundlast hinausgehenden
Stromverbrauch eingesetzt werden, hätten einen Anteil von rund 19 Prozent am
Kraftwerkspark und von 22 Prozent an der Erzeugung gehabt. Gaskraftwerke
stellten 16 Prozent der Kapazität und zwölf Prozent an der Erzeugung.
Pumpspeicherkraftwerke und mit Heizöl betriebene Anlagen sind meist
Reserveanlagen und kommen meist nur kurzfristig zum Einsatz, um
Verbrauchsspitzen abzudecken, berichtet der BDEW. Auf diese Anlagen seien zwölf
Prozent der Kapazität, aber nur sechs Prozent der Stromproduktion entfallen.
Wasserkraft, Biomasse und sonstige erneuerbare Energien stellten neun Prozent
der Kraftwerkskapazitäten und sieben Prozent der Stromerzeugung.
Windkraftanlagen lieferten ebenfalls sieben Prozent der Stromproduktion, machten
aber 16 Prozent der Kraftwerkskapazitäten aus, so der BDEW. Ihr Beitrag sei von
der Witterung abhängig und daher ohne geeignete Speichermöglichkeiten nur schwer
planbar.

Kraftwerk ist nicht gleich Kraftwerk
Kraftwerksleistung und Netto-Stromerzeugung 2007
"Die Energiewirtschaft will auch künftig die hohe Versorgungssicherheit
erhalten. Dazu braucht Deutschland, neben dem wichtigen Ausbau der erneuerbaren
Energien, neue, effiziente Kohlekraftwerke, um den Strombedarf rund um die Uhr
zu sichern und eine Importabhängigkeit zu vermeiden", erklärte
BDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. "Der rigide Beschluss des
Umweltausschusses des Europäischen Parlaments ist dabei im weiteren
Gesetzgebungsverfahren unbedingt zu korrigieren." Die dort vorgesehenen
CO2-Emissionsgrenzwerte führten dazu, dass bereits 2015 eine Genehmigung von
Kohlekraftwerken ohne die Technologie zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS)
nicht mehr möglich sein würde. Dieser Beschluss werde defacto beim gegenwärtigen
Stand der verfügbaren Technik das Aus der Kohleverstromung bedeuten, so der BDEW.
Meller: "Mit Sorge beobachten wir daher den wachsenden Widerstand gegen
Bauvorhaben. Woher soll der Strom künftig kommen, wenn in Deutschland vor allem
der Bau von Kohlekraftwerken, aber auch von Wasser- und Windkraftanlagen
zunehmend blockiert wird?" Auch in Zukunft müssten die unterschiedlichen
Energieträger und Erzeugungstechniken sachlich bewertet und kombiniert werden,
um eine sichere, umweltverträgliche Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen zu
gewährleisten.
28.10.2008
BDEW zur Versorgungssicherheit:
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Heizen mit Holz: Nicht jeder Brennstoff darf in Kamin oder Kachelofen
Verbraucher-Tipps zum klimafreundlichen Heizen *
Wer mit Holz heizt, schont das Klima, denn bei der Verbrennung von Holz entsteht
nur soviel Kohlendioxid, wie die Bäume vorher beim Wachstum gebunden haben.
Aber: Besonders bei nicht optimaler, unvollständiger Verbrennung und beim
Einsatz falscher Brennstoffe stoßen Holzheizungen große Mengen gefährlicher
Luftschadstoffe aus – zum Beispiel gesundheitsschädlichen Feinstaub oder
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Mit qualitativ hochwertigem Holz,
einer technisch einwandfreien Heizung und einer sparsamen Nutzung lassen sich
die Emissionen der Holzöfen und -kessel entscheidend senken. Alles Wissenswerte
rund um Kamin- oder Kachelofen erläutert der kostenlose Ratgeber „Heizen mit
Holz“ des Umweltbundesamtes (UBA).
Welche Brennstoffe in Kaminöfen, Kachelöfen und ähnlichen Anlagen erlaubt sind,
legt die „Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen“ (1. BImSchV)
fest. Erlaubt sind bei Anlagen mit festen Brennstoffen naturbelassenes
Scheitholz, Holzbriketts/-pellets sowie Braun- und Steinkohle. Vielfach bietet
der Brennstoffhandel daneben sogenannte Paraffin-Brennscheite an. Diese
quaderförmigen Blöcke bestehen in der Regel aus einer Mischung aus Sägespänen
und einer erheblichen Menge Paraffin. In Kamin- und Kachelöfen und ähnlichen
Anlagen die unter die 1. BImSchV fallen, sind diese nicht erlaubt.
Wer dennoch Brennscheite mit hohen Paraffinanteilen in seinem Ofen verbrennt,
riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern kann sich weitere Probleme einhandeln -
zum Beispiel mit den Nachbarn: Der Staubausstoß eines Kaminofens, der mit
Paraffinbrennscheiten betrieben wird, kann bis zu acht Mal so hoch sein, wie bei
der Verbrennung trockenen Scheitholzes. Auch Sicherheitsprobleme sind nicht
auszuschließen.
Wer das Klima schonen möchte, sollte – neben der Wahl des richtigen Brennstoffs
– die folgenden Tipps beachten:
• Alte Feuerungsanlagen raus: auf moderne, emissionsarme Anlagentechnik setzen –
zum Beispiel auf Pellet-Heizungen, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen.
• Die Anlage richtig bedienen: zügig anheizen und sich bei Menge und Art des
Brennstoffes nach den Ratschlägen der Hersteller richten.
• Die Anlage regelmäßig warten: Zumindest vor Beginn jeder Heizperiode sollte
ein Fachbetrieb die Anlage gründlich inspizieren.
Der Ratgeber „Heizen mit Holz“ steht zum kostenlosen Download bereit unter
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf. Eine gedruckte Fassung
ist kostenlos erhältlich per Telefon zum Ortstarif: 01888/305-3355, Fax:
01888/305-3356 oder per Email: uba@broschuerenversand.de. Schriftliche
Bestellungen einfach an: Umweltbundesamt, c/o GVP Gemeinnützige Werkstätten
Bonn, Postfach 30 03 61, 53183 Bonn.
UBA Presseinformation
Dessau, 14.11.2008
* Warum "klimafreundlich"? Reicht nicht umweltfreundlich.
Der Mensch ist inter agierender Teil der Umwelt,
er ist auch zu schützen.
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Grundleistungskraftwerke liefern 50 Prozent des Stroms
Neue konventionelle Kraftwerke für sichere Stromversorgung erforderlich /
BDEW: Versorgungsqualität nicht gefährden
Berlin, 28. Oktober 2008 - Kernkraftwerke und Braunkohleanlagen stellten 2007
knapp ein Drittel der Kraftwerkskapazitäten der deutschen Energiewirtschaft von
insgesamt 143 300 Megawatt. Die Anlagen lieferten jedoch nahezu die Hälfte des
Stroms in Deutschland, da sie rund um die Uhr für die Grundlast des
Stromverbrauchs arbeiten. Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin.
Steinkohlekraftwerke, die tagsüber für den über die Grundlast hinausgehenden
Stromverbrauch eingesetzt werden, hätten einen Anteil von rund 19 Prozent am
Kraftwerkspark und von 22 Prozent an der Erzeugung gehabt. Gaskraftwerke
stellten 16 Prozent der Kapazität und zwölf Prozent an der Erzeugung.
Pumpspeicherkraftwerke und mit Heizöl betriebene Anlagen sind meist
Reserveanlagen und kommen meist nur kurzfristig zum Einsatz, um
Verbrauchsspitzen abzudecken, berichtet der BDEW. Auf diese Anlagen seien zwölf
Prozent der Kapazität, aber nur sechs Prozent der Stromproduktion entfallen.
Wasserkraft, Biomasse und sonstige erneuerbare Energien stellten neun Prozent
der Kraftwerkskapazitäten und sieben Prozent der Stromerzeugung.
Windkraftanlagen lieferten ebenfalls sieben Prozent der Stromproduktion, machten
aber 16 Prozent der Kraftwerkskapazitäten aus, so der BDEW. Ihr Beitrag sei von
der Witterung abhängig und daher ohne geeignete Speichermöglichkeiten nur schwer
planbar.
"Die Energiewirtschaft will auch künftig die hohe Versorgungssicherheit
erhalten. Dazu braucht Deutschland, neben dem wichtigen Ausbau der erneuerbaren
Energien, neue, effiziente Kohlekraftwerke, um den Strombedarf rund um die Uhr
zu sichern und eine Importabhängigkeit zu vermeiden", erklärte
BDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. "Der rigide Beschluss des
Umweltausschusses des Europäischen Parlaments ist dabei im weiteren
Gesetzgebungsverfahren unbedingt zu korrigieren." Die dort vorgesehenen
CO2-Emissionsgrenzwerte führten dazu, dass bereits 2015 eine Genehmigung von
Kohlekraftwerken ohne die Technologie zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS)
nicht mehr möglich sein würde. Dieser Beschluss werde defacto beim gegenwärtigen
Stand der verfügbaren Technik das Aus der Kohleverstromung bedeuten, so der BDEW.
Meller: "Mit Sorge beobachten wir daher den wachsenden Widerstand gegen
Bauvorhaben. Woher soll der Strom künftig kommen, wenn in Deutschland vor allem
der Bau von Kohlekraftwerken, aber auch von Wasser- und Windkraftanlagen
zunehmend blockiert wird?" Auch in Zukunft müssten die unterschiedlichen
Energieträger und Erzeugungstechniken sachlich bewertet und kombiniert werden,
um eine sichere, umweltverträgliche Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen zu
gewährleisten.
Presseinformation 28.10.2008
BDEW zur Versorgungssicherheit:
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Beheizungsstruktur in Deutschland: 50% Erdgas
Fast jede zweite Wohnung wird mit Erdgas warm
Laut Auskunft des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
werden in Deutschland wiederum mehr Wohnungen mit Erdgas warm: Gegenüber den
Vorjahren stieg der Marktanteil 2007 weiter auf nunmehr 48,3 Prozent.
Andere fossile Energieträger wie beispielsweise Heizöl verloren weiter an
Bedeutung: In etwa jeder dritten Wohnung (30,3 Prozent) wird der Brennstoff
genutzt. Kohle kommt in nur noch drei Prozent der Haushalte zum Einsatz.
Gegenüber Kohle und Heizöl stößt Erdgas bei der Verbrennung die geringste Menge
Kohlendioxid aus. Daher ist laut Aussage des BDEW der Austausch veralteter Öl-
und Kohleöfen durch Gas-Brennwertgeräte ökologisch zu empfehlen. Zudem lohnt
sich ein Wechsel finanziell, da moderne Gerätetechnik den Energieverbrauch
merklich senkt. Noch energiesparender ist die zusätzliche Einbindung einer
Solarwärmeanlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung.
Der Anteil von Stromheizungen stieg leicht auf 5,9 Prozent. Hierzu zählen nicht
nur Nachtstromspeichergeräte, sondern auch Wärmepumpen. Fernwärme blieb konstant
bei 12,5 Prozent Anteil.
Auch in Zukunft rechnet der BDEW mit einem weiteren Anstieg der Erdgasbeheizung
in Deutschland. Gründe dafür liegen zum Beispiel im Austauschpotenzial von
veralteten Ölkesseln und in der stark zunehmenden Beliebtheit von Kombilösungen,
bestehend aus Erdgas-Brennwertgeräten mit Solarwärmeanlagen.
BDEW
Berlin, 14.10.2008

Fast jede zweite Wohnung wird mit Erdgas warm. Bild: BDEW
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Braunkohle leistet stabilen Beitrag zur sicheren Energieversorgung
Anteil von 40 Prozent an der inländischen Energiegewinnung / Wichtigste
heimische Energieressource
Köln (04.09.2008) – Rund 40 Prozent der in Deutschland pro Jahr gewonnenen
Energieressourcen entfallen auf Braunkohle. Braunkohle ist nicht nur der
wichtigste heimische Energieträger, sondern auch der einzige fossile
Energieträger, der zu 100 Prozent im eigenen Land gewonnen wird. Der Einsatz von
Braunkohle erfolgt zu über 90 Prozent in inländischen Kraftwerken. Jährlich
werden in Deutschland rund 150 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Braunkohle
erzeugt, das entspricht mehr als einem Viertel der Gesamtproduktion. Knapp 10
Prozent der Braunkohlenförderung werden zu festen oder staubförmigen
Brennstoffen weiterverarbeitet.
Braunkohle trägt damit nachhaltig zur sicheren Strom- und Energieversorgung
Deutschlands bei. Braunkohle wird im Rheinland, der Lausitz, in
Mitteldeutschland sowie im Raum Helmstedt gewonnen. Der Einsatz in den
Kraftwerken sowie die Veredlung erfolgen in der Regel in unmittelbarer Nähe zum
Tagebau. Damit vereint die deutsche Braunkohlenindustrie die gesamte
Wertschöpfungskette von der Gewinnung bis zum Endprodukt. Die deutsche
Braunkohlenindustrie bietet derzeit rund 23.000 sichere und anspruchsvolle
Arbeitsplätze.
Der Beitrag der heimischen Braunkohle zur deutschen Energiebilanz erreicht seit
Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts pro Jahr 50 bis 58
Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE). Die Menge entspricht der
gesamten inländischen Förderung von Öl, Gas und Steinkohle sowie den Beiträgen
der erneuerbaren Energien. Insgesamt deckt Braunkohle etwa 11 Prozent des
gesamten inländischen Energiebedarfs.

Gewinnung von Energieträgern in D
1995 bis 2007, in Mio. t SKE

Anteile der Energieträger an der Inlandsgewinnung 2007
Anteile in Prozent, gesamt 139,1 Mio. t SKE
Pressemitteilung
DEBRIV, 04.09.2008
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Heimische Energiegewinnung 2007
Höhere Inlandsgewinnung senkt Importabhängigkeit
Braunkohle führt heimische Energiegewinnung an / Steigender Beitrag der
Erneuerbaren
Berlin/Köln (03.03.2008) - Im vergangenen Jahr konnte Deutschland seine hohe
Abhängigkeit von Energieimportenten leicht senken. Nach aktuellen Berechnungen
der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stieg der Anteil inländischer
Energiequellen am gesamten Energieverbrauch auf 28,5 Prozent. Die
Importabhängigkeit sank von knapp 74 auf jetzt 71,5 Prozent. Die Gewinnung und
Nutzung heimischer Energieträger erreichte 2007 eine Höhe von 135 Mio. t
Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE), das waren knapp 5 Mio. t SKE oder 3,6 Prozent
mehr als 2006.
Braunkohle führt inländische Energiegewinnung an
Mit Abstand wichtigster heimischer Energieträger ist die Braunkohle. Mit einer
Jahresförderung von 180,4 Mio. t (55,0 Mio. t SKE) erreichte die Braunkohle
einen Anteil von über 41 Prozent an der gesamten inländischen Energiegewinnung.
Der Steinkohlenbergbau kam mit einer Förderung von knapp 22,2 Mio. t SKE auf
einen Anteil von etwas mehr als 16 Prozent. Die Erdgasförderung erreichte eine
Höhe von 18,4 Mio. t SKE, das entspricht einem Anteil an der inländischen
Energiegewinnung von 13,6 Prozent. Mineralöl trug mit 3,7 Prozent zur
inländischen Energiegewinnung bei. Wasserkraft, Windenergie und sonstige
erneuerbare Energien kamen zusammen auf 23,3 Prozent.
Unterschiedliche Importquoten
Trotz der leicht gestiegenen heimischen Energiegewinnung bleibt Deutschland in
erheblichem Maße auf die Einfuhr von Energieträgern angewiesen. Die höchste
Importquote besteht mit über 96 Prozent beim Mineralöl. Der Erdgasverbrauch wird
zu rund 83 Prozent durch Lieferungen aus dem Ausland gedeckt. Bei der Steinkohle
beträgt der Importanteil infolge des kontinuierlichen Rückgangs eigener
Förderung inzwischen rund 68 Prozent. Demgegenüber wird der Braunkohlenbedarf
komplett aus der inländischen Gewinnung gedeckt. Unter Berücksichtigung des
Aufkommens erneuerbarer Energieträger sinkt die Importabhängigkeit auf rund 72
Prozent. Wird angesichts der in Deutschland vorgehaltenen Brennstoffvorräte mit
mehrjähriger Reichweite die Kernenergie als quasi-heimisch ebenfalls der
inländischen Energiegewinnung zugeordnet, vermindert sich die Abhängigkeit des
Landes von Energieimporten auf etwa zwei Drittel.
Ausführliche Informationen zur inländischen Energiegewinnung und zur aktuellen
Energieverbrauchsentwicklung enthält der Bericht „Energieverbrauch im Jahre
2007“. Download unter www.ag-energiebilanzen.de in der Rubrik „Daten“. Höhere
Inlandsgewinnung senkt Importabhängigkeit Braunkohle führt heimische
Energiegewinnung an / Steigender Beitrag der Erneuerbaren
Anteile der Energieträger
an der heimischen Energiegewinnung

Berlin/Köln - Die Gewinnung und Nutzung heimischer Energieträger in Deutschland
lag 2007 bei 135 Mio. t Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Heimische Ressourcen
hatten einen Anteil von 28,5 Prozent am gesamten Energieverbrauch in Höhe von
473,6 Mio. t SKE. Wichtigster inländischer Energieträger war erneut die
Braunkohle, gefolgt von Steinkohle und Erdgas.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Importabhängigkeit verschiedener Energieträger
in Prozent vom Gesamtverbrauch 2007

Berlin/Köln - Der Verbrauch an Primärenergieträgern konnte 2007 nach
Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zu mehr als 28 Prozent aus
heimischen Ressourcen gedeckt werden. Insgesamt betrug die heimische
Energiegewinnung 135 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE).
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
pressedienst Nr. 02|08 AG Energiebilanzen
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.
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Entwicklung des Heizenergiemarktes im Neubaubereich 2007:
66 Prozent entscheiden sich für Erdgas
Insgesamt 18,4 Millionen Haushalte heizen mit Erdgas /
Anteil von Bioerdgas soll ausgebaut werden
Berlin, 07. Februar 2008 – Im Neubaubereich liegt Erdgas als Heizenergie
bundesweit vorn: Rund zwei Drittel aller neuen Wohnungen, die in den ersten drei
Quartalen des Jahres 2007 eine Baugenehmigung erhielten, werden mit einer
Erdgasheizung ausgestattet. An zweiter Stelle folgen Wärmepumpen. Diese
erreichten einen Anteil von 15 Prozent. Das meldete der Bundesverband der
Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin. Spitzenwerte bei der Entscheidung
für den Einbau einer Erdgasheizung wurden in den Bundesländern Bremen mit 90
Prozent und Niedersachsen mit 80 Prozent erreicht.
Insgesamt 18,4 Millionen Haushalte, so der BDEW, heizen nach ersten Schätzungen
für das Jahr 2007 mit Erdgas. Das bedeutet einen Marktanteil von mehr als 48
Prozent. Mit Heizöl werden rund 31 Prozent der Wohnungen beheizt. Fernwärme
kommt auf einen Marktanteil von rund 13 Prozent.
Ein großes Zukunfts-Potenzial im Wärmemarkt bietet nach Angaben des
Branchenverbandes insbesondere der regenerative Energieträger Bioerdgas. Diese
erneuerbare Energie wird in Biogasanlagen durch Vergärung beispielsweise von
Mais oder Gülle erzeugt und auf Erdgasqualität veredelt. Klares Ziel der
Gaswirtschaft sei es, im Wärmemarkt einen signifikanten Anteil von Bioerdgas zu
erreichen. Mit Bioerdgas können die Kunden in Zukunft auf einfache Weise den
Anteil erneuerbarer Energien an ihrer Wärmeversorgung erhöhen. Ziel der Branche
ist es, bis 2030 bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Bioerdgas in die
Erdgasversorgung Deutschlands integrieren zu können, erläuterte der BDEW.
BDEW, 7.2.2008
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1.240 Kraftwerke sichern die Stromversorgung
Deutscher Kraftwerkspark bietet große Erzeugungsvielfalt / Rund 890 Kraftwerke
arbeiten für die allgemeine Versorgung
Berlin, 7. Januar 2008 - In Deutschland sichern insgesamt rund 1 240 Kraftwerke
die Versorgung mit Strom. Etwa 890 Kraftwerke erzeugen Strom für die allgemeine
Versorgung; rund 350 Kraftwerke arbeiten im Bereich der Industrie. Das
ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin.
Rund 470 konventionelle Wärmekraftwerke gibt es nach BDEW-Angaben in der
allgemeinen Versorgung. Davon sind etwa 280 Erdgas- und 100 Kohlekraftwerke.
Hinzu kommen weitere 90 Anlagen, die mit sonstigen Brennstoffen wie zum Beispiel
Deponiegas oder thermischen Abfällen (Müll) betrieben werden.
Zusätzlich erzeugen 17 Kernkraftwerke Strom in Deutschland. Rund 290 Kraftwerke
mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt werden aus Laufwasser und 60 aus
Speicherwasser gespeist. Weitere etwa 50 Anlagen werden mit Biomasse, Biogas
oder Dieselaggregaten betrieben.
Nahezu rund um die Uhr erzeugen Kernkraftwerke, mit Braunkohle befeuerte
Kraftwerke und Laufwasserkraftwerke Strom für die Verbraucher. Diese liefern die
Grundlast. Überwiegend tagsüber für den normalen Verbrauch werden Steinkohle-
und Erdgaskraftwerke eingesetzt. Ölbefeuerte Anlagen, Speicher- und
Pumpspeicherwerke werden nur zur Deckung der Verbrauchsspitzen eingesetzt. Wind-
und Photovoltaikanlagen sind nahezu das ganze Jahr in Betrieb, allerdings nur
selten mit maximaler Leistung, da ihr Einsatz von der Witterung abhängig ist.
Tabelle: Anzahl der Kraftwerksanlagen in Deutschland
| Industriekraftwerke |
|
350*
|
| Kraftwerke der allgemeinen
Versorgung |
|
890*
|
| davon |
|
|
| Konventionelle Wärmekraftwerke
befeuert mit: |
470*
|
 |
| Erdgas |
280*
|
|
| Kohle |
100*
|
|
| Sonstige** |
90*
|
|
| Kernkraftwerke |
17
|
|
| Laufwasserkraftwerke |
290*
|
|
| Speicherwasserkraftwerke |
60*
|
|
| Biomasse, Biogas, Dieselaggregate |
50*
|
|
| Gesamt |
|
1240*
|
* geschätzt und gerundet
** Deponie-, Gruben-, Gicht-, Hochofen-, Kokereigas,
Heizöl, Müll
Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
(BDEW), Berlin
BDEW, 7.1.2008
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Deutsches Stromnetz ist 1,78 Millionen Kilometer lang
Länge entspricht viereinhalbfacher Entfernung von der Erde bis zum Mond
Berlin, 22. März 2010 – Die deutschen Stromnetze haben eine Gesamtlänge
von rund 1,78 Millionen Kilometern. Das haben aktuelle Berechnungen des
Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben. Dies
entspricht in etwa der viereinhalbfachen Entfernung von der Erde bis zum
Mond.
Der größte Teil der Stromnetze entfällt mit 1,16 Millionen Kilometern
(km) auf die Niederspannungsebene, über die vor allem Haushalte,
kleinere Gewerbebetriebe und die Landwirtschaft mit Strom lokal versorgt
werden. In den regionalen Verteilnetzen kommt die Mittelspannungsebene
auf eine Länge von 507 210 km und die Hochspannungsebene auf 76 279 km,
so der BDEW. Kunden sind hier insbesondere lokale Stromversorger,
Industrie sowie größere Gewerbebetriebe. Die überregionalen
Stromautobahnen sind die Höchstspannungsnetze, die in Deutschland 35 708
km lang sind. Kunden in diesem Großhandelsbereich sind regionale
Stromversorger und sehr große Industriebetriebe. Darüber hinaus
verbinden die Höchstspannungsleitungen Deutschland auch mit dem Ausland.
Presseinformation BDEW, 22.03.2010
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Mehr Strom aus Braunkohle
Wichtigster heimischer Energieträger erhöht Förderung und Lieferungen
an Kraftwerke /Steigender Anteil am Energieaufkommen
Köln (08. Januar 2008) – Die deutsche Braunkohlenindustrie hat ihre Produktion
im abgelaufenen Jahr um über 2 Prozent auf mehr als 180 Millionen Tonnen (Mio.
t) erhöht. Im Rheinland lag die Produktion bei fast 100 Mio. t (plus 3,7
Prozent), in der Lausitz bei nahezu 60 Mio. t (plus 2,6 Prozent) und in
Helmstedt wurden mehr als 2 Mio. t Braunkohle gefördert. In Mitteldeutschland
ging die Förderung aufgrund geringerer Kraftwerksverfügbarkeit leicht zurück und
erreichte eine Höhe von 19 Mio. t. Rund 92 Prozent der deutschen
Braunkohlenproduktion wurden zur Stromerzeugung eingesetzt. Der Absatz von
Braunkohlenbriketts entwickelte sich infolge der witterungsbedingt niedrigen
Nachfrage rückläufig.
Die Stromerzeugung aus Braunkohle stieg um rund 3 Prozent auf 156 Milliarden
Kilowattstunden (Mrd. kWh). Da der Stromverbrauch in Deutschland 2007 praktisch
stabil blieb, erhöhte sich der Anteil der Braunkohle an der gesamten
Stromerzeugung auf ein knappes Viertel.
Mit rund 55 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) deckte die
Braunkohle etwa 12 Prozent des gesamten inländischen Energiebedarfs. Sie ist
damit weiterhin der mit Abstand wichtigste heimische Energieträger.
Die Zahl der Beschäftigten lag Ende 2007 mit 23 000 so hoch wie am Ende des
Vorjahres. In dieser Zahl sind rund 1 700 Auszubildende und etwa 6 200
Mitarbeiter in den Kraftwerken enthalten. Darüber hinaus sind rund 900
Beschäftigte in den Sanierungsgesellschaften tätig. Insgesamt werden in
Deutschland gut 50 000 Arbeitsplätze durch Braunkohlenbergbau und
-stromerzeugung gesichert. Die deutsche Braunkohlenindustrie arbeitet
subventionsfrei und zählt zu den effizientesten Energiebranchen in Europa.
DEBRIV
PRESSEMITTEILUNG 0 1 / 2 0 0 8
08.01.2008
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Deutsche pflegen naiven Glauben an Sonne und Wind
Hamburg/Düsseldorf – Der Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Eon-Konzerns,
Wulf Bernotat, hat in einem Gespräch mit dem Hamburger Magazin Stern Politik und
Versorger dazu aufgerufen, die Bevölkerung stärker über die tatsächlichen
technischen und wirtschaftlichen Potenziale der erneuerbaren Energien
aufzuklären. Fast zwei Drittel der Bevölkerung gehen davon aus, so Bernotat,
dass in 20 bis 30 Jahren die Solarenergie die wichtigste Energiequelle sei,
obwohl sie bislang nur 0,3 Prozent der deutschen Stromerzeugung decke. Selbst
wenn es gelänge, den Beitrag aller erneuerbaren Energieträger zur Stromerzeugung
von heute 12 auf 30 Prozent bis 2020 zu steigern, sei zur Deckung des restlichen
Bedarfs ein breiter Technologie- und Energiemix unverzichtbar, sagte Bernotat.
Der Eon-Chef kündigte an, dass sein Unternehmen bis 2010 etwa 3 Milliarden Euro
in die Nutzung erneuerbarer Energien investieren will. „Mehr ist nicht drin,
denn es gibt gar nicht genug Projekte, in die wir bei unseren Anforderungen
investieren können.“ Daneben will Eon mehr als 4 Milliarden Euro in den Bau
neuer Kohlekraftwerke an Standorten in Deutschland und den Niederlanden
investieren. Das Unternehmen investiere in Deutschland, Schweden, England und
den USA auch in die Entwicklung CO2-freier Kraftwerkstechnologien. Bernotat
rechnet bis 2020 mit praxistauglichen Lösungen. Es müsse bis dahin aber auch das
Problem der CO2-Lagerung gelöst sein. „Hierfür muss die Politik die
Voraussetzungen schaffen,“ erklärte Bernotat.
DEBRIV, Infobrief 3-07,
21.08.2007
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Fossile Energien tragen Stromerzeugung
Anteile der Energieträger an der Stromerzeugung 2006
in Prozent (Vorjahr in Klammern) - gesamt 636 Mrd. kWh

Die inländische Stromerzeugung stieg im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf rund
636 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Mehr als 45 Prozent davon wurden nach
vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) aus
Kohle erzeugt. Knapp 12 Prozent trug das Erdgas bei. Die Kernkraft hatte einen
Anteil von rund 26 Prozent. Die Erneuerbaren Energien konnten ihren Anteil auf
fast 12 Prozent (Vorjahr 10,4) steigern. Insgesamt zeichnete sich die deutsche
Stromerzeugung auch 2006 durch einen breiten Energiemix aus.
Der inländische Stromverbrauch einschließlich des Saldos aus dem Stromimport und
-export erhöhte sich im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent auf knapp 616 Mrd. kWh.
Mit einem Exportüberschuss von 20 Mrd. kWh erreichte der Stromaustausch mit dem
Ausland erneut eine Rekordmarke.
Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen e.V.
AGEB, Berlin/Köln, 18.04.2007
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Langfristige Versorgungssicherheit
Globale Rohölreserven stiegen auf neue Rekordhöhe
Wer heute in eine sparsame Öl-Brennwertheizung investiert, kann sicher sein,
auch morgen und übermorgen zuverlässig mit seinem Wärmeenergieträger versorgt zu
werden. Das gewährleisten nicht nur die im vergangenen Jahr erneut gestiegenen
weltweit bestätigten Rohölreserven. Nach Berechnungen des „Oil & Gas Journal“
lagen die Ölmengen, die mit heutiger Technik wirtschaftlich gefördert werden
können, zum Jahresbeginn 2007 bei 178,8 Milliarden Tonnen. Zwölf Monate zuvor
betrugen die globalen Erdölvorräte noch 176 Mrd. Tonnen.
Hinzu kommen noch einmal fast doppelt so viele Rohölressourcen. Das sind
konventionelle und nicht-konventionelle Mengen, die zurzeit nicht wirtschaftlich
gefördert werden können, die jedoch geologisch nachgewiesen oder potenziell
vorhanden sind. Dass es sich bei den Ressourcen keineswegs etwa um Vorräte mit
Phantom-Charakter handelt, lässt sich schon anhand der aktuellen Studie der
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ableiten. Die
Fachbehörde des Bundeswirtschaftsministeriums rechnet nämlich bereits einen Teil
der riesigen nicht-konventionellen Schwerstölvorkommen in Venezuela zu den
sicheren Reserven. Deshalb fällt die BGR-Bewertung der gesicherten Erdölvorräte
mit 228 Milliarden Tonnen um rund 50 Milliarden Tonnen höher aus als die des
„Oil & Gas Journal“.
Die auf Generationen hinaus gewährleistete Versorgungssicherheit mit Heizöl
stützt sich aber nicht nur auf die vorhandenen Rohölreserven. Darüber hinaus
können zukünftig auch flüssige Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen den
Bedarf an Erdöl senken. Heizgeräteindustrie und Mineralölwirtschaft arbeiten
intensiv an der Entwicklung entsprechender biogener Heizöle, in Europa und in
den USA laufen gegenwärtig umfangreiche Test- und Forschungsprogramme. Und in
Deutschland wird bereits eine DIN-Norm für ein Heizöl mit Biokomponenten
vorbereitet. Außerdem wird die anhaltende Effizienzsteigerung der Heiztechnik zu
einer weiteren Reduzierung des Bedarfs nach Mineralöl beitragen.
IWO
03.04.2007

Grafik: DIMaGB, Daten: IWO
Bedarf: weltweiter Erdölbedarf in Mrd. t
Reserven: technisch und wirtschaftlich gewinnbar
Ressourcen: nachgewiesen oder geologisch möglich
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Womit heizt Deutschland?
Aktuelle Statistik 2006
Wie werden deutsche Wohnungen warm? Der Trend in Richtung Gasheizung setzt sich
laut einer Statistik des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft
(BGW) fort.
Gegenüber dem Vorjahr konnte Erdgas seine Bedeutung weiter ausbauen: In 48
Prozent aller Wohnungen wird der Brennstoff als Heizenergie genutzt. Das
entspricht einem Zuwachs von 0,4 Prozentpunkten (Basis: Wohneinheiten,
vorläufige Zahlen).
Wie in den vergangenen Jahren sank auch 2006 der Anteil der Ölheizungen in
Deutschland. Er verminderte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 30,7 Prozent. In etwa
jeder achten Wohnung kommt wie im Vorjahr Fernwärme zum Einsatz (12,5 Prozent).
Während der Anteil von Stromheizungen bei 5,8 Prozent blieb, sank er bei
Kohleöfen von 3,1 auf 3,0 Prozent.
Aufgrund der geringen Bautätigkeit in Deutschland sind die meisten Zuwächse bei
der Erdgasheizung auf Modernisierungen zurückzuführen, so der BGW. Dabei wird
von einem anderen Energieträger auf Erdgas gewechselt. Laut Auskunft des BGW
setzen die Bundesbürger auch im Neubau mehrheitlich Erdgasgeräte ein,
insbesondere mit Gas-Brennwerttechnik und zunehmend kombiniert mit Solarwärme.
BGW
Berlin, 05.03.2007

Bild: DIMaGB, Daten: BGW
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Berliner Energietage: Globale Reserven reichen für Generationen
Technischer Fortschritt erhöht die Erdölvorräte
„Ebenso wie die Steinzeit nicht aus einem Mangel an Steinen zu Ende ging, wird
das Ölzeitalter nicht aus Mangel an Öl enden.“ Mit diesem Vergleich verweist
Karl-Heinz Schult-Bornemann, Kommunikationschef einer der größten
internationalen Mineralölgesellschaften, alle Spekulationen über ein baldiges
Versiegen der weltweiten Erdölquellen ins Reich der Fabeln. „Vielmehr werden
auch die Enkel unserer Enkel noch genügend Öl zur Verfügung haben“, versicherte
er im Rahmen der „7. Berliner Energietage“, an denen sich insgesamt mehr als
2500 Fachleute zum Thema Energieeffizienz in Deutschland informierten.
Seine These untermauerte Schult-Bornemann mit gesicherten Daten. Und vor allem
räumte er mit einer weit verbreiteten Fehlinterpretation des Begriffs
„Ölreichweite“ auf, die fälschlicherweise oft mit einer Tankreichweite
gleichgesetzt wird. So betrugen 1940 die sicher bestätigten Welterdölreserven 6
Mrd. Tonnen, woraus sich auf Basis des damaligen Verbrauchs eine Reichweite von
21 Jahren ergab. Nach Ablauf dieser 21 Jahre waren die sicher bestätigten
Reserven auf 41 Mrd. Tonnen gestiegen. Die Reichweite hatte sich, bezogen auf
den weltweiten Verbrauch des Jahres 1960, auf 38 Jahre verlängert. Zum
Jahresbeginn 2006 lagen die globalen Erdölvorräte mit 176 Mrd. Tonnen auf einem
neuen Rekordstand. Eine daraus resultierende rein rechnerische Reichweite auf
Basis des Jahresverbrauchs 2005 beträgt rund 50 Jahre. Womit deutlich wird: Die
Ölreichweite gibt stets nur eine Momentaufnahme wieder, ist für zuverlässige
Prognosen also gänzlich ungeeignet.
Wesentliche Faktoren bleiben nämlich bei einer solchen Hochrechnung völlig
unberücksichtigt, etwa die Erschließung neuer Ölvorkommen, insbesondere aber der
technische Fortschritt. So haben sich von 1980 bis heute die sicher bestätigten
Erdölreserven vor allem aufgrund technischer Verbesserungen im Bereich der
Exploration glatt verdoppelt, weniger aufgrund eines raschen Auffindens neuer
großer Lagerstätten. Zu den nachhaltigsten Entwicklungen zählen unter anderem
die 3-D-Seismik, gravimetrische Messungen via Satellit, Horizontalbohrungen,
elektromagnetische Suchmethoden sowie die Offshore-Förderung in immer größeren
Meerestiefen. Mit Erschließungsvorhaben in 3000 Metern Tiefe wurde bereits
begonnen. So hat der technische Fortschritt in immer kürzeren Abständen zuvor
Unmögliches möglich gemacht.
Ferner: Bei den sicheren Reserven handelt es sich ausschließlich um Vorkommen,
die durch Bohrung bestätigt und mit heutiger Technik wirtschaftlich förderbar
sind. Darüber hinaus gibt es die um ein Vielfaches größeren Ressourcen, zu denen
auch Schweröle, Ölsande und Ölschiefer gehören. Schon bei der Zuordnung dieser
nachgewiesenen oder geologisch potenziellen Mengen kommt es zu unterschiedlichen
Bewertungen. So beziffern die internationalen Mineralölgesellschaften die
gesicherten Ölreserven aktuell auf 176 Mrd. Tonnen, während die deutsche
„Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“ (BGR) insgesamt 226 Mrd.
Tonnen aufführt. Denn die Fachbehörde des Bundeswirtschaftsministeriums zählt
bereits 50 Mrd. Tonnen der nicht-konventionellen Schwerstölvorkommen in
Venezuela zu den sicheren Reserven, während diese in den Büchern der
Mineralölwirtschaft noch als Ressourcen geführt werden.
IWO Pressedienst
Ausgabe Nr. 150, Mai 2006
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Kohle als Energieträger
Kohle deckt heute ein Sechstel des Primärenergiebedarfs in der EU-25 und
kann sich dabei zu zwei Drittel auf heimische Ressourcen stützen. Ein Viertel
der Kraftwerkskapazitäten und rund ein Drittel der Stromproduktion basiert auf
Kohle. Europa (einschließlich Russland) bietet den Zugriff auf fast ein Drittel
der Weltkohlereserven. Mit einer Förderung von derzeit 170 Millionen Tonnen
Steinkohle und rund 380 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr ist Westeuropa eine
weltweit bedeutende Kohleregion. Zwei Drittel der Förderung entfallen auf die
führenden Kohleländer der EU Deutschland und Polen.
Quelle: EUROCOAL
Aussender: DEBRIV
12.05.2006
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Womit wird in Deutschland geheizt?

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Reichweite in Jahren für endliche Energien ab 2000